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NABU lädt zu Vortrag ein: Artenvielfalt in Bergbaulandschaften

Kraniche.
Kraniche.
Wettenberg | Neues Leben im Tagebau: Eine völlig neu geborene Landschaft - seit dem Ende der Eiszeit gab es dies in Deutschland nicht mehr. Erst der Braunkohletagebau veränderte die Erdoberfläche wieder radikal. Ein Vortrag des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) informiert über die Risiken und Chancen dieser Umgestaltung für die Natur.

Auf Einladung der NABU-Gruppen von Wettenberg, Heuchelheim und Rodheim - Bieber berichtet Projektleiter Dr. Stefan Röhrscheid am Mittwoch, 26. November, ab 20 Uhr im Holz + Technik Museum, Im Schacht 6, 35435 Wettenberg, OT Wißmar, über das Naturschutzprojekt "Naturparadies Grünhaus", das die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe in den stillgelegten Tagebauen bei Finsterwalde aufbaut. Auf rund 20 Quadratkilometern im NABU-Besitz darf sich die Natur weitgehend ungestört entwickeln, brüten schon heute Wiedehopf und Kranich, jagen Seeadler und Rohrweihe. Der eintrittsfreie Vortragsabend ist für alle Naturinteressierten offen, Spenden sind gerne gesehen.

Durch die Suche nach dem Energieträger Braunkohle wurden in der Lausitz und in Mitteldeutschland ganze Kulturlandschaften in riesigen
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Tagebauen abgebaggert. Seitdem die Kohlebagger abgezogen sind, entstehen Seen, Wälder, Wiesen und Äcker mit völlig neuen landschaftsökologischen Eigenschaften. Vor allem auch für die Natur besitzen die stillgelegten Tagebaue einen herausragenden Wert. Viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten haben in ihnen einen wertvollen Rückzugs- und Entwicklungsraum gefunden. Stillgelegte Tagebaue zählen heute zu den wertvollsten Naturschutzflächen Deutschlands und damit zu unserem nationalen Naturerbe.

Einen ersten guten Einblick in das „Naturparadies Grünhaus“ mit seiner Tier- und Pflanzenwelt gibt die 22-seitige Broschüre "Streifzug durch das Naturparadies Grünhaus", die kostenlos bei der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe, Tel.-Nr. 030 - 284 984 1800 oder per Mail unter naturerbe@nabu.de angefordert werden kann.
Mehr Infos gibt es auch im Internet unter www.naturerbe.de.

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