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"Die Kuh ist kein Klimakiller"

Wettenberg | Mit diesem Titel ging vor einigen Jahren ein Buch der Autorin Dr. Anita Idel an den Start. Die Veterinärmedizinerin und Mitautorin des Weltagrarberichts räumt damit mit der Behauptung auf, die Rinderviecher auf unserer Erdkugel würden zum Klimawandel beitragen oder seien gar Schuld daran.
Das ist aber nur bedingt richtig. Denn wenn man Rinder richtig füttert, sorgt das eher für das Gegenteil - es wird mehr Kohlendioxid im Boden gebunden als von der Kuh CO2 und Methan ausgerüpst.
Idel macht auch für Nicht-Tiermediziner und Nicht-Landwirte anschaulich, wie das System Humus-Boden-Futterpflanze-Rindermagen funktioniert, ohne unser Klima zu belasten. Wenn die wiederkäuenden Grasfresser eben nur Gras fressen (na gut, zur Ergänzung der Ration mit kleinen Mengen "Kraftfutter"), anstelle von Getreide, Mais, Soja und anderem ist das einfach nur gut. Denn Gras kann der Mensch nicht verdauen, das Rind macht aus dem Grünzeug auf der Wiese aber Nahrungsmittel für den Menschen - Milch und Fleisch. Und das geht auch ohne dass dafür Regenwälder abgeholzt werden müssen oder der Futteranbau mit dem Anbau von "Futter" für Menschen um Ackerflächen konkurriert. Das Nebenprodukt ist nicht nur ein ansprechendes, sondern im Idealfall auch äußerst artenreiches Landschaftsbild (manches Ökosystem ist schlichtweg angewiesen auf Beweidung - wie viel ärmer wäre unsere Landschaft ohne solche Flächen?), sowie eben die Bindung von Kohlenstoff.

Eben diese Zusammenhänge stellt Idel auf einer Veranstaltung des BUND am 2. November 2015 um 20 Uhr im Bürgerhaus Romrod (Vogelsbergkreis) dar. Untertitel: Wie die Agrarindustrie die Erde verwüstet und was wir dagegen tun können. Im Rahmenprogramm gibt es noch künstlerische Aspekte rund um die Kuh und natürlich ist Zeit für Diskussionen.
Denn merke: Billigfleisch ist nur scheinbar billig.

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Kommentare zum Beitrag

2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 28.10.2015 um 09:23 Uhr
Ich bin vollkommen Ihrer Meinung. Eine artgerechte Tierhaltung
und entsprechende Ernährung ist die einzige, die wir verantworten können.
Noch eine Frage: Gibt es auch Erkenntnisse darüber, ob die
krebserregenden Viren, die in rotem Fleisch nachgewiesen wurden, etwas mit der Ernährung der Tiere zu tun haben?
Karl-Ludwig Büttel
3.871
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 28.10.2015 um 12:19 Uhr
Der Darmkrebs wird durch, das haltbar machen durch Pökeln, Salzen, Räuchern oder Fermentieren und es geht nur um rotes Fleisch (nicht um Viren). Man kann jedes Fleisch bedenkenlos essen, es kommt nur auf die Menge an. Die Obergrenze sollte bei 600 gr pro Woche liegen. darüber beginnt das ganze zum Risiko zu werden. Wobei es im Vergleich zu andren Risiken eher zu vernachlässigen ist. Die WHO ist aber verpflichtet solche Ergebnisse aufzunehmen. Ob Hoch oder Gering spielt dabei kein Rolle.
Das Risiko an Darmkrebs zu erkranken liegt in Deutschland bei 62.430 Menschen (Angaben des RKI) pro Jahr das sind ca. 0, 07 % der Bevölkerung also nicht einmal einer von hundert. Dieses minimale Risiko wird jetzt laut der WHO um 18% erhöht. Das sind weitere 0,0126 % der Bevölkerung. Man hat bei erhöhtem Fleischverzehr also ein Risiko von 0,0826 % an Darmkrebs zu erkranken und dafür bemüht man solche Schlagzeilen. Nicht mal 0,1 % der Bevölkerung.

