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Rugby-Derby zwischen dem URC Gießen und dem TSV Krofdorf-Gleiberg: Zulu Cup geht an Gießen

Der Kapitän der Rugby Kelten überreicht dem Sieger des Lokalderbys, den Schlammbeißern vom URC Gießen, den Zulu Cup.
Der Kapitän der Rugby Kelten überreicht dem Sieger des Lokalderbys, den Schlammbeißern vom URC Gießen, den Zulu Cup.
Wettenberg | Nach der Stiftung des "Zulu Cups" durch den Uni Rugby Club Gießen wurde dieser zum zweiten Mal auf den Gießener Lahnwiesen ausgespielt. Der Besitzer des Wanderpokals wird bei jedem Aufeinandertreffen der Nachbarvereine URC Gießen und TSV Krofdorf-Gleiberg ermittelt.

In der vergangenen Saison war das Spiel zwischen Gießen und Krofdorf-Gleiberg noch eine klare Angelegenheit für den seit 2001 in der Regionalliga Hessen etablierten URC. Mit 68:0 besiegten die „Schlammbeißer“ die „Rugby Kelten“ auf eigenem Geläuf.

In der laufenden Saison ließ sich bisher jedoch ein deutlicher Aufwärtstrend bei den Kelten erkennen. Zwar gingen weiterhin alle Spiele verloren, die Ergebnisse fielen aber deutlich knapper aus als in der vergangenen Spielzeit.

Gießen ging mit einem Sieg gegen den Lahnrivalen aus Marburg im Rücken selbstbewusst in die Partie. Die Kelten wiederum rechneten sich nach guter Trainingsarbeit gute Chancen auf den ersten Sieg aus. Die Zuschauer, die bei nasskaltem Wetter auf die Gießener Lahnwiesen gekommen waren, konnten sich auf eine spannende Begegnung freuen.

Die Kelten starteten mit viel
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Vorwärtsdrang und nötigten die Gastgeber durch druckvolles Verteidigungsspiel zu vielen technischen Fehlern, die zu angeordneten Gedrängen für die Gäste führten. Im Gedränge zeigte sich der URC in der ersten Hälfte als das stärkere Team, Hakler Jan Vogel konnte jedoch auch im Rückwärtsgang bis auf zwei Ausnahmen den Ball bei Krofdorfer Einwurf erhakeln. So konnte Krofdorf sich zeitweise in der Gießener Hälfte festsetzen. Der direkte Weg für Gießen durch die Krofdorfer Verteidigung war wie vernagelt, die Tackles der Gäste kamen hart und sicher. Die Vorteile für Gießen lagen eindeutig in der Balleroberung nach dem Tackle. Gießen agierte schneller und konnte die meisten offenen Gedränge für sich entscheiden. Das Verteidigungssystem der Kelten wirkte noch nicht sicher und eingespielt genug, und so konnten die Schlammbeißer Lücken finden und für ihre ersten beiden Versuche nutzen. Danach waren die Kelten wieder im Vorwärtsgang und endlich konnte Innendreiviertel Jakob Seifert von der Mittellinie die Gießener Verteidigung durchbrechen und den Ball im Gießener Malfeld ablegen. Mit diesem ersten Versuch war der Bann der „zu Null“-Spiele für den TSV gebrochen. Lars Kuppe scheiterte mit seinem Erhöhungstritt und so stand es in der Mitte der ersten Halbzeit 12:5 aus Sicht der Gießener.

Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte kam Krofdorf immer wieder ans Gießener Mal heran und konnte mit einem verwandelten Straftritt von Kuppe drei weitere Punkte sammeln. Gießen legte noch zwei Versuche zum 26:8 Halbzeitstand.

In der zweiten Hälfte wurde die Partie noch enger. Das Spiel wogte hin und her, spielte sich aber größtenteils in der Hälfte Gießens statt. Über dreißig Minuten gelangen keiner der beiden Mannschaften weitere Punkte. Mit dem eingewechselten Routinier Davide Galasso kam mehr Stabilität ins Gedränge der Kelten, auch im offenen Spiel brachte Galasso mehr Druck in den Angriff des TSV. Etwa zehn Minuten vor dem Ende belagerten die Kelten förmlich das Gießener Malfeld. Gießen verteidigte wacker und konnte die Kelten zunächst noch zurückdrängen. Nach einem erneuten Straftritt für Krofdorf-Gleiberg, den Gedrängehalb Reed schnell auf Galasso spielte, konnten die Krofdorfer Stürmer das Paket über die Linie schieben. Einem Gießener Verteidiger gelang es aber, eine Hand unter den Ball zu bekommen und verhinderte so Galassos Versuch. In der Folge gelang Gießen nach einem individuellen Verteidigungsfehler ein weiterer Versuch. Der nächste und letzte Versuch des Spiels fiel mit sehr viel Glück für die Gastgeber. Der URC profitierte dabei von einem Fehler des Unparteiischen. Schiedsrichter Uli Seidel, der das faire Derby souverän leitete, war nach einem hohen Kick in die Gießener 22m-Zone die Sicht versperrt, dass er nicht sehen konnte, wie der Ball von der Schulter des Gießener Gedrängehalbs Patrick Bareiter nach vorne abtropfte. Der von den Spielern des TSV nach diesem deutlichen Vorball erwartete Pfiff blieb aus und ein Gießener Spieler konnte unbehelligt durch die verdutzte Verteidigung der Kelten zum Versuch einlaufen. Dieser letzte Gießener Versuch des Spiels kurz vor dem Schlusspfiff ließ das Ergebnis dann für den Spielverlauf mit 38:8 doch zu hoch ausfallen. Die Zuschauer, die dem Wetter trotzten, sahen ein packendes Lokalderby mit einem verdienten Sieger. Reed, der Kapitän der Kelten, überreichte dem Sieger im Anschluss den Zulu-Cup. Warum der Pokal übrigens "Zulu Cup" heißt, muss jeder Zuschauer durch den Besuch eines Rugbyspiels selbst herausfinden...
In Pit’s Pinte feierten beide Teams – wie es beim Rugby üblich ist – nach dem Spiel gemeinsam die „Dritte Halbzeit“ des Spiels. Der Cup machte dabei, gefüllt mit heimischem Bier, wiederholt die Runde. Bei Redaktionsschluss konnte noch keines der beiden Teams als Sieger ausgemacht werden…

Für den TSV Krofdorf-Gleiberg spielten:
Morneweg, Vogel, M. Appel, Koch, Reinemund, O. Appel, Schleenbäcker, Meißner, Reed, Hausner, Lattmann, Seifert (5), Ballmann, Euler, Kuppe (3), Galasso, Schöler, Baloditis, Hofmann

URC Gießen: Matsongou, Le Poyan, Reichard, Budy, Herrmann, Püllen, Salgado, Koppermann, Bareiter, Stauber, Krämer-Eis, Baumann, Weidner, Hölscher, Jacobs, Köchling, Berneke, Krull, Lutz, Moser

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