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Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien vom 14. - 20.02.10

Wettenberg | Die schlimmsten Verletzungen fügen Drogen Menschen zu, die selbst keine Drogen nehmen: Es sind die Kinder von Alkoholkranken oder anderen Süchtigen.
Da eine Suchterkrankung noch immer eine Krankheit ist über die man nicht spricht und als Schwäche, Versagen oder gar Schande angesehen wird, ist es für alle Beteiligten schwer, ein Suchtproblem einzugestehen. Die Bemühungen aller Familienmitglieder zielen lange Zeit darauf ab, nach außen den Eindruck einer heilen Welt zu vermitteln.
Die oberste Regel lautet: Niemand soll merken was bei uns los ist.
Die Kinder und Jugendlichen suchtkranker Eltern oder eines Elternteils sind während der Kindheit und Jugend häufig durch Hyperaktivität und Aggressivität, durch Angstsymptome, gestörtes Essverhalten, depressive Symptome, durch Defizite in der schulischen Leistung und durch starke innerfamiliäre Konflikterfahrung gekennzeichnet.
-Es gibt in Deutschland ca. 2,65 Millionen Kinder, die mit suchtkranken Eltern aufwachsen. Jedes sechste Kind ist betroffen.
-In einer Schulklasse mit 25 Schülern haben etwa drei bis vier Schüler einen alkoholkranken Elternteil
-Diese Kinder sind die größte bekannte Risikogruppe für eine Suchterkrankung, mehr als 30% der Kinder aus suchtbelasteten Familien werden selbst suchtkrank – meistens sehr früh in Ihrem Leben.
Mehr über...
Die Selbsthilfegruppe "Guttempler Wettenberg" unterstützt die erste deutsche Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien und bittet alle Leser die beruflich oder privat mit Kindern oder Familien zu tun haben:
-Informieren Sie sich über die Problematik von Kindern suchtkranker Eltern, z. B. auf den Websites www.nacoa.de oder www.wet-marburg.de (Wenn Eltern trinken, Marburg).
-Bringen Sie in ihrem Umfeld bei Kollegen oder Freunden das Thema der Kinder suchtkranker Eltern, die „vergessenen Kinder“ zur Sprache.
-Empfehlen Sie die genannten Internet-Adressen weiter.
-Stellen Sie Überlegungen an, was Sie in Ihrem Wirkungskreis für diese Kinder anbieten können.
Denn die gute Nachricht ist: Kinder suchtkranker Eltern haben Chancen auf eine gesunde Entwicklung, wenn sie in ihrer Lebenswelt von fürsorglichen Erwachsenen Unterstützung erhalten. Helfen Sie mit, dass Kinder und Jugendliche folgende Botschaften erhalten:
- Sucht ist eine Krankheit.
- Du bist nicht schuld an der Sucht.
- Such Dir erwachsene Vertrauenspersonen, mit denen Du reden kannst.
Diese einfachen Botschaften geben Kindern suchtkranker Eltern Hoffnung und können ihr Leben positiv beeinflussen. Ein Hilfsmittel für betroffene Kinder ist die Internetseite www.traudich.nacoa.de. (für Kinder ab 12 Jahren).
Für Unterstützung und Hilfe stehen Ihnen die Mitarbeiter der Suchtberatungsstellen, z.B. der Diakonie Gießen, oder die ehrenamtlichen Suchtkrankenhelfer der Guttempler Wettenberg gerne zur Verfügung. Weitere Informationen sind unter www.guttempler-wettenberg.de zu finden, die Mail-Adresse ist: info@guttempler-wettenberg.de.

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von:  Andreas Semmler

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