Artgerechte Tierhaltung und Verzehr in Maßen hilft immer.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 28.10.2015 um 15:05 Uhr
Prof. Harald zur Hausen, der für die Entdeckung der menschlichen
Papillomaviren (Erreger des Gebärmutterhalskarzinoms) den Nobelpreis bekam,vertritt die These, dass der Verzehr von rohem Rindfleisch zu einem erhöhten Darmkrebsrisiko führt .
Als Ursache werden Viren vermutet, die im Rind vorhanden sein können, ohne beim Tier eine Erkrankung zu verursachen.
Was Sie über die Verarbeitung durch Pökeln etc. sagen, stimmt aber auch.
Was mich dabei interessiert, ist, ob durch eine nicht artgerechte Haltung der Rinder diese häufiger von einem solchen Virus befallen sein können.
Karl-Ludwig Büttel
3.871
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 28.10.2015 um 16:11 Uhr
Die Papillomaviren sind bekannt werden aber nicht über die Nahrungsaufnahme aufgenommen sondern durch Oral- oder Geschlechtsverkehr.. Es geht wohl tatsächlich nur um die Verarbeitung nicht um die Haltung in diesen Studien. Ich habe mir die Unterlagen mal angefordert. In diesen Studien geht es auch nicht um Viren. Von Herr HvH. ist es bisher auch nur eine Vermutung wobei auch das natürlich im Bereich des möglichen liegt das will ich gar nicht ausschließen nur gibt es dazu keine wissenschaftliche signifikanten Beweise. Es gibt verschiedene Ansätze dies zu beweisen. Er steht auch mit seinen Thesen ziemlich alleine da. Wie gesagt darum geht es ja auch nicht. Fakt ist Fleisch (besonders Rindfleisch)kann das Darmkrebsrisiko um 18% steigern. Rechenbeispiel habe ich vorhergehenden Kommentar aufgeführt. In meine Augen ist sowas Angst mache und keine Schlagzeile Wert da die Maßeinheiten einfach zu klein sind.
Karl-Ludwig Büttel
3.871
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 28.10.2015 um 16:14 Uhr
Nicht ernst gemeint was ich jetzt schreibe: Artgerechte Haltung (Bio) führt wenn es um Viren geht zu einem erhöhten Risiko an Krebs zu erkranken. Massentierhaltung ist da besser dort wie ja Antibiotika eingesetzt. Wieder ein Grund für mich nichts gesundes zu Essen (kein Bio). So Satire aus oder Ernst ein.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 28.10.2015 um 16:21 Uhr
So was Ähnliches habe ich,ganz im Ernst, mal von einem Professor der Veterinärmedizin gehört. Trotzdem: Antibiotika bekämpfen zwar Bakterien , aber keine Viren.
Professor zur Hausen forscht zur Zeit noch,um seine Theorie zu beweisen. Anhaltspunkt sind epidemiologische Studien,die einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Rindfleisch und Darmkrebs nahelegen.
Karl-Ludwig Büttel
3.871
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 28.10.2015 um 16:41 Uhr
Genau das mit Antibiotika und Bakterien ist ja auch richtig. Deshalb nicht ernst gemeint. Ich arbeite den ganzen Tag mit Bakterien bzw. mit Pat. mein Chef würde mich entlassen oder ich dürfte keine Doktoranten mehr betreuen oder Studenten :)
Wie werden durch die Entwicklung der Untersuchungsmethoden noch viele neue Erkenntnisse gewinnen an die wir heute noch nicht Denken. Es wird immer wieder zu Umkehrprozessen führen vor allen Dingen zum Umdenken.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 28.10.2015 um 16:46 Uhr
Richtig! Umdenken ist in vielen Bereichen erforderlich!
Panik beim Verzehr von Fleisch ist trotzdem nicht angebracht.
Wie bei vielen anderen Dingen auch kommt es auf das richtige Maß an.
Und da muß man sagen,dass wir generell zu viel Fleisch essen.
Karl-Ludwig Büttel
3.871
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 30.10.2015 um 10:21 Uhr
Ja wir züchten Tiere und ernähren sie um sie dann zu Essen. Nutztier keine Schoßtiere. Das ist weder Grausam noch zeugt es für ein gewalttätiges Bewusstsein.
