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Erlenrückschnitt an den Wettenberger Fließgewässern

Wettenberg | Mit der derzeitigen Frostwetterlage haben die Wettenberger Forstwirte unter der Leitung von Revierförster Hans Joachim Leicht mit den Pflegemaßnahmen an den Wettenberger Fließgewässern begonnen. Leider mussten diese Pflegemaßnahmen in den Vorjahren immer wieder aufgrund fehlenden Frostes zurückgestellt werden, da die Flächen nicht mit schwerem Gerät (Rückezug) befahren werden konnten.
Zunächst am Fohnbach werden die bachbegleitenden Erlen „Auf den Stock gesetzt“. Weitere Maßnahmen sind am Gleibach und am Wißmarbach geplant. Die Mitarbeiter um unseren Forstwirtschaftsmeister Alexander Wagner und der Holzrücker Friedhelm Gerlach führen die Maßnahmen durch. Bei diesen Pflegmaßnahmen so Leicht werden die Erlen abschnittsweise zurückgeschnitten. Aus den Wurzelstöcken schlagen im Frühjahr die Erlen erneut aus. Die Entnahme der Erlen wird so durchgeführt, dass der Gesamtsaum trotz der Fällungen erhalten bleibt, jüngere Bäume bleiben stehen.
Diese Pflegemaßnahme dient dem Erhalt unserer Erlensäume durch Verjüngung der Bestände erläutert vor Ort Umweltberater Michael Krick. Am Rande der Ortslage wird die Beschattung der angrenzenden privaten Gartengrundstücke reduziert.
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Keine einheimische Baumart ist besser in der Lage, auf nassen Standorten zu gedeihen und die Ufer der Gewässer zu sichern, als die Schwarz-Erle. Bei Hochwasser dämpfen sie in den Auen den Hochwasserabfluss und leisten somit einen Retenti-onsbeitrag. Schwarz-Erlen haben bei der Uferbefestigung schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Sie wachsen auf Höhe der Mittelwasserlinie am Ufer und entwickelen ein sehr dichtes Wurzelwerk mit über vier Meter langen Wurzeln über und unter dem Wasserhorizont.
Die Beschattung von Fließgewässern durch diese Ufergehölze verringert die Temperatur der Gewässer im Sommer und führt durch Lichtentzug auch zu einem verringerten Algen- und Pflanzenwachstum. Flüsse und Bäche mit Gehölz- bzw. Erlensäumen weisen auch einen weitaus größeren Fischreichtum auf als solche mit baumlosen Ufern, weil die Erle eine indirekte Nahrungsquelle (eintropfende Insekten) für Fische darstellt. Gehölz- bzw. Erlensaumsysteme stellen das Rückgrat für den Biotopverbund in unseren Tallandschaften dar.
Bürgermeister Gerhard Schmidt überzeugte sich vor Ort von der fachgerechten Durchführung der Pflegerückschnitte am Fohnbach. Das anfallende Stammholz wird als Brennholz an interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Preis von 30 Euro Festmeter abgegeben. Interessenten melden sich bitte bei unserem zuständigen Revierleiter oder über die Zentrale der Gemeinde Wettenberg, Telefon 0641-8040.

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