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"Dreiklang" soll den Wettenberger Kreisel zieren

Bildmontage: GZ, Fotos: GZ/Werner Lotz
Bildmontage: GZ, Fotos: GZ/Werner Lotz
Wettenberg | Eine rege Diskussion ist kürzlich auf der Internetseite der GZ entbrannt, als wir auf Anregung unserer Bürgerreporter Albert Pollack und Werner Lotz darum gebeten hatten, uns die hässlichsten Kreisel im Kreisgebiet zu zeigen. Zwar haben wir nicht viele Bilder von Kreiseln bekommen, jedoch löste das Thema umfassende Diskussionen aus. Kritisiert wurde auch der Kreisel im Gewerbepark Ost an der Landesstraße 3093 zwischen Launsbach und Krofdorf. 1995 wegen zweier tödlicher Unfälle an der Kreuzung vom Land Hessen als zweiter Kreisel in der ganzen Region errichtet, wurde er zunächst mit Rosen bepflanzt. Mittlerweile fristet der Kreisverkehr ein Dasein als "überwuchterter Maulwurfshügel" wie Bürgerreporter Christian Hasselbach-Weimer feststellte.
Auch dem Gemeindevorstand der Gemeinde Wettenberg, allen voran Bürgermeister Gerhard Schmidt (SPD) ist der hässliche Verkehrsknotenpunkt ein Dorn im Auge. Nur: Die Gemeinde hat wenig Handlungsspielraum, gehört der "Maulwurfshaufen" doch dem Land Hessen, vertreten durch das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) Schotten. Längst gibt es jedoch Entwürfe,
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wie man den kleinen "Schandfleck" hübscher gestalten könnte - und die sind sogar ziemlich konkret. Im Gespräch mit der GZ erläuterte Bürgermeister Gerhard Schmidt, was sich die Gemeinde für die Gestaltung vorstellt und wünscht. Am Mittwoch hat er einen Gesprächstermin mit einem Vertreter des ASV Schotten, bei dem über die Ideen beraten werden soll.
"Der Kreisel war ja zunächst hübsch gestaltet", wirft Schmidt ein. Die Rosen seien aber zu pflegeintensiv gewesen für die zuständige Straßenmeisterei in Alten-Buseck. So sei der Kreisel, der auch von Pike auf zu hoch angelegt wurde - "da fehlten die Erfahrungswerte, heute würde man den niedriger anlegen" - nach und nach überwuchert. Erst kürzlich sei er frisch gemulcht worden, um dem Unkraut Einhalt zu gebieten.
"2007 haben wir über das Mitteilungsblatt Vorschläge zur Gestaltung von Bürgern gesucht". Die Resonanz sei aber gering gewesen. Konkreter wurden die ersten Ideen, als von Seiten der Deutsch-Französischen Gesellschaft der Wunsch aufkam, man könne doch auf die Partnergemeinden Wettenbergs hinweisen. Erhard Waschke aus Wißmar, Mitglied des Kunst- und Kulturkreises (KuKuK) Wettenberg war es, der jenen Vorschlag einreichte, welcher von der Gemeindevertretung schließlich
berfürwortet wurde: Der "Dreiklang", eine metallskulptur, die, neben den drei Bergen des Gleiberger Landes - Gleiberg, Vetzberg, Dünsberg - über drei Strahlen auch die drei Ortsteile Wettenbergs und die drei Partnergemeinden symbolisieren soll, alles natürlich in den Farben Wettenbergs (rot, gelb, blau) gehalten. 2,50 Meter breit sein soll die Skulptur und in der Mitte des Kreisels stehen, umrahmt von Lavendel, Heckenkirsche, Schotter und fünf Reihen Basaltpflaster. Sogar beleuchtet werden kann die Skulptur, denn einen Stromanschluss gibt es im Kreisverkehr bereits. Bedenken, die Skulptur könne bei einem etwaigen Unfall Verkehrsteilnehmer gefährden, weißt der Bürgermeister von sich: "Anderswo stehen doch auch Steinmäuerchen und Findlinge auf den Kreiseln" und verweist auf Lahnau, Staufenberg und sogar einen Wettenberger Kreisel. Allerdings gebe es unterschiedliche Regeln für inner- und außerörtliche Kreisverkehre. Ob die Skulptur genehmigt wird, soll der Termin am Mittwoch zeigen. Wenn nicht, wolle man den Kreisel so gestalten wie jenen, der am Ortsausgang Krofdorf in Richtung Wißmar angelegt worden sei.
Fakt ist: In der Gemeinde ist bereits einiges geschehen, um den Kreisverkehr zu verschönern. Und auch die Ideen der Bürgerreporter, man solle die Vereine miteinbinden, sind bereits berücksichtigt worden. Jetzt muss das Ganz nur noch genehmigt werden.

Bildmontage: GZ, Fotos: GZ/Werner Lotz
Bildmontage: GZ, Fotos:... 
 