Der letzte Satz ist einfach nur pathologisch. Sowie Sie das Vergasen der Juden an anderer Stelle mit dem Vergasen von Schweinen vergleichen und beides als illegal darstellen Vergleichen Sie jetzt Schlachthäuser und Schlachtfelder. Man kann es nicht vergleichen. Wie krank ist man wenn man das Töten der Menschen dem Schlachten zur Nahrungsaufnahme der Tiere gleich setzt.
Es ist längst durch Studien belegt, dass die Menschheit nicht in der Lage ist alle auf der Welt Fleischlos zu ernähren. Die Anbauflächen die geeignet sind, reichen bei weitem nicht aus. Mit Bio geht es überhaupt nicht.
Es gibt Flächen auf dem man nichts anbauen kann aber durchaus dort Weidevieh züchten kann.

http://www.urgeschmack.de/verursachen-vegetarier-mehr-blutvergiessen-als-fleischesser/

Um mal einen Link anzufügen.
Dr. Tim Mattern
654
Dr. Tim Mattern aus Wettenberg schrieb am 30.10.2015 um 20:02 Uhr
Danke Herr Büttel, für diesen äußerst interessanten Link. Genau so ist es doch. Das menschliche Leben einschließlich Ernährung ist - so oder so - IMMER ein Eingriff in das Leben anderer Lebewesen. Daher auch in dem genannten Buch und Vortrag das entsprechende Plädoyer. Nicht unbedingt dazu, Fleisch zu essen. Aber wenn - dann eben das "richtige". Wichtig ist ein bewusster und respektvoller Umgang mit allem, vom Schlachtschwein über Milchkuh und Legehenne bis zum Korn, aus dem das Mehl für unser Brot entsteht.
Es ist ja letztlich auch so, dass die Ökosysteme, die an Beweidung angepasst bzw. erst durch diese entstanden sind weiterhin auf die Beweidung angewiesen sind.
In der heutigen Gesellschaft sind viele Zusammenhänge unbekannt, was die Landwirtschaftung angeht. Die Lebensmittel kommen eben aus dem Supermarkt. Der Weg des Weizens vom Acker in der Wetterau oder des Rindes aus dem Fohnbachtal bis auf den eigenen Teller ist eben "unsichtbar" - sämtliche positiven oder negativen "Nebenwirkungen" der landwirtschaftlichen Erzeugung bleiben erst recht unerkannt für viele. Umso erfreulicher ist da die Tendenz wieder hin zu regionalen Produkten und ein Interesse an "gläserner Produktion". Auch wenn diese Bewegung noch deutlich wachsen muss, um der erschreckend hohen Nachfrage nach Fertigprodukten Paroli zu bieten.
Karl-Ludwig Büttel
3.871
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 03.11.2015 um 13:24 Uhr
Danke für den Film mit der Schlachtung. Das sind scheinbar Amateure gewesen die Tötung war wirklich nicht professionell. Das arme Schwein. Es kann aber auch Nervenzucken gewesen sein, dass kenne ich vom Hühner Schlachten meines Großvaters. Hühnchen mit abgeschlagen Kopf können noch rennen. Aber am meisten habe ich die wenige Professionalität, daran gemerkt, dass sie das Blut nicht aufgefangen haben. Ich musste als Kind immer einen Eimer unterstellen und dann das Blut rühren damit man Blutwurst machen kann. Das ist so eine Verschwendung. Der Rest ist fast wie früher bei der Hausschlacht. Das Aufhängen und spalten der Hälften. Ich habe auch mal dabei gefilmt, damit sich die Kinder und Enkel mal daran erinnern wo das Fleisch herkommt wenn sie im Supermarkt einkaufen und das sie lernen das dafür eine Schwein geschlachtet werden muss. Am Samstag ist es wieder so weit, unser Hausmetzger schlachtet. Ich freu mich auf frische Wurstsuppe, Wellfleisch und Nierchen.
Die Schlachtung im Film sollte nicht als Beispiel für Metzger dienen und ist zu verurteilen. Zum Glück ist das nicht die Regel sondern die Ausnahme.
Dr. Tim Mattern
654
Dr. Tim Mattern aus Wettenberg schrieb am 18.11.2015 um 19:54 Uhr
Nicht schlachten ist eben auch keine Lösung, wie der Link von Herrn Büttel verdeutlicht. JEDE menschliche Ernährungsform und Lebensweise verursacht letztlich tote Tiere.
