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Das Krisenjahr 2009 war für die Sparkasse Wetzlar ein gutes Jahr

Sehr zufrieden mit 2009: Dieter Berghäuser, Klaus-Jörg Mulfinger und Norbert Spory (von links).
Sehr zufrieden mit 2009: Dieter Berghäuser, Klaus-Jörg Mulfinger und Norbert Spory (von links).
Wettenberg | "Die Sparkasse Wetzlar ist viel besser durch das Krisenjahr 2009 gekommen, als wir es vorher erwartet hatten", freute sich der Vorstandsvorsitzende Klaus-Jörg Mulfinger bei der Bilanzpressekonferenz am Dienstag. Dies sei jedoch vor dem Hintergrund zu sehen, dass man sich zeitweise auf ein wesentliches schlechteres Jahr eingestellt habe und man mehr für die Risikovorsorge vorgesehen hatte, als letzten Endes gebraucht wurde. Von einem "Rekordjahr" könne also nicht die Rede sein, wie auch Vorstandsmitglied Norbert Spory betonte. Dennoch: Mit einer stabil gebliebenen Bilanzsumme von 2,034 Millionen Euro und einer Steigerung des Bilanzgewinnes um mehr als zehn Prozent auf über vier Millionen Euro war 2009 eines der fünf besten Jahre seit Bestehen der Sparkasse Wetzlar. Ob 2010 ein ebenso gutes Jahr werden wird, darüber konnte und wollte Mulfinger noch keine Auskunft geben. "Wir sind zufrieden, wenn 2010 ein normales Jahr wird".
Das sehr gute Provisionsergebnis des Vorjahres konnte nahezu gehalten werden und liegt bei 14,5 Millionen Euro. Trotz höherer Personalkosten durch Tarifsteigerungen und planmäßig vorgenommene
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Investitionen in den Ausbau der Filialstandorte sowie das Angebot von 20 weiteren Ausbildungsplätzen wurden durch Einsparungen an anderer Stelle kompensiert. Der ordentliche Aufwand stieg um 400.000 auf 44 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis vor Risikobewertung verbesserte sich um 400.000 auf 18,9 Millionen Euro - "darauf sind wir richtig stolz", betonte Mulfinger. Per saldo erwartet die Sparkasse Wetzlar einen Jahresüberschuss von rund 4,03 Millionen Euro (ein Plus von 400.000 Euro), der zur Stärkung des Eigenkapitals verwendet werden soll.
Eines der Hauptgeschäftsfelder der Sparkasse war 2009 das Kreditgeschäft. Es konnten neue Darlehen von rund 210 Millionen Euro bewilligt werden, wie Vorstandsmitglied Dieter Berghäuser darlegte. Das entspricht einem Plus von rund vier Millionen Euro. Firmen- und Privatkunden hielten sich dabei die Waage. Insgesamt wurden rund 4000 Einzelbewilligungen von Darlehen vorgenommen - eine Steigerung von über zehn Prozent. Berghäuser betonte, dass die Sparkasse Wetzlar auf Grund ihrer auskömmlichen Eigenkapital- und Liquiditätssituation noch deutlich mehr Kreditwünsche hätte erfüllen können. Von einer "Kreditklemme" könne im heimischen Raum also nicht die Rede sein. Die kundenbezogenen Bonitätsprüfungen seien im Vergleich zu früheren Prüfungen darüber hinaus nicht verschärft worden. Investitionswillen sehe man vor allem im Baubereich: Gerade im Bereich energetisches Bauen und Sanieren werde viel investiert. Allein 72 Photovoltaikanlagen seien 2010 im Geschäftsbereich realisiert worden mit einem Volumen von rund 3,6 Millionen Euro. Bei der Sparkasse Wetzlar würden die dem Geldinstitut anvertrauten Einlagen somit fast vollständig zurück in die Region investiert, was die heimische Wirtschaft fördere und Arbeitsplätze sichere. Anders als die großen ausländischen Banken sei man auf die Region beschränkt. "Wenn es der Region gut geht, geht es uns auch gut", erklärte Norbert Spory - ein Grund für die Sparkasse und die zugehörige Stiftung, lokale Vereine und soziale oder karitative Einrichtungen 2009 mit 750.000 Euro zu unterstützen. Dabei wurde das Volumen der Stiftung um rund 250.000 auf rund 2,35 Millionen Euro aufgestockt.
Die Sparkasse Wetzlar betreibt in ihrem Geschäftsgebiet, zu dem auch die Gemeinde Wettenberg, Biebertal und Lahnau gehören, 46 Filialen mit insgesamt 655 Mitarbeitern. Derzeit hat die Sparkasse 67 Auszubildende; im Sommer werden 19 weitere dazukommen.

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von:  Sabine Glinke

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Interessensgebiet: Wettenberg
Sabine Glinke
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