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Revierförster Hans-Joachim Leicht verabschiedet

Leicht (r.) mit Forstdirektor Voll (m.) und Ehefrau
Leicht (r.) mit Forstdirektor Voll (m.) und Ehefrau
Wettenberg | Vor zahlreichen geladenen Gästen ist der 65-jährige Hans-Joachim Leicht am Freitag nach 28 Jahren als Revierförster von Wettenberg verabschiedet worden. Leicht, selbst Vater von zwei Töchtern, sprach jedoch von „gutem Timing“, da er nun mehr Zeit habe, sich um seine zwei und den mit Freude erwarteten dritten Enkel zu kümmern. Die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand überreichte Forstdirektor Harald Voll. Musikalisch begleitet wurde die Feier im Holztechnikmuseum Wißmar vom Bläserchor des Jagdvereins Hubertus aus Gießen. Zudem überreichte Wettenbergs Bürgermeister Gerhard Schmidt Leicht die silberne Ehrennadel der Gemeinde und bedankte sich für das stete Engagement über all die Jahre.
In Krofdorf geboren und aufgewachsen, hatte der Wald für Leicht schon immer einen hohen Stellenwert. Schon in seiner Jugend verbrachte er viel Zeit im heimischen Forst und so war es ihm schon damals ein „Herzenswunsch“, seinem Hobby auch beruflich nachzugehen. Seine Ausbildung begann er 1962 im Forstamt Haiger, es folgten weitere Stationen in Schotten, Hanau, Bad Homburg und Krofdorf. Dazwischen leistete er zwei Jahre
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Dienst bei der Bundeswehr und schloss seine Ausbildung mit der Forstamtsprüfung in Hanau ab. Als Büroleiter in Babenhausen zog es ihn nach einem Jahr zurück in die Heimat. In der Gießener Forsteinrichtungsanstalt ging er zehn Jahre wissenschaftlichen Untersuchungen des Waldwachstums nach, bevor er 1981 schließlich die Stelle als Revierförsters seines Heimatforsts übernahm und diese bis zu seiner Pensionierung inne hatte.
Mit fünf Mitarbeitern kümmerte sich Leicht um 1650 Hektar Fläche. Zu seiner größten Errungenschaft gehört die Gewässerrenaturierung im Fohnbachtal. So wurden erfolgreich ursprüngliche Tier- und Pflanzenarten wieder angesiedelt, eine ökologisch durchgängige Bewässerung ermöglicht und die Ufer naturnah gestaltet. Diese Maßnahme bescherte Leicht zudem einen Besuch des damaligen hessischen Ministers für Landentwicklung, Jörg Jordan. Von der Idee begeistert, verordnete dieser allen Förstern Hessens, mindestens einen Bach ähnlich zu gestalten. Einen weiteren Erfolg erzielte Leicht, als Wettenberg 2008 den Bundesumweltpreis erhielt und zudem Umwelthauptstadt Deutschlands wurde.
Sein Engagement für die Umwelt zeigt sich auch außerhalb seines Berufs. Durch zahllose Ehrenämter wird Leicht auch nach seiner Pensionierung stets
Leicht (l.) mit Bläserchor
Leicht (l.) mit Bläserchor
Beschäftigung finden. 24 Jahre etwa erstellte er Wetteraufzeichnungen für den Deutschen Wetterdienst. 20 Jahre war er für die Prüfungskommission für Staatsexamen der Förster tätig. Er ist unter anderem Mitglied des Jagdbeirates im Landkreis Gießen, Schwarzwildbeauftragter im Gleiberger Land und zweiter Vorsitzender des Fördervereins für Vogelschutz und Natur Krofdorf-Gleiberg. Doch besonders am Herz liegt ihm die Arbeit am Holztechnikmuseum in Wißmar, wo er noch immer für die Forstausstellung und für Führungen rund um den Forst zuständig ist.
Bei seiner Verabschiedung wussten Freunde und Weggefährten nur Gutes über den Förster zu berichten. Besonders gelobt wurde seine „Aufgeschlossenheit für neue Dinge“ und seine „enormen Orts- und Geschichtskenntnisse, die er stets beruflich und ehrenamtlich einbrachte“.
Pläne für die kommenden Jahre hat Leicht auch schon. Neben seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten und seiner Familie will er verstärkt seinem Hobby Tennis nachgehen und zudem viel reisen.

Leicht (r.) mit Forstdirektor Voll (m.) und Ehefrau
Leicht (r.) mit... 
Leicht (l.) mit Bläserchor
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Bläserchor Hubertus
Bläserchor Hubertus 
Bürgermeister Schmidt (r.)  überreicht silberne Nadel
Bürgermeister Schmidt... 
Gäste der Verabschiedung
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von:  Moritz Zamzow

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Interessensgebiet: Gießen
Moritz Zamzow
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