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Historischer Rundgang durch Launsbach

von Werner Lotzam 11.05.20091251 mal gelesenkein Kommentar
Wettenberg | Historischer Rundgang durch Launsbach fand große Resonanz

Anläßlich des 20-jährigen Bestehens der Heimatstube Launsbach veranstaltete der Verein am Samstag, dem 9. Mai 2009 einen historischen Rundgang durchs Dorf.
Bei der Begrüßung der über 60 Teilnehmer durch Bürgermeister Gerhard Schmidt lobte
er die Aktivitäten der Heimatstube, namentlich durch die 1. Vorsitzende Ingrid Hofmann,
die das Konzept für diesen Rundgang entworfen hatte.

Gemeinsam mit Wolfgang Kümmel führte Sie auch die zahlreichen Besucher, darunter viele
Neubürgerinnen und Neubürger, durch den alten Ortskern. Werner Lotz als „Vorsteher“ und Bernd Hofmann als „Gemaaroad“ ergänzten die Erläuterungen mit einigen Anekdoten und lustigen Geschichten, die sich damals Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts ereignet haben (könnten).
Der Rundgang begann am Viadukt der früheren Bahnlinie Lollar – Wetzlar, im Volksmund Kanonenbahn genannt. Wolfgang Kümmel informierte über die Geschichte dieser Bahnstrecke. Hier waren Luise und Erich Bröckl, natürlich rein zufällig, mit einem alten Handwagen mit altem Bettzeug vom verstorbenen „Ellevoatter“
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auf dem Weg zum „Bangerte“ (Banngarten), um es dort zu verbrennen. Weiter ging es zur Kirche. Die Launsbacher Kirche wird im Jahre 1280 erstmals als Kapelle erwähnt. Launsbach selbst wurde 1242 erstmals urkundlich erwähnt. Von der Kirche führte der Weg zum Backhaus. Das Obergeschoß im Backhausgebäude diente in früheren Zeiten auch als Bürgermeisterei und verfügte auch über eine Arrestzelle. Am Backhaus arbeitete Helga Moos am Spinnrad und ihr Mann Wolfgang dengelte die Seis (Sense).

Unterwegs zum Dorfbrunnen begegnete der Dorfschullehrer Schweizer (Thorsten Rachowski) den Männern vom Gemaaroad und bat um mehr Besoldung für seine Arbeit, da er u.a. zusätzlich zum Schuldienst die Glocken in Launsbach und Wißmar läuten musste. Der Vorsteher versprach ihm für das nächste Jahr lediglich Naturalien in Form eines zusätzlichen Sackes Kartoffel und einen Meter Brennholz.
Sein Schüler (Paul Schneider Enkel von Ingrid und Bernd Hofmann) beschwerte sich bei seiner Mutter (Kathrin Hofmann) dass ihn der Lehrer am Ohr gezogen hatte.

Am Dorfbrunnen, der auch früher als Viehtränke diente, wurde die Geschichte besonders lebendig. Denn dieser Platz war allgemeiner Treffpunkt im Ort, besonders solange es keine
Wasserleitung in Launsbach gab. Diese wurde erst im Jahre 1930 realisiert.
In der Braugasse erzählte Ingrid Hofmann, für viele überraschend, dass es dort früher auch ein Brauhaus gab. Die beiden Gemeinderatsmitglieder beschlossen spontan, das Brauhaus wieder aufzubauen und dafür das Backhaus abzureißen.

Besonders interessant war auch die Geschichte der Launsbacher Feuerwehr, die im „Kuhgraben“ damals ihr Spritzenhaus mit Schlauchturm hatte, wie Wolfgang Kümmel berichtete. Weiter ging es zur früheren Gastwirtschaft „Zum Lahntal bei Soarsch“.
Hier überraschten die Wirtin (Heide Kausch) und Helga Moos die Besucher mit einem kleinen Imbiss in Form von Hausmacher Wurst und Backhausbrot. Außerdem wurde der, extra für das 20-jährige Bestehen der Heimatstube, besorgte Obstbrand „Louschbächer Allerla“ serviert.

Die letzte Station war die alte „Nau Schul“ am Lindenbaum. Hier berichtete Wolfgang
Kümmel über den Standort der ersten Schule in Launsbach (gegenüber des Restaurants
Schöne Aussicht).
Am Ende spendeten die Teilnehmer viel Beifall für diese gelungene Veranstaltung.

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von:  Werner Lotz

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