Dr. Tim Mattern
654
Dr. Tim Mattern aus Wettenberg schrieb am 19.11.2015 um 17:59 Uhr
"Nicht schlachten ist eine Lösung dafür, dass keine Tiere mehr abgeschlachtet werden."
Soweit richtig. Aber nicht schlachten ist keine Lösung, um sich ohne jegliche Tötung von Tieren zu ernähren - wie oben dargestellt.
Die Tierschutzgesetze sind ja dafür gemacht, Tiere - soweit es sein muss - möglichst stress- und schmerzfrei zu töten. Nur gilt das Tierschutzgesetz eben nicht für die Lerchenbrut, die vom Reihenstriegel im Ökolandbau gehäckselt wird und auch nicht für die jungen Feldmäuse, die verhungern, weil ihre Mutter vergiftet wurde.
Ich will niemanden zu einer bestimmten Ernährungsform missionieren. Ich bin ebenso gegen Tiertransporte über viele Kilometer und andere unsägliche Dinge im Zusammenhang mit dem Essen von Fleisch, wie viele Tierschützer. Mir geht es aber darum, den Blick außer auf das so viel zitierte Schlachten auch mal auf andere Nebenwirkungen der menschlichen Ernährung lenken. Zum Beispiel eben den positiven Effekt den Weidehaltung auf die Natur und viele Tierarten hat. Dazu haben Sie sich bisher nicht geäußert, Frau Muth.
Karl-Ludwig Büttel
3.871
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 19.11.2015 um 19:44 Uhr
Herr Mattern sie wird sich nicht äußern sondern immer die gleiche Argumentationskette benutzen die sie aus dem Internet in Bausteinen zusammensetzt. Daher ist die sachliche Teilnahme an Diskussionen nicht möglich. Die Kommentare können Sie unter den verschiedensten Beiträgen kopieren und einsetzen.
Frau Muth lebt auf einer Insel der Glückseligkeit und macht sich über die Not anderer keinerlei Gedanken. In Ihrem Wahn ist Ihr das Leben anderer Völker (wie schreibt sie die paar im Busch) doch völlig egal.
Die einfachsten Zusammenhänge der Welternährung sind ihr fremd bzw. werden auf Kosten von Leben ignoriert. Auch das ist Mord aus einer extremistischen Überzeugung.
Karl-Ludwig Büttel
3.871
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 19.11.2015 um 20:26 Uhr
Sie gehen wieder nicht auf die Welternährungslage ein. Versuchen Sie doch mal ganze alleine ohne die Internetseiten die sie gebetsmühlenartig zitieren sich ein Bild global zu machen.
Habe Sie schon mal in der Entwicklungshilfe gearbeitet? Haben Sie schon mal ein Kind verhungern sehen? Das bezweifle ich, wenn ich Sie so Argumentieren sehe. Wenn Sie in einem Missionskrankenhaus sitzen und müssen zu sehen wie Kinder aber auch Erwachsene sterben weil ihnen der Zugang zu Lebensmittel fehlt dann würden sie vielleicht auch mal dieses Leben respektieren. Sie sind überzeugt das richtige zu tun ohne Zweifel. Auch wäre es für mich ganz toll und mehr als Wünschenswert wenn für die Ernährung in der Welt niemand leiden müsste oder sterben müsste. Im Moment ist dies eine Illusion nicht mehr und nicht weniger schreibe ich seit Wochen. Ich habe nichts gegen Ihre Ernährung. Ich habe nur Respekt vor allen Lebewesen da gehört bei mir auch der Mensch dazu. Das unterscheidet uns wohl ein bisschen. Sie nehmen den Tod abertausender Menschen in Kauf, dazu bin ich halt nicht bereit. Sondern nur wenn die Welt Ernährungslage vernünftig geklärt ist kann man ihre guten Ziele auch umsetzen. Ob das jemals gelingen wird bezweifelt aber die Unabhängige Wissenschaft besonders in Bezug auf die Drittländer, Regionen wo Pflanzenanbau zur Ernährung nicht möglich ist und die vereisten Gebieten in den Menschen leben die sich ausschließlich von der Jagd ernähren können. Die Inuit zum Beispiel sind pysikalisch gar nicht in der Lage sich von heute auf morgen nur von Pflanzen zu enähren es würde Jahrhunderte dauern dieses zu ändern. Darüber bitte ich Sie mal nachzudenken nicht mehr und nicht weniger. Bisher kommen aber leider nur die gleichen Textbausteine die man auf den einschlägigen Hompages findet.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 20.11.2015 um 10:49 Uhr
Wenn z.B. die Rinder nicht für Milchwirtschaft oder Fleischgewinnung gehalten würden, gäbe es sie bei uns gar nicht mehr. Ebenso ist es mit anderen Haustieren und Nutztieren, die ohne Unterstützung durch Menschen in der Natur nicht überlebensfähig wären.
