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Wasser

Lahnau | Wasser ist eine chemische Verbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff.
Im Gegensatz zu den für den Menschen lebensnotwendigen Nährstoffen Eiweiß, Kohlenhydrate und Fette liefert das Wasser dem menschlichen Körper jedoch keine Energie, ist aber dennoch für menschliches Leben unverzichtbar.

Es ist die Substanz, die in allen lebenden Organismen in größter Menge vorhanden ist.
Der Mensch besteht zu 50 bis 70 Prozent aus Wasser; bezogen auf die fettfreie Körpermasse liegt sein Wassergehalt relativ konstant bei 70 Prozent.



Wasser erfüllt aufgrund seiner besonderen Eigenschaften verschiedene Funktionen im menschlichen Körper:
• als Baustoff ist es Bestandteil aller Körperzellen und –flüssigkeiten.
• als Lösungsmittel ist es erforderlich für Stoffwechselabläufe und Transportvorgänge.
• es ist Reaktionspartner biochemischer Reaktionen.
• als Regler der Körpertemperatur kühlt es den Körper ab.

Ohne Wasser kann der Mensch nur wenige Tage überleben. Schon nach 2 bis 4 Tagen führt Wassermangel zu schwerwiegenden, manchmal irreparablen Schäden des Organismus. Zu wenig Wasser in der Ernährung verursacht eine Übersäuerung des Blutes, Abbauprodukte können nicht mehr über die Nieren ausgeschieden werden. Schließlich kommt es zu Kreislaufversagen, weil das Blut zu dickflüssig wird.

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Weniger dramatisch, aber nicht zu unterschätzen, sind die ersten Anzeichen eines Flüssigkeitsmangels:
Bereits 2 Prozent Flüssigkeitsverlust vermindern die Leistungsfähigkeit um bis zu 20 Prozent! Dies macht sich vor allem beim Sport und bei der Arbeit bemerkbar.

Im Normalfall sind beim gesunden Menschen Aufnahme und Abgabe von Wasser ausgeglichen. Jeder kennt es: Wer viel schwitzt, trinkt mehr als gewöhnlich; der Wasserbedarf steigt bei körperlicher Anstrengung; je salziger das Essen ist, desto größer wird der Durst; je wärmer die Umgebungstemperatur ist, desto mehr Flüssigkeit braucht der Körper.

Folgende Richtwerte gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung als empfohlene tägliche Wassermenge an (die Werte gelten in gemäßigten Klimazonen bei Tätigkeiten, die nicht übermäßig anstrengend sind):
Erwachsene: 35 ml Wasser pro kg Körpergewicht.
Von diesen ca. 2,5 bis 3,5 Litern Flüssigkeit, die ein Erwachsener täglich ersetzen muss, liefert die feste Nahrung rund ein Drittel der Flüssigkeit. Die restlichen zwei Drittel der Flüssigkeit steuern die Getränke bei.
Bei außergewöhnlichen körperlichen und schweißtreibenden Belastungen ist eine höhere Flüssigkeitsaufnahme zu empfehlen.
Auch Magen-Darm-Kranke müssen mehr trinken, um ihren hohen Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Ferner gilt der Grundsatz:
Je weniger man isst, desto mehr sollte man trinken!

Übrigens: Eine überhöhte Aufnahme von Flüssigkeit ist für den gesunden Menschen nicht schädlich, da die Nieren außerordentlich leistungsfähig sind. Notwendig sind überhöhte Trinkmengen – normale Umstände vorausgesetzt – allerdings nicht.
Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion wird nicht mehr empfohlen, ihre tägliche Flüssigkeitsaufnahme über das durch das natürliche Durstgefühl gesteuerte Trinkbedürfnis zu steigern.

Im Alter lässt das Durstempfinden - vor allem bei kranken Menschen - nach. In diesen Fällen ist es hilfreich, geeignete Durstlöscher stets griffbereit und auch im Blick zu haben.

Tipp: Leitungs- und Mineralwasser sind die besten Durstlöscher. Auch mit Wasser verdünnte Obst- und Gemüsesäfte sowie ungezuckerte Kräuter und Früchtetees eignen sich gut. Schwarzer Tee und Kaffee sowie zuckerreiche Limonaden, Cola-, Fruchtsaftgetränke sind weniger geeignete Durstlöscher.

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