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Auszubilden lohnt sich

Wettenberg | Mit dieser Aussage traf der Geschäftsführer der ZR ZAUG Recycling GmbH, Klaus Müller, den sozialdemokratischen Nerv der SPD - Kreistagskandidaten des Gleiberger Landes, aus Biebertal, Heuchelheim und Wettenberg bei deren Besuch der Busecker Betriebsstätte. Michael Leukel – Kreistagskandidat aus Biebertal und bei ZAUG Recycling beschäftigt, hatte den Besuch vorbereitet. Mit dabei waren Nadeschda Laudenschleger, Thomas Brunner, Peter Pilger, Kurt Kleist, Gerhard Schmidt und Hans-Peter Steckbauer.

Trotz der teilweise konträren Meinung einiger Geschäftsführer der Recyclingbranche schilderte Klaus Müller anhand mehrerer Beispiele den Werdegang von einigen Auszubildenden der ZR GmbH der letzten Jahre, denen es gelungen ist, dauerhaft im Unternehmen Fuß zu fassen. So konnte einer der ehemaligen Auszubildenden innerhalb von zwei Jahren sich für die Stelle des Fuhrparkleiters empfehlen und trägt mittlerweile Verantwortung für 35 Mitarbeiter. Die Geschäftsführer, die sich einerseits über eine schwindende Anzahl von Facharbeitern beklagen, andererseits Auszubildende nur als überproportionalen Kostenfaktor betrachten,
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kann Klaus Müller nicht verstehen. Auch seine Haltung älteren Stellenbewerbern als wertvollen Know-how Trägern selbstverständlich gleiche Chancen bei Stellenbesetzungen einzuräumen, wurde gerade von Peter Pilger (Biebertal) als langjährigem Kreistagsabgeordneten und Vertreter des DGB Mittelhessen sehr begrüßt.

Die im Industriegebiet Buseck ansässige ZR ZAUG Recycling GmbH, die im Dezember 1999 gegründet wurde, zählt Anfang 2011 fast 130 Menschen der Region zu ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit einer jährlichen Lohnsumme von über drei Millionen Euro und einem Gesamtumsatz von fast 14 Millionen Euro stellt das Unternehmen, bei dem der Mehrheitsgesellschafter Landkreis Gießen heißt, einen nicht unerheblichen Wirtschaftsfaktor der Region dar. Die ZR verwertet Holz, Grünschnitt, Bauschutt, Restmüll, Sperrmüll und Elektronikschrott aus dem privaten und gewerblichen Bereich, organisiert und optimiert die Verwertung und Entsorgung von Gewerbe- und Industrieabfällen und unterhält die entsprechende Transportlogistik. Am Gießener Standort betreibt die ZR das Abfallwirtschaftszentrum Gießen, eine Umladestation für Abfälle und eine Sortieranlage für Gewerbeabfälle.

Während der Betriebsbesichtigung wurde den Besuchern die neu installierte Kondensationsanlage mit einem Investitionsvolumen von über einer halben Million Euro vorgestellt, die die in der Isolierung gebundenen umweltschädlichen Gasanteile zurückgewinnt. Vielen ist nicht klar, dass der Kältemittelanteil des Kühlkreislaufes z.B. eines haushaltsüblichen Kühlschranks nur etwa 1/3 der Gesamtmenge ausmacht. Die verbleibenden 2/3 des Kältemittels sind in den Mikroporen der Isolierung enthalten, führte der Geschäftsführer aus.

Das Recycling- und Entsorgungsunternehmen ZR ist nach Entsorgungsfachbetriebe-Verordnung (EfbV) zertifiziert. Das Tochterunternehmen ZR Holzrecycling ist an zwei Standorten in Stadt- und Landkreis Gießen im Bereich der Altholz- und Grünabfallverwertung tätig.

Der Wettenberger Bürgermeister und Kreistagsabgeordnete Thomas Brunner lobte das hohe Engagement von Geschäftsführer Müller. Ihm sei es in den letzten Jahren gelungen, das Unternehmen technologisch weiterzuentwickeln, aber auch die Anzahl der Beschäftigten und den Umsatz zu erhöhen.
Gerhard Schmidt (Wettenberg) als langjähriges Mitglied im Kreistag hob die Impulse für die Fortentwicklung der Kreisabfallwirtschaft aus dem „Gleiberger Land“ hervor. Dazu zählt u.a. das sog. „Wettenberger Modell“ zur Mengen- und Gebührenreduzierung im Abfallbereich zusammen mit dem Landkreis Gießen. Dadurch sei es möglich gewesen, die Gebühren für die Bürger maßgeblich zu senken. Auch die ersten „Wertstoffhöfe“ in kommunaler Regie entstanden im Westkreis.

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von:  Thomas Brunner

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