Auch die Honigbiene, so essentiell notwendig für die Bestäubung der Pflanzen, wäre schon ausgestorben ohne die Hilfe, die sie von den Imkern bekommt, vor Allem, weil sie dem Varroa-
Erreger schutzlos ausgeliefert wäre.
In einer Welt ohne Menschen würden auch Tiere getötet, und zwar durch ihre natürlichen Freßfeinde. Ohne die würden die Pflanzenfresser überhandnehmen und die Vegetation zerstören.
Dass Sie in Ihren Forderungen von einer paradiesisch unwirklichen Welt ausgehen, in der das Lamm neben dem Löwen liegt (steht irgendwo in der Bibel), zeigt die Forderung, auch fleischfressende Haustiere vegan zu ernähren. Auch das ist Tierquälerei!
Wer das Zusammenspiel der verschiedenen Bereiche der Natur
versteht, wird sich ihren Forderungen nicht anschließen können.
Ich auch nicht. Die Massentierhaltung mit ihren Begleiterscheinungen zu bekämpfen ist ein schwieriges, aber erreichbares Ziel.
Wer so argumentiert, wie sie, erleichtert es den Vertretern
einer nicht artgerechten Tierhaltung, ihre Kritiker abzuwerten,
indem man sie mit Ihnen in einen Topf wirft und so einfach als esoterische Spinner abtun kann.
Karl-Ludwig Büttel
3.871
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 23.11.2015 um 16:40 Uhr
Entweder wollen oder Sie können die Zusammenhänge der Welternährung nicht verstehen.
Ihre beleidigende Art gegenüber Älteren und Ihr schon pathologisches Geschwafel von irgendwelchen Ängsten hilft Ihnen dabei auch nicht und ist für die eigentlich gute Sache, die Sie den Menschen näher bringen wollen völlig kontraproduktiv.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 23.11.2015 um 16:43 Uhr
Die Hochleistungsrinder, die in unseren Ställen für eine übermäßige Milchproduktion gehalten werden, sind in unserem Klima alleine nicht lebensfähig. Andere Rassen schon. Sich selbst überlassen, würden die große Schäden in unserer natürlichen Umwelt anrichten. Natürliche Feinde hätten sie nicht, das müßten Bären und Wölfe sein. Die brauchen viel Platz und können nur dort leben, wo es große zusammenhängende Waldgebiete gibt.
Was Sie auch vergessen, ist, dass es auch in Europa,z. B. in den
Alpen, Gebiete gibt, wo auf Grund klimatischer Gegebenheiten
nur wenige Nutzpflanzen gedeihen und wo man sich daher seit Jahrtausenden schon auf Viehwirtschaft spezialisiert hat.
Darauf zu verzichten, hieße, eine wesentliche Lebensgrundlage aufzugeben.
Frau Muth, Menschen, die anders denken als sie, einfach als
dumm und gewalttätig zu bezeichnen, ist doch etwa simpel ,
und sagt mehr über Sie selbst aus als über diejenigen, die Sie
auf diese Art verunglimpfen.
Was die vegane Ernährung von carnivoren Haustieren betrifft:
Sie können so leben, artgerecht ist das aber nicht, genauso wenig wie die Ernährung der Rinder in der Massentierhaltung.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 06.12.2015 um 09:45 Uhr
Zum eigentlichen Thema dieser Diskussion, das im Bekehrungseifer von Frau Muth untergegangen ist: Es ging um Gegenbeweise für die Behauptung, die Verdauungsgase der
weidenden Rinder würden zur Klimaerwärmung beitragen.
