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„Proms“ diesmal zum Anfassen nahe

Wettenberg | Die diesjährige AIDA Night of the Proms kam auf ihrer Deutschlandtour Anfang Dezember auch wieder in die Festhalle Frankfurt. Dieses musikalische Ereignis unter dem Motto „Klassik trifft Pop“ hat seit Jahrzehnten viele Fans und begeistert jedes mal aufs neue. Große Namen geben sich fast schon die Klinke in die Hand, um mal bei diesem einzigartigen Konzert dabei zu sein. Aber auch Neuentdeckungen werden vorgestellt, so begannen z. B. Andrea Bocelli und David Garrett ihre Weltkarriere bei den „Proms“.
Die „Stammbesetzung“ mit dem Orchester Il Novejento unter der Leitung von Robert Groslot, der Chor Fine Fleur und die Electric Band sowie „Mr. Music“ John Miles konnten auch diesmal wieder alle Register ziehen. John Miles ist der „Mann, der alles singen kann“: Egal, welches Lied er intoniert, es klingt so selbstverständlich, als wäre es im Original von ihm und nie von jemand anderem gesungen worden. So begeisterte er gleich zu Beginn mit „Valerie“ als Homage an die verstorbene Amy Winehouse. Mit einer A Capella-Mischung aus „Agnus dei“ und „Rolling in the Deep“ (aktueller Hit von Adele) konnte der Chor Fine Fleur mal zeigen, was er wirklich drauf hat – denn ab und zu gehen die Stimmen zwischen Orchester, Band und Frontsängern etwas unter.
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Die Besetzung der diesjährigen Tour war wahrlich nicht von schlechten Eltern: Die DIV4S – vier bezaubernde Sängerinnen aus Italien zogen sowohl stimmlich als auch optisch das Publikum in ihren Bann. Ein musikalischer Wettstreit zwischen DJ Replay und dem Orchester brachte nach kurzer Zeit den Saal zum Kochen: Klassische Klänge gegen Rockmusik und Techno-Beats, schließlich intonierte das Orchester selbst ein Techno-Stück: „Insomnia“ von Faithless. Großartig! Mehr Crossover geht nicht!
Stanfour boten wie zu erwarten ihre handgemachte gute Popmusik aus Deutschland. Bei ihrem Hit „This is Live without You“ wurde die Festhalle in ein Meer kleiner Lichter getaucht, die den Zuschauern wie immer vorher verteilt wurden.
Nile Rogers und Chic ließen alte Disco-Sounds erklingen und holten Zuschauer zum mittanzen auf die Bühne, konnten dabei aber die Schwungvolle Stimmung in der Halle nicht ganz ausnutzen.
Nach der Pause ging es zunächst etwas ruhiger weiter mit der Filmmusik von Disneys „König der Löwen“. Wieder da: Alison Moyet, das Comeback geht natürlich nicht ohne ihren Hit „Don’t go“.
Sehr amüsant: Percussionist Patrick de Smet holte sich für das Stück „The Typewriter“ (vielen bekannt als die Titelmelodie der Serie „Büro Büro“) Unterstützung aus dem Publikum. Eine Reise durch Musik- und Filmgeschichte leitete dann bereits in Richtung Finale über: Manchmal macht ein klassisches Musikstück eine Filmszene bekannt, manchmal wird durch einen Film ein Lied populär: Auftritt von Seal mit „Kiss from a Rose“. Der Gatte von „unserer“ Heidi (Klum) ließ es sich nicht nehmen, mehrmals durch das Publikum zu laufen, wo er mit seinen Fans tanzte und Fotos machte. Er war eine richtige Rampensau und brachte den Saal endgültig zum Toben. Ein Wehmutstropfen für Stammgäste: Es fehlte neben zwei anderen traditionell immer gespielten Stücken auch die Proms-Hymne „Land of Hope and Glory“, denn direkt nach dem Auftritt von Seal verabschiedete sich verabschiedete sich die Proms-Familie mit „We are Family“.
Auf Wiedersehen im nächsten Jahr am 4. oder 5. Dezember 2012 in der Festhalle!

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