Bürgerreporter berichten aus: Wettenberg | Überall | Ort wählen...

SPD-Landtagsabgeordneter Gerhard Merz setzt Reihe der Bürgermeistergespräche in Wettenberg fort

Wettenberg | „Die von der Landesregierung geplante Aussetzung der Programme zur Dorferneuerung und zur Einfachen Stadterneuerung werden für eine ganze Reihe von Kommunen im heimischen Raum zu erheblichen Problemen bei der Gestaltung ihrer Dorf- und Stadtkerne führen. Gerade diese Anstrengungen sind aber für die Gestaltung des demografischen Wandels in den Kommunen im Umfeld des Oberzentrums Gießen und in den ländlichen Räumen insgesamt unerlässlich. Attraktive, lebenswerte Wohn- und Wohnumfeldbedingungen in den Dörfern binden die Bevölkerung und ziehen neue Bewohnerinnen und Bewohner an. Damit wird der mancherorts bereits zu beobachtenden Verödung von Dörfern entgegen gewirkt. Gleichzeitig sind die Programme Dorferneuerung und Einfache Stadterneuerung seit vielen Jahren nachhaltig wirkende Konjunkturprogramme, die gerade dem ortsansässigen Handwerk und Gewerbe zugute kommen. Auch damit tragen sie zur Strukturverbesserung in diesen Räumen bei“, erklärte Merz im Anschluss an ein Informationsgespräch dieser Tage mit dem Wettenberger Bürgermeister Gerhard Schmidt, mit dem Merz die Reihe der Bürgermeistergespräche in seinem Landtagswahlkreis fortsetzte. An dem zweistündigen Meinungsaustausch auf Burg Gleiberg nahm auch Schmidts designierter Nachfolger Thomas Brunner teil.
Mehr über...
Der Autor hat diesem Beitrag leider keine Tags (Stichwörter) zugeordnet!
Beide betonten aus ihrer Sicht die Bedeutung der Programme für Wettenberg. In den vergangenen Jahren bis zum Abschluss der Einfachen Stadterneuerung in Krofdorf wurden insgesamt 190 Maßnahmen durchgeführt. Allein die Investitionen aus den privaten Maßnahmen betrugen rund 11,8 Millionen Euro, bei bewilligten Landeszuschüssen von 3,3 Millionen Euro. Im Bereich des Förderschwerpunktes „Alter Ortskern Gleiberg“ sind zwischen 2005 bis 2008 25 Maßnahmen mit einer Investitionssumme von 1,8 Millionen Euro. Die ausgezahlten Zuschüsse aus Landes- und Gemeindemitteln betrugen 750.000 Euro. Für 2009 ist bisher leider noch keine Bewilligung erfolgt. Nach Aussagen aus dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung ist erst im Oktober 2009 mit einem Bescheid zu rechnen. Dies bedeutet, dass zahlreiche für dieses Jahr angemeldete Maßnahmen in 2009 nicht mehr zur Ausführung kommen. Es sollte dabei nicht unerwähnt bleiben, so Gerhard Schmidt, dass die Städte und Gemeinden neben der Landesförderung sich mit eigenen gemeindliche Finanzmitteln von 30 Prozent beteiligen.
Merz sagte den beiden Wettenberger Kommunalpolitikern Unterstützung beim Kampf um den Erhalt der Programme zu. Diese seien unverzichtbarer Bestandteil der Bemühungen gewesen, die Ortsteile der Gemeinde Wettenberg zukunftstüchtig zu machen. Die Stärkung der Ortskerne, die familienfreundliche Gestaltung des Lebensumfelds für Familien mit Kindern wie für ältere und pflegebedürftige Menschen und die Pflege des örtlichen Gemeinschaftslebens seien ebenso Bestandteil wie die nachhaltige ökologische Entwicklung. „In all diesen Feldern habe ich Wettenberg unter der Führung von Gerhard Schmidt immer als vorbildlich erlebt. Ich bin sicher, dass dieser erfolgreiche Weg auch von Thomas Brunner fortgeführt werden wird“, erklärte Merz.
Angesprochen wurde auch der Bereich der Kinderbetreuung. In Wettenberg habe man schon vor der Veränderung der Landesverordnung über die Mindestvoraussetzungen für den Betrieb von Kindertagesstätten eine besseren Personalschlüssel gehabt als vorgeschrieben, da schon lange klar sei, dass mit dem seitherigen Schlüsseln von 1,5 Fachkräften/Gruppe den gestiegenen Anforderungen nicht Rechnung getragen werden könne. Man erwarte nunmehr, dass das Land sich an seine Zusagen halte und den Kommunen die aus der Veränderung resultierenden Mehrkosten schnell und vollständig erstatte. Merz, in der SPD-Landtagsfraktion für den Bereich Kinderbetreuung zuständiger Fachsprecher, wies auf das wiederholte Insistieren seiner Fraktion in dieser Frage hin. „Wir werden da nicht locker lassen und darauf achten, dass gemachte Zusagen peinlich genau eingehalten werden.“

Kommentare zum Beitrag

Leider gibt es noch keine Kommentare zu diesem Artikel.
Schreiben Sie doch den ersten!

Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) von Amtswegen

von:  von Amtswegen

offline
Interessensgebiet: Gießen
13.927
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Rentenversicherer muss Hinterbliebenenrente nachzahlen Bei eingetragenen Lebenspartnerschaften konkrete Hinweispflicht auf neue Rechtslage
Das Sozialgericht Gießen hat jetzt der Klage einer 58jährigen Frau...
Kriminalpolizei bittet um Hinweise: Wer erkennt die Männer im Mercedes?
Mit dem Bild aus einer Geschwindigkeitsüberwachungsanlage bittet die...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.