Fachkräfte von morgen

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Zwölf junge Leute haben am 1. August ihre Ausbildung bei den Stadtwerken Gießen begonnen. Von links: Enes Türe (Anlagenmechaniker), Colin Rein (Industriekaufmann), Serdar Yüzügülec (Anlagenmechaniker), Jessica Sauerbier (Fachinformatikerin für Systemintegration), Ben Pernak (Kfz-Mechatroniker), Kim Schroeter (Fachangestellte für Bäderbetriebe), Louis Gilbert (Elektroniker für Betriebstechnik), Katharina Magdalena Celik (Industriekauffrau), Mohammad Reza Kazemi Nafchi (Fachangestellter für Bäderbetriebe), Nordini Shany Baki (Elektroniker für Betriebstechnik), Paul Braun (Elektroniker für Betriebstechnik) und Mick Swoboda (Anlagenmechaniker).

Zwölf junge Menschen haben bei den Stadtwerken Gießen ihre berufliche Karriere gestartet. Sie lassen sich in fünf verschiedenen Berufen zu Fachkräften ausbilden.

 

 

Jungen Menschen eine Perspektive zu bieten und ihnen mit einer fundierten Ausbildung einen optimalen Start in Berufsleben zu ermöglichen – bei den Stadtwerken Gießen (SWG) gehört dies seit jeher zur Unternehmensstrategie. Und das aus guten Gründen: Auf diese Weise werden die SWG als einer der größten Arbeitgeber der Region ihrer sozialen Verantwortung gerecht. Gleichzeitig sorgen sie für dringend benötigte Fachkräfte. „Mit unseren praxisnahen und vielseitigen Ausbildungen sichern wir den für uns so wichtigen Nachwuchs“, erklärt Doreen Möstl, bei den SWG für die Ausbildung zuständig. Denn qualifiziertes Personal auf dem Arbeitsmarkt zu akquirieren, erweist sich zunehmend als echte Herausforderung.

Auch der Wettbewerb um jungen Menschen, die eine Ausbildung beginnen möchten, verschärft sich spürbar. Deshalb haben die Verantwortlichen der SWG in den vergangenen Jahren einiges in die Wege geleitet, um das Unternehmen attraktiver für Schulabgängerinnen und -abgänger zu machen. Mit Erfolg: „In diesem Jahr konnten wir wieder alle freien Stellen besetzen“, freut sich Doreen Möstl.

 

Zwei Wochen Einführung

Bevor es fachspezifisch losgeht, absolvieren alle Neulinge bei den SWG die „Azubi-Start-Wochen“. In diesen zehn Tagen stehen übergeordnete Themen auf dem Plan, wie zum Beispiel Datenschutz- und IT-Schulung, Projektarbeit in der Ausbildungswerkstatt, Telefontraining, Rechte und Pflichten in der Ausbildung, Arbeitssicherheitstraining, betriebliches Gesundheitsmanagement und betriebliches Eingliederungsmanagement. „Wenn die jungen Leute diese beiden Wochen absolviert haben, bewegen sie sich schon relativ sicher in ihrem neuen, noch ungewohnten Umfeld“, weiß Doreen Möstl aus Erfahrung.

Besonders erwähnenswert: Die Startwoche an sich ist Teil der Ausbildung. Tatsächlich übernehmen Auszubildende, die schon ein oder zwei Jahre dabei sind, die Organisation. In diesem Jahr waren der angehende Industriekaufmann Ahmed Rama und der künftige Fachinformatiker für Systemintegration Christoph Serguhn dafür verantwortlich. „Die beiden haben einen tollen Job gemacht“, findet Doreen Möstl.

Neben Doreen Möstl und den verschiedenen Ausbilderinnen und Ausbildern der SWG waren natürlich auch die Meister aus der SWG-Lehrwerkstatt bei der Einführungsveranstaltung anwesend. Und eben hier kommt es schon bald zu einer Veränderung: Im kommenden März geht der für den Elektrobereich zuständige Hagen Luh nach dann 32 Jahren in den Ruhestand. In dieser Zeit hat er weit über 100 Absolventinnen und Absolventen zu einem erfolgreichen Abschluss verholfen. Sein Nachfolger Erik Schmidt ist bereits an Bord. Zeit genug also, um das über Jahrzehnte gesammelte Know-how weiterzugeben.

 

Fünf Berufe mit Zukunft

Drei der zwölf jungen Menschen lassen sich zum Elektroniker für Betriebstechnik ausbilden. Drei weitere haben sich entschieden, den Beruf des Anlagenmechanikers im Anlagenbau zu erlernen. Zwei Personen möchten nach ihrer Ausbildung als Fachangestellte für Bäderbetriebe arbeiten. Und ein angehender Kfz-Mechatroniker, zwei Industriekaufleute in spe sowie eine künftige Fachinformatikerin für Systemintegration komplettieren das Team.