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SG Hausen/Babenhausen ist für den TSV Krofdorf-Gleiberg der bisher dickste Brocken

von Jens Hausnerin Sportam 31.10.20111416 mal gelesen1 Kommentar
Erstes Auswärtsspiel der Rugby-Kelten: Hart aber fair.
Erstes Auswärtsspiel der Rugby-Kelten: Hart aber fair.
Wettenberg | Obwohl sich die Rugbykelten nach dem guten Trainingsspiel am Mittwochabend mit Schülern der Goethe Schule Wetzlar viel vorgenommen hatten, war für die Männer von der Burg am vergangenen Samstag in Obertshausen nichts zu holen. Dabei lag es nicht am Verletzungspech, nicht an einem zu dünnen Aufgebot oder an einer mangelnden Einstellung. Die Männer aus Hausen waren für die Kelten des TSV einfach mindestens eine Nummer zu groß. Gut eingespielt, physisch fit und mit einem bestechend guten Spielertrainer als Spielmacher auf der Position des Verbinders, beherrschte der Gastgeber den angereisten Liganeuling nach Belieben. Mit der Präzision eines Skalpells setzte der Neuseeländer Bevan Gray, der mit dem SC 1880 Frankfurt 2008 Deutscher Meister wurde, seine Überkicks immer perfekt hinter die Krofdorfer Verteidigung und setzte sie dadurch immer wieder unter Druck. Die Männer um Kapitän Jayson Reed hatten sich viel vorgenommen, hatten sie doch in den vergangenen zwei Spielen einen deutlichen Aufwärtstrend der eigenen Leistung feststellen können. Nach der ersten Halbzeit waren die Träume eines besseren Ergebnisses als das 15:58 gegen den Tabellenersten Heusenstamm II bereits geplatzt, die SG Hausen/Babenhausen führte bereits 57:0.

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Doch die Männer des TSV schluckten die bittere Pille des hohen Rückstandes und zeigten keine Anzeichen, dass sie sich davon entmutigen lassen würden. Den harten Durchbruchsversuchen der starken Hausener setzten sie immer wieder krachende Tackles entgegen. Im angeordneten Gedränge waren die Stürmer des TSV wieder einmal eine Bank und gaben kein eigenes Gedränge verloren. Auch in der Gasse konnten sie fast alle eigenen Einwürfe erobern. Die stärkste Leistung zeigten die Kelten nach der Pause. Sie gaben in der Verteidigung alles und ließen in knapp dreißig Minuten nur zwei weitere Versuche der Gastgeber zu. Im Angriff lief es dagegen weniger gut und trotz guter Ansätze sprang nichts Zählbares dabei heraus. Zwar kam Krofdorf dem Hausener Malfeld mehrfach nahe, es fehlte jedoch immer der letzte Durchbruch zum Erfolg. Innendreiviertel Jakob Seifert kam einem Versuch am nächsten. Er legte sich den Ball in der 65. Minute durch einen geschickten Überkick selbst vor, konnte ihn danach aber nicht kontrolliert aufnehmen und musste ihn noch einmal mit dem Fuß spielen. Obwohl er das Laufduell gegen den Hausener Verteidiger gewann, schaffte er es nicht, den Ball noch abzulegen, bevor dieser die Malauslinie überquerte. Ihm fehlten nur wenige Zentimeter.

Die schwere Verteidigungsarbeit hinterließ beim TSV in der Mitte der zweiten Hälfte Spuren. Pfeiler Jens Morneweg blieb nach aufopferungsvollen Tackles mehrfach angeschlagen am Boden, raffte sich aber immer wieder auf und kämpfte weiter – buchstäblich bis zum Umfallen. Hakler Jan Norwig hatte weniger Glück. Nach einer Verletzung am Oberschenkel konnte er in der 70. Minute nicht mehr weiterspielen. Die von Trainer Hausner vorgenommene Umstellung in der Hintermannschaft gab dem Angriffsspiel neue Impulse. Schlussspieler Thorsten Hofmann wechselte für Norwig auf Hakler und Eckdreiviertel Michael Klaiss schaltete sich als neuer Schluss immer wieder in den Angriff ein. Auch der starke Zweite-Reihe-Stürmer Toni Miene und Innendreiviertel Michael Golin zeigten starke Durchbrüche und waren vom Gegener nur schwer zu stoppen. Hausen konnte in den letzten zehn Minuten noch viermal ins Krofdorfer Malfeld einlaufen, in ihrer Moral ließen sich die Krofdorfer aber nicht brechen. Nach jedem Versuch rafften sich die Kelten wieder auf, feuerten sich gegenseitig an und versuchten es erneut, doch noch zum Punkterfolg zu kommen. Obwohl sie es wirklich verdient hätten, blieben diese Bemühungen leider vergebens und so verkündete der insgesamt souveräne Schiedsrichter Uli Bvszio in seinem ersten Regionalligaspiel nach der sehr fairen Partie den beiden Mannschaften am Ende das Endergebnis von 93:0 für den Gastgeber.

Nach dem Spiel äußerte sich Bevan Gray, der Spielertrainer der SG Hausen/Babenhausen im Gespräch noch zu den Ambitionen seiner Mannschaft. Er sähe sein Team schon in zwei Jahren gerne in der Zweiten Bundesliga. Dies würde nach einem Aufstieg in dieser Saison einen Durchmarsch durch die Dritte Liga Süd-West bedeuten. – Nach der gezeigten Leistung vom Samstag scheint diese Zielsetzung zumindest nicht unrealistisch. Die Rugby-Kelten dagegen warten noch auf ihren ersten Sieg. Vielleicht gelingt dieser ja am nächsten Sonntag, den 6. November beim Derby in Marburg. Ankick ist um 15 Uhr auf dem Rugbyplatz in den Affölerwiesen.

Für den TSV Krofdorf-Gleiberg spielten: Jens Morneweg, Jan Norwig (70‘ Benjamin Köppert), Heiko Schmidt, Christian Koch, Toni Miene, Jan Vogel, Jens Hausner (41‘ Sebastian Kühn), Davide Galasso, Jayson Reed, Lars Kuppe (41‘ Michael Klaiss), Benjamin Köppert (41‘ Michael Golin), Jakob Seifert, Boris Saizew, Nico Göhler, Thorsten Hofmann.

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Kommentare zum Beitrag

Jens Hausner
545
Jens Hausner aus Wettenberg schrieb am 31.10.2011 um 07:56 Uhr
Danke für den Hinweis! - Fehler behoben. Es ist natürlich "Sport" (... und was für einer...)
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