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Lebendige Geschichte auf der Burg Gleiberg

Wettenberg | Mehr als 60 Gruppen, Vereine, Händler, Handwerker, Ritterschafften und andere Mitwirkende haben am Wochenende in Krofdorf-Gleiberg das Gleibergfest gestaltet. Die Besucher der Veranstaltung konnten auf der Burg und im alten Gleiberger Ortskern auf eine Zeitreise durch die Jahrhunderte gehen. Neben der Präsentation einer lebendigen Dorfgemeinschaft konnten sie Speisen nach historischen Rezepturen genießen, alte Handwerkskunst bestaunen und Tanz-, Kampf-, Theater- und Filmvorführungen erleben. Litt die Eröffnungsveranstaltung am Freitag, das Mundart-Konzert mit der Gruppe „Kork“, leider unter starkem Regenschauer und musste beinahe abgesagt werden, verschwanden am Samstag nach zwei heftigen Regengüssen die dunklen Wolken über der Burg. Am Sonntag blieb die Festveranstaltung regenfrei und immer mehr (auch kostümierte) Besucher zogen zu dem Fest.
Auf den Straßen hatten Ortsvereine, Interessensverbände, Kirchengemeinden und Kindgärten ihre Stände errichtet und zeigten ihr Dorfleben einst und heute.
In einer Spinnstube wurde fleißig gesponnen, an einer Gutenbergpresse wurde gedruckt, die Deutsch-Französische Gesellschaft bot in ihrer Taverne erlesene Weine an, die Fotofreunde Krofdorf-Gleiberg hatten zu einer Ausstellung geladen.
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Frisch gepresster Apfelwein wurde ausgeschenkt und wer Hunger hatte, konnte ihn mit Bratwurst, Fettebrot, Waffeln oder Wildwurst stillen. Man konnte sich über mittelalterliche Buchkunst informieren, einiges über die vom Aussterben bedrohte Rasse des Höhenviehs, über Natur, das Jagdwesen und die Bienenaufzucht erfahren und zusehen, wie man mit Bienenwachs Kerzen zieht oder ohne Feuerzeug und Streichholz Feuer macht.
Auf dem zu einem Marktplatz umgestalteten Burghof waren Gaukler, Jongleure, Magier, Nachtwächter und Feuerspucker tätig. Ritter, Burgfrauen und deren Gesindel zelebrierten mittelalterliches Leben. Eine Runen-Leserin gab Auskunft über die Symbolik der Zeichen. Es wurde gekocht, getanzt, geschmiedet und gekämpft wie im Mittelalter, und Händler nutzten das Forum, um „zeittypische“ Waren wie Leder- und Glaswaren, Seifen, Liköre, Elixiere, Sinnlichter und Trinkhörner anzubieten.
An vielen Orten wurde musiziert. Jagdhörner erschallten, Blockföten und Geigenmusik war zu hören, die Gruppen „Liudon Incorruptus“ und “Brummkopf" spielten mittelalterliche Marktmusik. Am Sonntagnachmittag sangen beim "Festival der Stimmen" Wettenberger Chöre zum 130-jährigen Bestehen der Sängervereinigung Gleiberg.
Viele Besucher (und besonders deren Kinder) genossen die Veranstaltung nicht nur als passive Zuschauer, sondern wurden selbst aktiv. Sie nahmen an einer Kräuterwanderung teil, betätigten sich beim mittelalterlichen Mitmachtanz, schossen mit einer Armbrust, „nagelten“, übten sich im Axt- und Messerwerfen, bearbeiteten mit Hammer und Meisel Specksteine, drehten Hüpfseile oder versuchten sich im mittelalterlichen Schmiedehandwerk.
Das Gleibergfest findet alle fünf Jahre statt, in diesem Jahr passend zum 30-jährigen Jubiläum der Gemeinde Wettenberg. Die Einnahmen dienen der Erhaltung der Burg als Wahrzeichen des Gleiberger Landes. Eine „große Vielfalt“ und „hochklassige Beiträge“ hatte der Vorsitzende des Wettenberger Organisationsteams, Oliver Wegener, vergangene Woche auf einem Pressegespräch zum Fest versprochen und damit den Mund nicht zu voll genommen.

Kommentare zum Beitrag

Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 07.09.2009 um 13:51 Uhr
Wundert Sie das? Wir haben doch nur fitte Leute im Redaktionsteam :-)
Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 07.09.2009 um 19:33 Uhr
Wäre auch schlimm, wenn man das Staunen verlernt.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Tomas Schrewe

von:  Tomas Schrewe

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Interessensgebiet: Gießen
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