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A pro pos Alte Haustierrassen

Wollschwein (Mangalitza; Gladbacher Hof 2008) - keine eierlegende Wollmilchsau!
Wollschwein (Mangalitza; Gladbacher Hof 2008) - keine eierlegende Wollmilchsau!
Wettenberg | Alte Haustierrassen sind:
- robust
- genügsam
- an die Anforderungen ihrer Landschaft angepasst
- deswegen eine genetische Ressource
- und nicht zuletzt ein erhaltenswertes Kulturgut, ebenso wie z. B. alte Landmaschinen, Butterfässer, Uromas Wäsche und Kleidertruhe, ....

Ihr Nachteil ist, dass sie nicht die gleiche Leistung bringen können, wie einseitig spezialisierte Rassen und daher in der "konventionellen" Landwirtschaft kaum gefragt sind und so z. T. an den Rande des Aussterbens gerieten. Das fängt beim Rindviech an, über Pferde, Esel, Schweine, Schafe, Ziegen bis hin zu Kaninchen, Geflügel, Hütehunden wie dem Westerwälder Kuhhund bis hin zur Dunklen Biene sind alle möglichen Tierarten vertreten.

Hier eine Auswahl an Fotos zu verschiedenen alten und "neuen" Rassen, die ich bislang so gesammelt habe.

In Hessen angestammte und bis heute erhaltene Rassen sind das Rhönschaf und das Rote Höhenvieh ("Vogelsberger Rind"). Sie werden von wenigen Haupterwerbsbetrieben, vielen Hobbyhaltern und in jedem Fall Idealisten ge-/erhalten und gezüchtet.

Das Rhönschaf erkennt man am schwarzen Kopf, der Rest - auch die Beine (außer Klauen) - sind weiß. Das Rote Höhenvieh ist einfarbig rot, mittelrahmig, helle Hörner mit dunklen Spitzen und eine helle Nase ("Flotzmaul").

Infos unter
www.g-e-h.de
www.rotes-hoehenvieh.de
www.hoehenvieh-wettenberg.de.vu

Wollschwein (Mangalitza; Gladbacher Hof 2008) - keine eierlegende Wollmilchsau!
Wollschwein (Mangalitza;... 
Weiße Deutsche Edelziege
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Burenziege (Hessentag 2007)
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Holstein-Friesian, Jersey und Red Holstein (Schweiz 2008)
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Coburger Fuchsschaf (Krofdorf 2007)
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Rhönschaf (Krofdorf 2007)
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Rotes Höhenvieh (Krofdorf 2007)
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White Galloway (Hessentag 2007)
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Grauvieh und Pinzgauer (Eurotier 2008)
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Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
33.257
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 11.06.2009 um 15:48 Uhr
Ein sehr interessanter Bericht!
Alte Haustierrassen sind ein Kulturgut und erhaltenswert.
Es sollte sogar eine Pflicht sein, genetisch wertvoll, wie sie sind.
Bricht die Leistungszucht und die damit verbundene, genetische Verarmung einmal zusammen, wird man dankbar auf diese Tiere zurück greifen zu können.
Dr. Tim Mattern
629
Dr. Tim Mattern aus Wettenberg schrieb am 11.06.2009 um 16:16 Uhr
In der Tat geht die Zucht für Milchkühe wieder in Richtung "Lebensleistung" statt "Viel Milch pro Laktation"; im Endeffekt sind gesündere Tiere mit hoher Lebenserwartung auch wirtschaftlicher. Gerade bei Milchkühen muss ja zuerst über 2 Jahre in die Aufzucht investiert werden, bevor man Milch bekommt. Wenn so ein Tier dann schon nach der zweiten oder dritten Laktation zum Schlachter gehen muss, weil es ausgelaugt ist, dann kann das nicht gut sein.
Ilse Toth
33.257
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 11.06.2009 um 16:26 Uhr
Wenn man sich heute die sog. Hochleistungskühe anschaut, muss man sich fragen, ob die Ausbeutung der Tiere wirklich nötig ist- trotz aller Wirtschaftlichkeit haben wir es hier mit fühlenden Wesen zu tun, die mehr sind als "Einheiten".
Es hat lange gedauert - aber man hat bemerkt, dass man den "Bogen nicht überspannen" kann. Es ist eine glückliche Wendung, wenn man nun Richtung Lebensleistung geht.
Milch muss wieder als wichtiges Lebensmittel mit einem fairen Preis anerkannt werden - und nicht als biller Ramsch!
Ein gerechtfertigter Preis für die Bauern bedeutet ein gesünderes und längeres Leben für die sog. Nutztiere.
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Dr. Tim Mattern
629
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