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Wettenberg neu sehen - Subjektive Fotografie

Wettenberg | Der Titel der neuen Ausstellung im KuKuK bezieht sich auf eine Richtung der künstlerischen Fotografie, die unter dem Einfluss der modernen Kunst nach dem 2. Weltkrieg entstand und von da an die Fotografie beeinflusst hat. Sie verstand sich als eine Bewegung, die subjektive Bildvorstellung realisieren wollte, indem sie sich von der Darstellung der Wirklichkeit abwandte.
Hierdurch entsteht ein scheinbarer Widerspruch, der sich im Thema „subjektive Fotografie am Beispiel Wettenberg“ versteckt, denn in der KuKuK-Variante der subjektiven Fotografie bleibt der Bezug zur Realität erhalten. Alle Bilder zeigen in subjektiv- künstlerischer Sichtweise Ansichten von Wettenberg und über Wettenberg.
Man kann mit ganz verschiedenen Absichten fotografieren: sich erinnern, sichtbar machen, beschönigen, entlarven, kritisieren, idealisieren, dokumentieren. Bei dem der Ausstellung vorangegangen Workshop wurde jedoch festgelegt, „subjektive Fotografie“ einseitig zu betreiben, in dem alle Motive aus Wettenberg stammen mussten. Doch die Burg Gleiberg, wie sie als Postkarte sowie in zahlreichen Gemälden zu sehen ist, wird nur in sehr wenigen Arbeiten abgebildet, und wenn, dann in wirklich subjektiver Sichtweise, wie auf Plakat und Einladung zur Ausstellung erkennbar wird.
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Subjektive Fotografie bedeutet eine besondere und bewusste Betonung des eigenen persönlichen Blickes. Wer subjektive Fotografie ausübt, kann diesen persönlichen Blick verfeinern und die persönliche Wahrnehmung erweitern. Das gelingt am besten, wenn man sich der fotoästhetischen Mittel bewusst ist, so wie man sich als Maler der künstlerischen Mittel in Darstellung, Gestaltung und Ausdruck bewusst sein sollte, wenn man die Kunst reflektiert betreiben will. Wer in diesem Sinne bewusst Bilder macht, sieht mehr und anders als vorher. Er nimmt auch die Wirklichkeit anders wahr.
Aus über 150 der besten Aufnahmen von den beteiligten 11 KuKuK-Mitgliedern werden knapp 60 in der neuen Ausstellung als großformatige Bilder zu sehen sein und den Besuchern einen völlig neuen Eindruck von Wettenberg bieten.
Das Wiedererkennen von Motiven gehört mit zum Reiz der hier ausgestellten Bilder. Wer die Motive nicht kennt und wieder erkennt, dem wird vor allem die andere Seite der Werke bewusst: die subjektiv-künstlerische Bildsprache.
Vernissage ist am 9. April um 19.30 Uhr mit einer Einführung durch Prof. Dr. Johannes Eucker und einer Musikdarbietung der KuKuK-Gruppe Collegium CuCuColorum. Die Ausstellung ist samstags und an Sonn- und Feiertagen von 15.00 – 18.00 Uhr in der Kunst- und Kulturhalle Goethestr. 4b in Wißmar bei freiem Eintritt geöffnet.

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von:  KuKuK Wettenberg

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Interessensgebiet: Wettenberg
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