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Sechs Monate Haft für Gentechnik-Kritiker ...

von Simone Ott
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Es war zu erwarten. Auch wenn sich die beiden Angeklagten Jörg Bergstedt und Patrick Neuhaus vorbildlich verteidigten, hatten Richter Dr. Nink und die beiden SchöffInnen nicht den Mut, der Zivilcourage den angebrachten Tribut zu zollen. Die Angeklagten waren 2006 an einer "Feldbefreiung" auf einem Versuchsfeld der Universität Gießen beteiligt. Der zweite Angeklagte bekam vier Monate auf Bewährung plus 120 Arbeitsstunden. "Das ist mit Abstand das höchste Urteil, dass FeldbefreierInnen jemals in Deutschland kassierten", kritisiert eine der UnterstützerInnen. "Hätte der Richter die beiden unter der neuen schwarz-gelben Regierung freigesprochen, hätte das wahrscheinlich wie eine Bombe eingeschlagen", kommentiert einer der Prozessbegleiter. "Aber er hätte wenigstens noch ein paar Monate runtergehen können." Enttäuscht und entgeistert zeigten sich die Anwesenden über die hanebüchene Urteilsbegründung. Nink hatte sich schon während des Prozesses öfter als Gentechnik-Kritiker erwiesen. Nun ...