Es wurde von Herrn Dr. Mattern richtig dargestellt, dass bei Rindern der Methanausstoß von der Ernährung abhängt, und bei einer natürlichen Ernährung sehr viel geringer ist.
Klar ist, dass eine so große Zahl von Rindern,wie sie derzeit in den Ställen der Massentierhaltung vegetieren, nicht auf die Weide gelassen werden können. Sie könnten sich dort nicht ausreichend ernähren und würden wegen ihrer großen Zahl
natürlich auch entsprechend mehr Methan ausstoßen.
Ich verstehe den Beitrag als ein Plädoyer für eine artgerechte
Rinderhaltung, die nur möglich ist, wenn die Zahl der Tiere
entsprechend reduziert wird. Das wäre auch im Interesse der
Verbraucher, denen Milch, vor Allem Milchzucker, wegen der
Überproduktion in viele Produkten untergejubelt wird.
Dabei gilt: Milch ist zwar für viele Menschen ein gesundes
Lebensmittel, aber längst nicht für alle, und auch dann nur in Maßen. Es gibt aber auch noch die Joghurt- und Käseerzeugung.
Wenn die nicht schon auf der LIste des Weltkulturerbes zählt,
gehört sie sicherlich darauf, allerdings nur die wirklich guten,
kunstgerecht hergestellten Käse mitentsprechender Reifezeit!
Ich meine auch, dass nur Produkte von Kühen, die vorwiegend
auf der Weide leben , eine entsprechende Qualität haben.
Zurecht weist Herr Dr.Mattern darauf hin, dass manche Ökosysteme auf Beweidung angewiesen sind. Ich denke da
an Alpenregion, in der ich aufgewachsen bin, und dass man
schon vor Jahren begonnen hat, Bergbauern für die Landschaftspflege zu entlohnen, die sie mit ihrer Weideviehaltung leisten . Meinen Sie wirklich, Frau Muth, dass man eine Kulturlandschaft einfach aufgeben sollte, die sich in
Jahrtausenden entwickelt hat?
Bernd Zeun
11.755
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 06.12.2015 um 11:50 Uhr
Hoffen wir auf die Gentechnik, dass der Mensch irgendwann auch chlorophyllgefüllte Blutkörperchen besitzt, dann ist Grün eine gesunde Hautfarbe und wir müssen uns nur noch in die Sonne legen und weder Tiere noch Pflanzen umbringen.
Bernd Zeun
11.755
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 21.12.2015 um 21:24 Uhr
Sie reden Unfug, Frau Muth. Der Mensch hat sich im Laufe seiner Evolution alle möglichen Nahrungsquellen erschlossen, so auch in einigen Gebieten der Erde die Milch der Tiere, die er als Nutztiere hielt. Dort hat er sich genetisch so angepasst, dass der erwachsene Mensch (abgesehen von einem geringen Prozentsatz Laktoseintoleranter) noch über Laktase verfügt, um den Milchzucker abzubauen.
Die Massai ernährten sich über ihr ganzes Leben fast ausschließlich von Milch, Blut und Fett, roh, ihrer Weidetiere.
Bernd Zeun
11.755
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 30.12.2015 um 19:54 Uhr
Frau Muth, das war doch nur ein Beispiel, dass Milch kein ungesundes Nahrungsmittel ist und man sich auch nahezu ausschließlich damit ernähren kann, wenn man physiologisch entsprechend angepasst ist, und das ist in unseren Breiten der überwiegende Anteil der Bevölkerung.
Da Sie aber immer wieder nur mantrahaft dieselben Behauptungen aufstellen, werde ich künftig Ihre Beiträge und Kommentare nicht mehr lesen und weiter neben Gemüse und Obst, Eier, Milchprodukte, Fisch und, wenn mir danach ist, gelegentlich eine Rindswurst oder etwas rohen Schinken zu mir nehmen.
Dr. Tim Mattern
654
Dr. Tim Mattern aus Wettenberg schrieb am 01.03.2016 um 21:50 Uhr
Frau Barthel, danke für Ihren Kommentar vom 06.12.2015 um 09:45 (ich habe ihn gerade erst gelesen).
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Dr. Tim Mattern

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