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Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum

Gießen | Mit diesem Zitat von Friedrich Nietzsche (1844-1900) begrüßte Rosa Tugova, die 1. Vorsitzende der Landmannschaft der Russlanddeutschen und Sprecherin des deutsch-russischen Chors „Heimatklang“ am 9. März die Zuhörer. Deutsche – russische und ukrainische Lieder sang „Heimatklang“. Eine Sopranistin des Chors eröffnete den Abend mit dem Solo „ Du sollst der Kaiser meiner Seele sein“ von Robert Stolz. In den russisch – ukrainischen Liedern ging es um Liebe und Herzschmerz. Da hütet zum Beispiel ein Mädchen die Kühe. Das macht sie aber nur weil auf einer Weide nebenan ein hübscher Hirte auf seiner Geige spielt. Eine zweite Sopranistin sang ein Lied in russisch, da heißt es „ Die Liebe bleibt im Herzen bestehen, obwohl die Blumen bereits verblüht sind“. Dieses Konzert, welches im Gemeindehaus der Evangelischen Stephanusgemeinde stattfand, zeigte, dass es keine Grenzen in der Musik gibt, auch wenn ein Teil der Besucher nicht alles verstehen konnte. Der Gesang von „Heimatklang“ wurde in dem vollbesetzten Raum mit reichlich Applaus belohnt. Bevor man sich dann bei landestypischem Gebäck traf, wurde das Konzert mit dem Lied „Kalinka“ beendet, was die Stimmung noch einmal kräftig in die Höhe trieb.

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Ukraine (61)Russisch (5)Gesang (307)Freude (195)Frauen (141)Chor (415)
2008 wurde der Chor gegründet. Ziel war es die Frauen für ein paar Stunden aus ihrem Haushalt zu holen, was auch eine Hilfestellung zur Integration bedeutete. Von Anbeginn gab es keine Sprachprobleme da die Chorleiterin Olga Kallasch auch eine gebürtige Russin ist. Die 24 Frauen, die sich einmal die Woche zum Gesang treffen wurden in zwei Kulturen groß, was sie auch erhalten möchten. Dies zeigt sich auch in ihrem Gesang. Seit ihrer Gründung hatten sie auch Auftritte außerhalb von Gießen, zum Beispiel beim Hessentag. Auch machten sie sich schon auf den Weg in unsere Landeshauptstadt, um im Landtag mit ihrem Gesang zu erfreuen. Vielleicht hat einer von Ihnen den Chor ja schon irgendwo in der Stadt oder im Landkreis gehört. Das Zitat von Nietzsche ist der Leitfaden des Chors.

Heimatklang freut sich über neue sangesfreudige Männer und Frauen.
Jeden Donnerstag von 17:30 – 19:00 Uhr trifft sich der Chor im Gemeindehaus der Evangelischen Stephanusgemeinde im Gleiberger Weg 23 in Gießen, wo er seit der Gründung seine musikalische Heimat gefunden hat.

(Ich spreche und verstehe kein russisch. Worum es in den zitierten Liedern ging, sagte mir die Chorleiterin Olga Kallasch)

 
 
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von:  Christine Stapf

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Christine Stapf
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