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SUMMARY:Comoedia Judith. Winterinszenierung der Germanistik-Theatergruppe
DESCRIPTION:Eine Frau überlistet einen Feldherrn und schlägt ihm mit seinem eigenen Schwert den Kopf ab. Die Geschichte der biblischen Judith gehört zu den eindrucksvollsten Erzählungen des Alten Testaments – und zu den meistgespielten Stoffen des 16. Jahrhunderts. In einer Zeit religiöser Spannungen\, militärischer Bedrohungen und gesellschaftlicher Umbrüche wurde Judith zur Symbolfigur für Mut\, Glaubensstärke und die Hoffnung auf Rettung. Thematisiert wird das weibliche Eingreifen in die Welt- und Heilsgeschichte und die besondere Handlungsmacht der vorbildlichen Frauengestalt. Inszeniert wird die Comoedia Judith (1542) des österreichischen Dramatikers Wolfgang Schmeltzl. Entstanden vor dem Hintergrund der Expansion des Osmanischen Reiches und konfessioneller Konflikte\, verbindet das Drama biblische Überlieferung mit den politischen und religiösen Fragen seiner Gegenwart. Es zeigt\, wie Krisen literarisch und performativ verarbeitet werden und wie bekannte Geschichten genutzt werden\, um über Krieg\, Gewalt\, Glauben und gesellschaftlichen Zusammenhaltnachzudenken: Etwas\, das auch heute nicht aus unserer literarischen Welt wegzudenken ist. Die Aufführung ist das Ergebnis eines universitären Rekonstruktionsprojekts. Auf Grundlage historischer Quellen entsteht eine Annäherung an die Theaterpraxis der Frühen Neuzeit\, die wissenschaftliche Forschung und lebendige Bühnenpraxis miteinander verbindet. \nDie Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen sowie dem Forum Pankratius und mit freundlicher Unterstützung durch den Freundeskreis Museum Grünberg und dem Magistrat der Stadt Gießen in der Pankratiuskapelle (Georg-Schlosser-Str. 5\, 35390 Gießen) statt. \nDer Eintritt ist frei. \nWeitere Aufführungen finden am 5.12.\, um 16 Uhr\, in der Hospitalkirche Grünberg und am 10.12\, um 18 Uhr\, in der Kulturkirche St. Raphael in Wißmar statt.
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