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Initiative Kulturgut Mobilität setzt sich für Wahrung des Oldtimers als Kulturgut ein

Wettenberg | Das Golden Oldies Festival am vergangenen Wochenende in Wettenberg stand ganz im Zeichen historischer Automobile. In diesem Zusammenhang fasste Mario De Rosa, 1. Vorsitzender der Initiative Kulturgut Mobilität e.V., die bisherige Arbeit des Vereins zusammen und berichtete über zukünftige Ziele. Bei dem Gespräch, das am Stand des Autohauses Hain am Ring stattfand, waren auch Wettenberger Bürgermeister Thomas Brunner und Thilo Hain, Geschäftsführer des Peugeot Autohauses Hain am Ring zugegen.
De Rosa sprach über ein Thema, dass wohl für jeden Oldtimerfan wichtig sein dürfte: die Bewahrung und der staatlich garantierte Schutz für historische, mobile Kulturgüter.
Die Initiative Kulturgut Mobilität e. V. entstand im Jahr 2006 auf Grund der drohenden Feinstaub-Fahrverbote für Oldtimer. Zunächst als lose Interessengemeinschaft versuchte man die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu gewinnen. Mit einem bundesweiten Ausruf zu „Oldtimerdemos“ im Jahr 2007 wurde die Oldtimer Gemeinde aktiviert. Der Aufruf, so De Rosa, stieß auf unglaubliche Resonanz. In Köln alleine beteiligte sich 1300 Oldtimer Besitzer und in Stuttgart
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800. Angeregt durch die Demonstrationen wurden die Richtlinien für Feinstaub-Fahrverbote überarbeitet. Oldtimer mit H- und 07er-Kennzeichen dürfen den überarbeiteten Richtlinien zu Folge auch nach der Einführung von Umweltzonen passieren.
Beflügelt durch dieses Erfolgserlebnis und durch den Wunsch sich weiterhin für die Interessen des Oldtimers einzusetzen, wurde aus der losen Interessensgemeinschaft im Jahr 2007 die Initiative Kulturgut Mobilität e.V.. Ziel der Initiative ist es Verständnis für den kulturellen Wert der Fahrzeuge in der Öffentlichkeit zu wecken und diese als Kulturgut zu schützen. Mit ihren Bemühungen um die Bewahrung des Oldtimers steht die IKM nicht alleine dar. Gemeinsam mit der Fédération Internationale des Véhicules Anciens (FIVA) entwickelte man die so genannte Charta von Turin. Diese soll bei der Klärung von Fragen wie, was ist eigentlich Erhalt, Reparatur oder Restaurierung helfen. Besonders betont wird in der Charta, dass bei sämtlichen Vorgängen immer das originale Erscheinungsbild und die historische Grundlagen des jeweiligen Fahrzeugs berücksichtigt werden sollen. Ziel ist also der Schutz von historisch originalen Substanzen, so De Rosa im Pressegespräch.
Als nächster Schritt der IKM wird die Präsentation der Charta bei der UNESCO genannt. De Rosa hofft zumindest auf eine Patronage der UNESCO und somit auf die Anerkennung der Fahrzeuge als Kulturgüter.
Von der Bedeutung des Oldtimers für unsere Kulturgeschichte ist auch Thilo Hain überzeugt: „Das Automobil als Kulturgut gehört zu uns und es liegt an uns dafür zu sorgen, dass dies anerkannt wird und auch in 50 oder 100 Jahren noch Gültigkeit hat“.
Durch weitere Aktionen wie „Der Tag des rollenden Kulturguts“ am 8. September 2013, soll das historische Automobil wieder mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden.

 
Begeisterte Oldtimer Fans: Bürgermeister Thomas Brunner, 1. Vorsitzender der IKM Mario De Rosa und Geschäftsführer des Autohaus Hain Am Ring Thilo Hain (v.l)
Begeisterte Oldtimer... 
 

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