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Rolling Stones–Legende Keith Richards wird 70!

von Sebastian Haßam 18.12.20132323 mal gelesen1 Kommentar
Wettenberg | „Ich selbst landete Anfang ´73 auf der Todesliste der johlenden Pressemeute, und zwar zuerst in den Musikmagazinen“ (1) Keith Richards

Totgesagte leben länger. Das kann wohl wie kaum ein anderer Keith Richards bestätigen, der heute seinen 70. Geburtstag feiert und nun auch in diesem Punkt mit seinem Freund und Rivalen Mick Jagger gleichzieht. „Ich kann mich erst zur Ruhe setzen, wenn ich den Löffel abgebe. Immer diese Nörgelei, dass wir alte Männer sind“, so Keith Richards, dessen größte Leidenschaft – die Rolling Stones – bereits im kommenden Jahr wieder Tour gehen.

Die Rolling Stones – wer kennt sie nicht? Angefangen hat alles vor 50 Jahren in schäbigen Kellerclubs im Londoner Stadtteil Soho, wo Keith Richards als Gitarrist der „Rolling Stones“ um den Durchbruch kämpfte. „Mit unserer Anti-Showbiz-Haltung hätten wir dem ganzen Zirkus am liebsten die kalte Schulter gezeigt“ (2), erinnert er sich heute an den anfänglichen Spagat zwischen Anpassung und Auflehnung. Die Rolling Stones entschieden sich rasch für Letzteres, auch weil ihnen ihr damaliger Manager Andrew Loog Oldham zu Provokationen als Teil
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Rolling Stones (10)Musik (1119)Keith Richards (1)
einer zielgerichteten Marketingstrategie riet. Lange Haare, ohrenbetäubende Musik – kein Anzugslook. Die Rechnung ging auf. Bei ihren ersten Tourneen quer durch Großbritannien zogen die Rolling Stones eine Spur der Verwüstung hinter sich her. Ganz nebenbei entdeckten Keith Richards und Mick Jagger, dass sie selbst Songs schreiben konnten, wie z.B. (I Can´t Get No) Satisfaction. Keith Richards: „Ich hatte zu der Zeit keine Freundin und hauste in meiner Wohnung in Carlton Hill, St. John´s Wood. Daher vielleicht die Stimmung des Songs. Ich habe ihn im Schlaf geschrieben.“(3) Weitere Songs folgten – „Paint It Black“, „Street Fighting Man“, „Gimme Shelter“, „Honky Tonk Women“. „Ich brannte, während die anderen lediglich versuchten, den Anschluss nicht zu verlieren“(4), beschreibt Keith Richards seine wohl kreativste Schaffensperiode Ende der 60er. Doch mit dem Erfolg und den immer spektakuläreren Tourneen kamen die Probleme: „Das Leben eines Junkies sollte man niemandem empfehlen. Ich bewegte mich in den obersten Kreisen, und trotzdem war ich ganz schön weit unten.“(5) Kein Zweifel, Keith Richards hat gleich mehrere Krisenzeiten überstanden: Ende der 60er, als der berüchtigte Club ´27 durch den Tod berühmter Rockstars wie Jimi Hendrix, Janis Joplin und Jim Morrison entstand und die Todeswelle in jüngster Zeit, der gleich mehrere Musikerkollegen in ihren Endsechzigern zum Opfer fielen. „Wir kennen alle Leute von denen wir wissen, dass sie keine 70 werden“(6), so Keith Richards kurz nach Brian Jones Tod im Sommer 1969. Er selbst hat es heute geschafft.

Sebastian Haß, „50 Jahre On Tour – Die Livegeschichte der Rolling Stones“, eBook auf amazon.de



Quellen:
(1) Keith Richards: Life, München 2010, S. 482
(2) Keith Richards: Life, München 2010, S. 177
(3) Keith Richards: Life, München 2010, S. 234
(4) Keith Richards: Life, München 2010, S. 347
(5) Keith Richards: Life, München 2010, S. 347
(6) Keith Richards, Interview BBC, Juni 1969

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Kommentare zum Beitrag

Andrea Mey
10.989
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 18.12.2013 um 23:17 Uhr
Happy Birthday, Keith!!!
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