Bürgerreporter berichten aus: Wettenberg | Überall | Ort wählen...

Von Hundebesitzer bedroht

von Werner Lotzam 17.03.2011739 mal gelesen2 Kommentare
Wettenberg | Dieser Tage ist mir auf dem alten Sportplatz am Launsbacher Wald folgendes passiert. Auf diesem Gelände kam mir ein ziemlich großer schwarzer Hund entgegen. Ich hörte sein "Herrchen" bereits aus der Ferne rufen und pfeifen. Aber siehe da, er rief auch noch einem zweiten Hund der sich abseits des Weges im innern des Waldes befand.

Darauf hin ging ich zu dem Hundebesitzer und sagte wörtlich:
"Meinen sie nicht, dass es besser wäre, sie würden Ihre Hunde anleinen." Seine barsche Antwort: "Das geht sie nichts an, es gibt hier keine Anleinpflicht in Wettenberg. Wenn es die gäbe, würde ich die Hunde anleinen. Kümmern sie sich um ihren eigenen Dreck, sonst.....". Ich fragte ihn dann, ob er mich denn schlagen wolle?
Er erwiderte dann das gleiche wie vorher. Ich weiß von Joggern und Spaziergängern, dass sie immer wieder freilaufenden Hunden begegnen. Auch die Leichtathleten der LG Wettenberg nutzen die Waldwege (und nur die!) während des Trainings zum aufwärmen. Die Übungsleiter sind mit Kindern ab 6 Jahre dort unterwegs. Schon mehrfach wurden die Kinder durch diese freilaufenden Hunde verängstigt.

Das zeigt mir wieder, dass dieses Thema erst dann seitens der verantwortlichen Stellen aufgegriffen wird, wenn etwas passiert ist. Es gibt halt leider Menschen die wohl glauben, dass sie alleine auf der Welt sind.

Mehr über

Der Autor hat diesem Beitrag leider keine Tags (Stichwörter) zugeordnet!
Stöbern Sie in den Stichworten (Hilfe), um verwandte und ähnliche Beiträge zu entdecken:

Kommentare zum Beitrag

7
Jürgen Bittendorf aus Wettenberg schrieb am 28.03.2011 um 10:55 Uhr
Ja, dies ist die traurige Realität. Sie ist wohl das Ergebnis örtlicher Veränderung. Das wird wohl leider auch der Trend der Zukunft sein. War es früher im Dorfleben noch selbstverständlich, daß jeder jeden grüßte, so kann man es heute fast als persönliches Erfolgserlebnis ansehen, wenn ein ausgesprochener Gruß erwidert wird. Und dies resultiert eben aus dem von Herrn Lotz beklagten Verhalten der Mitbürger. Es stellt sich mittlerweile wohl nicht mehr die Frage: "Wie kann ich mich positiv in die bestehende Ortsgemeinschaft einfügen?", sondern: "Welchen persönlichen Nutzen kann ich aus ihr ziehen?"
Das Problem "freilaufende Hunde" wird sich erst dann lösen, wenn es der Gemeinde gelingt, spezielle Richtlinien im Rahmen der Gesetzgebung für Wettenberg zu schaffen.
Jedoch bin ich Realist und frage: "Aber wer ist schon bereit dieses unpopuläre Thema aufzugreifen"?
Bis dahin hoffe auch ich, genau wie Herr Lotz, daß zwischenzeitlich "nichts passiert".
Denn: Hoffentlich gilt "Wettenberg hat Zukunft" auch für dieses Thema!
8
Jaqueline Gorman aus Biebertal schrieb am 29.03.2011 um 15:16 Uhr
Das im Artikel geschilderte Verhalten des Hundehalters ist empörend und beschämend. Dass man sich als Hundehalter darum bemühen sollte, dass vom Tier keine Gefahr für Mensch und andere Tiere ausgehen sollte, müsste eigentlich zum gesunden Menschenverstand gehören. Dieser scheint leider vielen Menschen abhanden gekommen zu sein und dazu zähle ich nicht nur manchen Hundebesitzer. Als Pferde- und Hundehalterin, aber auch als aktive Läuferin und gelegentliche Radfahrerin kenne ich gut die unterschiedlichen Perspektiven. Als Reiterin muss ich zum Beispiel regelmäßig mit Verwunderung bis Verärgerung zur Kenntnis nehmen, dass Rücksichtnahme für einige Jogger und Mountainbike Fahrer ein Fremdwort zu sein scheint, da diese oft ohne Ankündigung quasi aus dem Nichts an mir vorbeigeschossen kommen. Dabei wäre ein kurzes Signal durch Stimme oder Klingel schon im eigenen Interesse, da ein Zusammenprall mit einem scheuenden Pferd lebensgefährlich sein kann. Als Läuferin und Mutter ärgern mich regelmäßig die Tretminen von Hunden, deren Halter es nicht für nötig befinden, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere auf öffentlichen Wegen und in Parkanlagen zu entfernen oder sich noch nicht einmal die Mühe machen, ihre Tiere durch Anleinen oder Herbeirufen daran zu hindern, Fremde anzuspringen. Dabei wäre es ein Leichtes. Kotbeutel gibt es mittlerweile in fast jedem Supermarkt und etwas Gehorsamkeitstraining schadet keinem Hund.
Warum fällt manchen Menschen die gegenseitige Rücksichtnahme so schwer? Es ist ein Leichtes, sein Pferd im ruhigen Schritt an Spaziergängern vorbeizureiten, den Hund zu rufen oder als Läufer oder Fahrradfahrer abzubremsen und in ruhigem Tempo an anderen Menschen und Tieren vorbeizufahren. Ein freundliches „Hallo“ hat noch keinem geschadet und wenn der Hund nicht gleich aufs erste Wort hört, sich dessen Besitzer aber offenkundig darum bemüht, sollte man nicht gleich wütend nach dem Leinenzwang rufen. Apropos Leinenzwang. Ich finde es erschreckend, wie schnell manch einer nach Gesetzen und Verboten ruft. Den meisten Menschen scheint überhaupt nicht bewusst zu sein, in welch beneidenswerter Umgebung wir hier in Deutschland, aber vor allem in Hessen leben. Ich habe ein Jahr in England gelebt und weiß auch aus zahlreichen Besuchen in den unterschiedlichsten Regionen die Freiheiten, die wir hier genießen, sehr zu schätzen. Als Joggerin habe ich in Winchester vergeblich nach Wegen zum Laufen gesucht. Spätestens nach ein paar Metern stieß ich an meine Grenzen, da fast alles in Privatbesitz ist. Reiten, Laufen und das Ausführen von Hunden ist, sofern nicht durch öffentliche Reit- und Fußwege ausdrücklich gestattet, in vielen Fällen nur auf Straßen möglich. Ich bin froh, dass dies hier (noch) anders ist und appelliere daher an das, was der Brite den „common sense“ nennt und etwas gegenseitige Rücksichtnahme. Dann sollten auch Vorfälle, wie in dem Artikel geschildert, hoffentlich Ausnahmen bleiben.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Werner Lotz

von:  Werner Lotz

offline
Interessensgebiet: Wettenberg
Werner Lotz
634
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Familie Lienard-Rahlfs in Aktion, v.l. Vater Stefan, Töchter Annika und Miriam und Mutter Tanjar
Sportabzeichen Saison in Wettenberg beendet
Am vergangenen Wochenende wurde in Launsbach die Sportabzeichen...
Launsbacher Heimatstube zu Gast in Laubach
Kürzlich besuchten 21 Mitglieder und Freunde der Launsbacher...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.