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Viele "Behausungen" im Kukuk in Wettenberg

Ackermann
Ackermann
Wettenberg | Bei dieser Ausstellung ist neben den beiden Kukuk-Mitgliedern Cornelia Hollaender und Michael Ackermann ein Gast aus Frankfurt am Main dabei. Der Kunsthistoriker Robert Mondani arbeitet als Künstler im KUNST RAUM MATO in Offenbach. Mit seinen Arbeiten gibt er der Ausstellung auch den Titel "Behausungen". "Behausungen" heißt, dass in der Ausstellung zurückgewiesen wird, bis auf Urformen des Lebens in selbst errichteten Gebäuden. Die Arbeiten bewegen sich in der Spannweite von Speicher und Hütte, Burg und Kirche, Kathedrale und Turm, Baracke und Barockfassade, vom Wohnhaus bis zur Fabrik.

Robert Mondanis zeigt Wand- und Raumobjekte aus Asche und Erde, aufgebracht auf Holzkörpern – die zu skulpturalen und bildhaften Objekten im Raum werden.

Objekte und Materialien machen aufmerksam auf Zerfallsprozesse, Transformationen und Zeitverläufe. Gewesenes, wie etwa die Existenz eines gefällten und verbrannten Baumes oder die verwitterte Silhouette einer untergegangenen Landschaft. Ehemalige Naturformen werden durch die Kunst in neue Formen überführt. Es werden architektonische Arbeiten präsentiert, deren Öffnungen Räume erschließen, die mit dem Blau von Samt und Seide den Betrachter zu einem Dialog anregen. Ein verborgenes Blau drängt sich von dort dem Betrachter entgegen oder zieht sich ins Dunkle des Innenraumes zurück.

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Cornelia Hollaender beschäftigt sich erstmals mit der Auswertung einer reichhaltigen Sammlung von eigenen Fotografien. Sie zeigt in dieser Ausstellung Arbeiten, die digital bearbeitet sind. Die Herkunft der Fotografien ist sehr unterschiedlich, ihr Spektrum reicht von Ställen bis zu Palästen. Durch farbliche Minimalisierung, Betonung der Kontraste und die Wahl des Ausschnitts rücken die grafischen Strukturen der Bilder in den Vordergrund. Das Interesse gilt dem architektonischen Gerüst von unterschiedlichen »Behausungen« beziehungsweise deren Details. Farbfotografien verwandeln sich in monochrome Bilder mit der Patina alter Fotos.

Michael Ackermann greift in der Ausstellung auf Vor-Ort-Skizzen zurück, die von der Industriekultur bis zu »typischen« Architektursprachen erzählen. Andere Zeichnungen variieren dann die Motive der Reiseskizzen in Größe und Ausschnitt oder zielen auf die Synthese von Grundformen. Erzählt wird bei den »Behausungen« von den Alltagskulturen an den Fischer-Stränden des Südens oder Nordens – aber auch von der direkten mittelhessischen Umgebung. Ein Teil der zeichnerischen Arbeiten ist großformatig ausgeführt, manche sind koloriert und/oder collagiert, die zeichnerische Struktur bleibt das prägende ästhetische Element.

Hollaender
Hollaender
Robert Mondani wurde 1953 im Rheingau geboren. Nach einem späten Studium lebt und arbeitet er heute in Frankfurt und Offenbach als Künstler (im KUNST RAUM MATO) und Kunstvermittler (am Städel). Regelmäßige Ausstellungen seit 1990.

Cornelia Hollaender (geb. 1945) und Michael Ackermann (geb. 1953) lernten sich 1985 beim Malunterricht bei Harald Jacob (Städel-Absolvent) in der Provence kennen. Seit 1997 Teilnahme an der »Sommer-Akademie« in Marburg. – Beide experimentieren seit Jahren mit den unterschiedlichsten Materialien und Techniken. Die Künstlerin Cornelia Hollaender arbeitet mit Aquarell/Aquarellkreide, Acryl; Mischtechniken; Collagen; Materialbilder (Sand, Erdpigmente) und vor allem Assemblagen. Michael Ackermann dagegen mit Pastell; Gips-Druck plus Ölpastelle; Acryl; Zeichnungen mit Kohle, Blei, Kreiden und Öl; Tusche; Collagen und Mischtechniken u. a. mit Asche. – Gemeinsame Malstudien-Aufenthalte in Lanzarote, Cabo de Gata, Provence, Roussillon, Algarve, Cinque Terre, Pfalz, Franken, Marokko, Usedom, Sizilien – teilweise mit Ursula Strozyinski (freie Künstlerin in Berlin). – Seit 2000 gibt es regelmäßig Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen. –Seit 2006 ein gemeinsames Atelier in Wettenberg.

Die Ausstellung eröffnet am 13. März um 17:30 Uhr in der bis zum 05.04. bewundern. Geöffnet ist Samstags und an Sonn- und Feiertagen von 15.00 - 18.00 Uhr.

Ackermann
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Mondani
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