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Im Frühjahr 2009 stehen die ersten Häuser

Das Neubaugebiet Baumäcker.
Das Neubaugebiet Baumäcker.
Wettenberg | In diesen Tagen sind die Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet „Baumäcker“ in Krofdorf-Gleiberg abgeschlossen worden. Insgesamt stehen dort 54 Bauplätze zur Verfügung. Die Gemeinde und auch private Eigentümer von Bauplätzen haben mit dem Verkauf begonnen. Bürgermeister Gerhard Schmidt geht davon aus, dass bis Ende 2009 die ersten 15 Häuser stehen und die Familien dort Weihnachten im Eigenheim feiern.
„Es ist eines der schönsten Baugebiete in Wettenberg. Auch im Raum Gießen. Eine sonnige Süd-West-Lage mit herrlichem Blick auf den Launsbacher Wald und die Burg Gleiberg und auf historischem Boden!“ schwärmte Bürgermeister Gerhard Schmidt an den „Baumäckern“ in Krofdorf-Gleiberg nach der abgeschlossenen Erschließung. Zum historischen Bezug gehört auch die Benennung der Straßennamen mit Nassauer Ring, Merenberger Straße und Luxemburger Weg. Historisch auch deshalb, weil im Rahmen der Erschließung Siedlungsspuren steinzeitlicher Kulturen ausgemacht und untersucht wurden.
Das Gebiet verfügt über einen unmittelbaren Anschluss an die Stadtbuslinie 802 nach Gießen. Die Kindertagesstätte „Schatzkiste“ (Hauptstraße)
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ist gut zu Fuß zu erreichen. Schmidt: „Dies sind Vorteile, die gerade auch junge Familien zu schätzen wissen“. Insofern ist ihm ob der Vermarktung nicht bang. Die Grundstücksgrößen liegen bei rund 550 bis 650 Quadratmetern, der Preis liegt für kommunales Bauland – 22 der 54 Plätze – zwischen 115 und 125 Euro zuzüglich Erschließungskosten. Vorgesehen ist der Ausbau als 30er-Zone in einer Verkehrsmischfläche.
Die Erschließungsarbeiten für das vier Hektar große Gebiet haben im März dieses Jahres begonnen – gekostet hat dies rund 1,65 Millionen Euro. Die Zufahrt in das neue Wohnviertel erfolgt über den Kreisverkehr, von dem aus nach Süden auch die Zufahrt in das Viertel Kronzenborner Weg abgeht. Direkt unter dem Kreisel wurde ein großes Drosselbauwerk an den davor verlegten Staukanal für das Neubaugebiet eingebaut, um bei Starkregen Puffer für den Kanal zu haben.
Die Stadtwerke Gießen haben Nahwärmeleitungen verlegt, bieten an, die neuen Häuser über dieses Netz mit Wärme und heißem Wasser zu versorgen. Die Nahwärmeversorgung wird als Kraft-Wärme-Kopplung betrieben. SWG-Technik-Direktor Reinhard Paul sprach mit Blick auf das Nahwärmenetz von einem attraktiven Angebot an die Bauherren; „deutlich preiswerter als eine eigene Kesselanlage“.
Zudem eröffnet der Bebauungsplan die Möglichkeit, über diesen vorgeschriebenen Standard hinaus besonderes energiesparende Gebäude mit ökologisch optimierter Wärmeerzeugung zu errichten, um unabhängig von einem Energieversorger zu sein. Dafür hat die Gemeinde ein finanzielles Förderprogramm aufgelegt. Bei umfassender Anwendung der dortigen Kriterien ist ein zinsloses Darlehen von bis zu 8000 Euro möglich, das binnen zehn Jahren zurückzuzahlen ist. Die eingesparten Energiekosten sollen der Tilgung des Darlehens dienen.
Von den insgesamt 54 Bauplätzen ist die Gemeinde Eigentümer von 22 Plätzen. Davon sind binnen vier Monaten zehn Plätze – überwiegend an junge Familien –veräußert worden. Die Auswahl der Bewerber erfolgte auf Grundlage der kommunalen Vergabe-Richtlinien. Sieben dieser Plätze wurden an Einheimische und drei an auswärtige Bewerber veräußert. „Auch die derzeit Auswärtigen haben einen Bezug zu Wettenberg, indem sie hier geboren und früher gelebt bzw. ihren Arbeitsplatz in Wettenberg haben“, so Bürgermeister Gerhard Schmidt.
Schmidt, der auch Mitglied der Regionalversammlung Mittelhessen ist und in den REFINA-Prozess zur nachhaltigen Siedlungsentwicklung eingebunden, weiß, das die Innenentwicklung von Orten künftig größere Bedeutung erlangen wird. Dies ist auch in Folge des demografischen Wandels. Es sollte aber nach wie vor auch „ein nachfrageorientiertes, marktgerechtes Angebot“ an Neubauflächen zur Verfügung stehen. Innenentwicklung zu vollziehen und vertretbares Baulandangebot seien keine Gegensätze. Der Bürgermeister dankte abschließend allen Beteiligten, die in den vergangenen zwei Jahren an dem Prozess von der Aufstellung des Bebauungsplanes bis zum Abschluß der Erschließung beteiligt waren. Schmidt: „Damit ist auch der Beweis erbracht, dass Planungsprozesse, Grundstücksfragen, Ausschreibung der Bauleistungen und die Bauleistung selbst in kurzer Zeit erbracht werden können“. Dazu hätten auch die Fachbehörden wie Untere Bauaufsicht und Untere Wasserbehörde beim Landkreis Gießen und das Regierungspräsidium Gießen konstruktiv mit beigetragen.
An der Erschließung des Gebietes beteiligt waren Christoph Henkel (Büro Henkel & Bellach, Bauleitplanung), die Mitarbeiterin im Bauordnungsamt Sabine Utech, der für die Umlegung und die Vermarktung verantwortliche Leiter der Verwaltung, Thomas Brunner, Dipl.-Ing. Erhard Heßler und Bernd Becker vom Büro Zick-Heßler sowie der Tiefbau-Ingenieur Joachim Becker und Bauamtsleiter Gerhard Müller. Das Bauunternehmen Hinterlang mit dem Leiter der Tiefbauabteilung, Reinhard Bößer, und dem Polier Werner Kraft hat die Bauarbeiten ausgeführt. Ihnen galt auch der Dank für guten fachlichen Leistungen und die hervorragende Zusammenarbeit.

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