Radio mal anders: Das Format ist, dass es ...
Professioneller Hörfunk ist in der Krise. Media-Analysen belegen, dass die Hörerzahlen sinken, bestenfalls stagnieren. Die Platzhirsche öffentlich-rechtlicher Anstalten bemühen sich, Frequenzen zu belegen, um die kommerzielle Konkurrenz im Zaum zu halten. Gleichzeitig drängen immer mehr nicht-kommerzielle Bürgerfunk-Projekte in Nischenmärkte. Doch die eigentliche "Bedrohung" funkt aus dem Internet. Der kleine Internet-Sender "Democracy Online Radio" zeigt beispielhaft, warum solche Angebote gerade für Fans spezieller Musik so interessant sind.
"Hier ist wieder Euer Blues Country" quäkt eine fast schon professionell klingende Stimme aus dem Lautsprecher des Notebooks. Seine Musik am Donnerstag abend, wie jede Woche seit einem halben Jahr: Bluesrock, unbekannte Country-Perlen, Jazz oder Bluegrass. "BluesCountry" ist das Pseudonym des Hamburger Moderators - sein richtiger Name ist hier unwichtig. Seine Fangemeinde ist klein, aber konstant. Blues-Countrys Motivation:
"Ich finde an ...