Kommentare zum Beitrag

Anastassija Wrshesnevska
632
Anastassija Wrshesnevska aus Hungen schrieb am 24.07.2009 um 16:55 Uhr
Eine schöne Skulptur!
Peter Herold
24.420
Peter Herold aus Gießen schrieb am 25.07.2009 um 14:05 Uhr
Habe allenfals wegen der Beleuchtung Bedenken, sonst sehr schöne Lösung.
Melanie Schneider
2.497
Melanie Schneider aus Gießen schrieb am 25.07.2009 um 18:28 Uhr
Diese Skulptur gefällt mir sehr gut an dieser Stelle. Macht sich gut dort....
Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 27.07.2009 um 10:35 Uhr
@Herr Herold: Im Kreisel liegt bereits ein Stromanschluss, daher kein Thema mit der Beleuchtung.
Peter Herold
24.420
Peter Herold aus Gießen schrieb am 27.07.2009 um 11:33 Uhr
Ich dachte eher an die Fahrer, die durch die beleuchtete Skultur abgelenkt werden könnten;-(
Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 27.07.2009 um 15:23 Uhr
Der Kreisel ist recht hoch, so dass ein Blendeffekt nicht eintreten dürfte. Außerdem ist die Kreuzung insgesamt gut beleuchtet.
Gabriele Glinke
25
Gabriele Glinke aus Wettenberg schrieb am 27.07.2009 um 15:44 Uhr
100% Sicherheit gibt es nie, Herr Herold. Was sich jetzt dort präsentiert ist ein riesiger, vergammelter Maulwurfshügel - einfach nur peinlich.
Peter Herold
24.420
Peter Herold aus Gießen schrieb am 27.07.2009 um 15:59 Uhr
Da sieht man mal wieder wie wir "hinters Licht" geführt werden. Sind Sie Schwester von Sabine? Wenn ja, dann herschen scheints in der Familie zwei gegensätzliche Meinungen. Wenn nein, dann stimmt vom vorherigen Satz nur die Fanmlie nicht ;-(
Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 28.07.2009 um 12:46 Uhr
Ich habe keine Schwester, Herr Herold :-). Ich frage mich nur, wo Sie aus den beiden Aussagen eine gegensätzliche Meinung lesen wollen - sind doch beide pro Kreiselgestaltung? Außerdem sollte ja generell auch eine konträre Meinung innerhalb einer Familie durchaus erlaubt sein ;-)
Peter Herold
24.420
Peter Herold aus Gießen schrieb am 28.07.2009 um 14:04 Uhr
Im Beitrag von Ihnen wird von Planung und Absichten gesprochen, während Frau Glinke Gabriele von einem riesigen, vergammelten Maulwurfshügel spricht.
Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 28.07.2009 um 15:06 Uhr
Der es ja nun einmal ist bislang. Siehe die ursprüngliche Diskussion mit dem Kommentar von Christian Hasselbach-Weimer. Denn die Planungen sind ja noch nicht genehmigt und wurden in der Vergangenheit bereits einmal abgewiesen, weswegen der Kreisel aktuell eben ausschaut wie ein Maulwurfshaufen. Ich fahre fast jeden Abend dran vorbei. Und ja: Ich finde den Kreisel auch hässlich :-)
Im Übrigen: In Beiträgen geben wir Journalisten keine Meinung kund, sondern nur Fakten. Unsere Meinungen finden sich wie bei allen anderen auf dieser Plattform auch nur in den Kommentaren.
Peter Herold
24.420
Peter Herold aus Gießen schrieb am 28.07.2009 um 18:03 Uhr
Das war für mich nicht so eindeutig erkennbar. Ich dachte Beiträge der g-z.de wären eindeutig als solcher erkennbar und die namentlich gezeichneten ehre Ausdruck oder meinung des Genanten.
Man(n) lernt halt nie aus im Leben ;-)
Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 28.07.2009 um 22:58 Uhr
Journalistische Beiträge sollten immer meinungsfrei sein und auf Fakten beruhen. Man trägt ja zusammen, was man über ein Thema findet, zitiert Quellen und bezieht sich auf diese.
Und nein, Namensartikel entsprechen nicht unbedingt der Meinung des Schreibenden, wenn es keine Kommentare sind. Neutralität ist gefragt in diesem Beruf. Wertungen können dann in den Kommentaren erfolgen. Ist übrigens bei allen anderen Zeitungen auch so, oder sollte zumindest so sein :-)
Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 29.07.2009 um 10:23 Uhr
Hallo Herr Pollack,
die Anfrage läuft, allerdings bislang ohne Antwort. Wir bleiben dran!
Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 29.07.2009 um 13:39 Uhr
Hmpf. Der Pressesprecher des ASV Schotten, den ich für die Recherche bräuchte, ist bis 11. August im Urlaub. Das Thema Kreisel Hungen muss daher leider noch etwas warten!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Sabine Glinke

von:  Sabine Glinke

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Interessensgebiet: Wettenberg
Sabine Glinke
5.280
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