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Derbystimmung auf den Lahnwiesen

Das Gedränge - meistens eine klare Angelegenheit für den starken Sturm des TSV Krofdorf-Gleiberg
Das Gedränge - meistens eine klare Angelegenheit für den starken Sturm des TSV Krofdorf-Gleiberg
Wettenberg | Am Samstag kam es zum ersten Mal zum neuen Derby der Rugby Regionalliga Hessen. Auf den Gießener Lahnwiesen empfing der URC erstmals die Rugby Kelten aus Krofdorf-Gleiberg. Extra für diesen Anlass hatten die Schlammbeißer nach dem Vorbild des „Handkäscup“ einen neuen Wanderpokal gestiftet, der den Spielen der beiden Teams aus dem Gießener Raum künftig noch mehr Spannung verleihen soll. Die äußeren Bedingungen hätten besser nicht sein können: Goldener November auf den Lahnwiesen. Im zehnten Jahr seines Bestehens lag die Favoritenrolle eindeutig beim Uni Rugby Club. Der Liganeuling TSV Krofdorf-Gleiberg hingegen wollte nach drei hohen Niederlagen gegen Hausen, Marburg und Darmstadt ohne eigenen Versuch endlich wieder punkten.

Die Stärke des URC liegt in seiner Dreiviertelreihe, der TSV hat wohl den stärksten Sturm der Liga. 870 kg – verteilt auf acht Stürmer – Damit brachte das Gedränge der Kelten mehr Gewicht auf die Waage als der Sturm der französischen Nationalmannschaft. Den Unterschied in der Partie sollte aber die größere Erfahrung auf Seiten der Gießener machen. Zwar zeigte der TSV gute Ansätze
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und wirkte vor allem in der Verteidigung wesentlich organisierter als in den vergangenen Spielen, die Stürmer des URC waren es aber, die nach einem Tackle schneller am offenen Gedränge waren und den Ball blitzschnell sicherten. Krofdorf verteidigte gut, Gießen eroberte die Bälle und leitete immer wieder schnelle Angriffe über die Hintermannschaft ein. Diese Angriffe konnten die Schlammbeißer in Halbzeit eins sieben Mal im Krofdorfer mit einem Versuch abschließen. Zum Glück für den TSV hatte Kicker Amine Kassir einen rabenschwarzen Tag. Ein einziger seiner Erhöhungstritte fand sein Ziel und so stand es zur Hälfte „nur“ 37:0. Im Gießener Sturm ging nur vom bärenstarken Berenger Matsoungou Gefahr aus, dem es mehrfach gelang, die Krofdorfer Verteidigung zu durchbrechen. Krofdorf hatte in der ersten Hälfte in der 15. Minute nach mehreren Sturmphasen eine gute Gelegenheit zum ersten Versuch durch einen Vorball wenige Zentimeter vor dem Gießener Malfeld ausgelassen.

In Halbzeit zwei verlief das Spiel phasenweise deutlich ausgeglichener, die Kelten fanden immer besser ins Spiel. Nach vier weiteren Gießener Versuchen fand das Spiel schließlich nur noch innerhalb der letzten zehn Meter vor dem Gießener Malfeld statt. Im Powerplay liefen
Die Krofdorfer Verteidigung steht - aber Gießen ist schneller am Ball
Die Krofdorfer Verteidigung steht - aber Gießen ist schneller am Ball
die Stürmer des TSV auf das Malfeld des URC an, schafften es fünfmal, den Ball bis über die Mallinie zu drücken – ohne allerdings den Ball für den Schiedsrichter sichtbar regelgerecht ablegen zu können. Gießen verteidigte verbissen und schaffte es immer wieder, eine Hand oder sonst ein Körperteil zwischen den Ball und den Rasen zu schieben. So stand am Ende für die Rugby Kelten doch wieder die Null auf der Habenseite. Mit einem verdienten 68:0 Sieg konnten die Schlammbeißer am Ende den von ihnen gestifteten Zulu-Cup selbst wieder mit nach Hause nehmen. Für die Kelten lässt zumindest die Schlussphase für das letzte Spiel vor der Winterpause hoffen. Der TSV empfängt am nächsten Samstag, um 15 Uhr den SC 1880 Frankfurt, Gießen hat die Mannschaft des Aufstiegsaspiranten aus Obertshausen um 14 Uhr auf den Lahnwiesen zu Gast.

Für den TSV spielten: Jens Morneweg, Constantin Rau, Heiko Schmidt, Christian Koch, Toni Miene, Jan Norwig, Mike Appel, Davide Galasso, Jayson Reed, Jakob Seifert, Erik Lukosch, Nico Göhler, Lukas Reinemund, Thorsten Hofmann, Oliver Meißner, Lars Kuppe, Sebastian Kühn, Jens Hausner

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