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Grenzgänge im KuKuK Wettenberg

Wettenberg | Die dritte Ausstellung des KuKuK Wettenberg im Jahr 2009 beschreitet neue Wege. Nach der Präsentation von Objekten und Installationen im Januar, einem malerischen Bilderstreit im Februar, beginnt nun eine Ausstellung, die von den Beteiligten als „Grenzgänge“ vorgestellt wird.
Zur Ausstellungseröffnung am Samstag, 14. März, um 17 Uhr im „Kukuk“, Kunst- und Kulturkreis, Wißmar, Goethestraße 4b, findet eine außergewöhnliche Performance statt.
Drei Künstler werden gemeinsam das Werk gestalten: Die malerische Geste von Gisela Denninghoff, der Gesang von Hans-Michael Schuhmann und die digitale Stenografie von Christian Malitzki fließen in der Performance zusammen und werden zu einem Ereignis.
In freier Improvisation begegnen sich die Künstler an den Grenzen ihrer Ausdrucksformen, überschreiten sie, schrecken zurück und überschreiten sie wieder. Es entfaltet sich ein reichhaltiges Wechselspiel, in dem die Betrachter zwischen Hören und Sehen, zwischen Malerei und digital painting hin und her wandern und sich ein immer komplexer werdendes Zusammenspiel aufbaut. Im Zeitalter digitaler Bilder führt die Performance an die Grenzen der Befremdlichkeiten zwischen traditionellen und neuen Medien.
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Das anschließende Gespräch mit den Künstlern gibt den Besuchern Raum, sich über die „Grenzgänge“ auszutauschen und den Blick für die Bilder der Ausstellung zu öffnen, die in der Arbeit zu dritt entstanden sind.
Für die Malerei mit traditionellen Mitteln steht Gisela Denninghoff ein, für das digital painting, das Malen mit dem Rechner, Christian Malitzki.
Christian Malitzki kreiert auf dem Bildschirm – mit dem Beamer auf großer Fläche sichtbar gemacht – ein räumlich erscheinendes Bild. Darin bewegt er sich zeichnerisch wie in „digitaler Stenographie“ und reagiert dabei sowohl auf auf den Gesang von Hans-Michael Schuhmann als auch auf die Malerei von Gisela Denninghoff - und das auch in umgekehrtem Wechselspiel.
Diesem Vorgehen liegt der Gedanke zugrunde, dass einerseits jeder gestaltete Bild-Raum beim Betrachter ein bestimmtes Gefühl auslösen kann und andererseits jede Emotion durch den Schaffenden in einen Bild-Raum „übersetzt“ werden kann.
Die digitale Bildschirmarbeit von Christian Malitzki gliedert sich in zwei Prozess-Ebenen. Er formuliert das so: Die eine beschreibt Schwingungsmuster der Raumakustik im Zusammenspiel mit dem Gesang. Die andere ist eine räumliche Dimension, eine Art Hohlform die den perspektivischen Akzent setzt. Diese Raumebene entsteht in der Anfangsphase des Prozesses parallel zur Akustikebene. Beide fusionieren schließlich zu einem Ganzen. In dieser "digitalen Landschaft" finden dann die feineren Nuancen "stenographisch" ihre Entsprechung.“
Das Endergebnis im herkömmlichen Sinne ist eigentlich nur ein letztes Zeugnis dieses gesamten Entstehungsprozesses.
Dieses experimentelle Arbeitsfeld wurde erstmalig öffentlich erprobt im Zusammenhang mit der Ausstellung "Paarlaufen" des Oberhessischen Künstlerbundes in der Kunststation Kleinsassen in der Rhön 2009 unter dem Motto: Klänge sehen, Farben hören.

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