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Marathon-Zieleinlauf kurz vorm Kehraus-Wagen, Dauerlauf als „Therapie“ und zum guten Zweck für die SOS-Kinderdörfer

Staufenberg | Seit dem letzten Jahr hat der gebürtige Pohlheimer Marco Wagenbach das Laufen für sich entdeckt. Regelmäßig nimmt er für den TSV Krofdorf-Gleiberg an den zahlreichen Volksläufen in der mittelhessischen Region teil, meist über 10km, am liebsten jedoch über die Halbmarathondistanz. Seinen bisher größten läuferischen Erfolg feierte er im letzten Sommer beim „Jog ´n Rock“ in Bensheim. Hier stoppte die Zieluhr auf der 21km langen Strecke bei beachtlichen 84:23min. „Da war ich stolz wie Oskar“, schmunzelt der 33jährige und hofft heute, dass er nochmal so gut in Form kommt wie zu dieser Zeit. „Der Lauf diente als Vorbereitung auf meinen ersten Marathon wenige Wochen später in Frankfurt am Main, den ich gerne unter vier Stunden laufen wollte, was mir letztlich ja auch geglückt ist.“ Wenn man ihn nach dem „Warum?“ fragt, gibt er eine ganz klare Antwort und geht offensiv mit dem Thema um: „Ich bin an einer Depression erkrankt und versuche meine schrägen Gedanken damit zu kanalisieren. Ich war an einem Punkt angelangt, an dem es für mich einfach nicht mehr so weiter gehen konnte. Permanent das Gefühl zu verspüren,
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dass man nichts wert ist, Hoffnungslosigkeit und diese tiefe Traurigkeit.“ Er holte sich professionelle therapeutische Hilfe und fing an sich zu ändern. Zuerst trennte er sich von seinem Fernseher, stellte konsequent die Ernährung um und fing wieder an Sport zu treiben. Seitdem geht es bergauf. „Jedes Mal, wenn ich mir jetzt meine Laufschuhe zuschnüre, erinnere ich mich daran, was es doch für ein Geschenk ist, jung und gesund zu sein. Auf der Piste nehme ich dann die Endorphine dankend entgegen und versuche meinen Kopf möglichst frei zu kriegen.“ Am letzten Sonntag nutzte Wagenbach kurzentschlossen das Angebot eines freien Startplatzes beim Mittelrhein-Marathon in Koblenz, um für die SOS-Kinderdörfer auf Spendenjagd zu gehen. Er gründete im Vorfeld seinen eigenen Online-Spendenaufruf und hofft nun weiterhin auf zahlreiche finanzielle Unterstützung seiner Aktion, die den Hermann-Gmeiner-Fonds zu Gute kommen wird. „Es ist ganz einfach: Man geht im Internet auf die Seite www.meine-spendenaktion.de/aktion/Wiederfitimkopf und drückt auf den Spenden-Knopf.“ Bis er sich von den Strapazen seines zweiten Marathons völlig erholt hat, werden wohl noch ein einige Tage ins Land gehen. Heute tut ihm erst einmal bereuend alles weh. „Auf der Strecke habe ich mich ganz schön quälen müssen und das Ganze bei strömendem Regen. Der Kehraus-Wagen kam mir einige Male bedrohlich nah, hat mich am Ende aber doch nicht einsammeln müssen“, resümiert er. „Im Oktober starte ich fest entschlossen beim München-Marathon und diesmal werde ich wieder besser vorbereitet sein.“

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von:  Marco Wagenbach

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Interessensgebiet: Staufenberg
Marco Wagenbach
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