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10 kleine Negerlein......

Staufenberg | 10 kleine Negerlein oder
Der Mohr von Venedig....... usw..

Ist das wirklich diskriminierend,oder?
Müssen diese Worte wirklich aus den
Büchern verschwinden?
Klassiker werden überarbeitet

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) sorgte kürzlich für Aufsehen mit der Aussage, dass sie beim Vorlesen für ihre kleine Tochter Kinderbuchpassagen, in denen Begriffe wie Negerlein vorkommen, entschärfen will. Daraufhin ist eine scharfe Diskussion entbrannt. Muss klassische Jugendliteratur heute politisch korrekt sein

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Kommentare zum Beitrag

Jutta Skroch
11.631
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 14.01.2013 um 19:30 Uhr
Ich finde das lächerlich. Wo fängt man da an und wo hört es auf?

Wohl kaum jemand denkt dabei an Diskriminierung, Kinder sicher am wenigsten. Die 10 kleinen Negerlein gibt es ja auch in Abwandlungen, ich muss es ja meinem Kind nicht vorlesen, wenn ich nicht will, aber an diesen Büchern herum korrigieren ist lachhaft. Das würde ja fast auf ein Verbot hinauslaufen !!!
Da gibt es wesentlich wichtigere Bereiche, um die man sich kümmern sollte. Damit keine Irrtümer entstehen, ich will nicht, dass jemand diskriminiert wird.

Man könnte jeden Witz zu Personengruppen, behinderten Menschen usw. als Diskriminierung auffassen.
Blond, Blind, taub um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Christine Weber
6.909
Christine Weber aus Mücke schrieb am 14.01.2013 um 19:32 Uhr
Hat Frau Schröder nichts Besseres zu tun, um sich wichtig zu machen?
Ingrid Wittich
18.886
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 14.01.2013 um 19:34 Uhr
Ich finde es genau wie Jutta reichlich albern. Wir hatten vor einiger Zeit schon mal eine ähnliche Diskussion in diesem Forum und ich war erstaunt, welche Leute da Änderungen bei z.B. Astrid Lindgren zustimmten und die Schriftstellerin mit Rassismus in Verbindung brachten.
Birgit Hofmann-Scharf
9.619
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 14.01.2013 um 19:51 Uhr
Dann ist bei Frau Schröder sicher auch :
Pipi Langstrumpf,
Tom Sawyer und Huckleberry Finn,
Struwwelpeter,
Onkels Tom Hütte
usw. verpönt.

Ich finde es übertrieben, diese und weitere Kinderbücher "politischen Korrekturen" unterwerfen zu müssen.
Obwohl, wenn ich mich recht erinnere, gab es bei Tom Sawyer sehr oft die Bezeichnung "Nigger" , unpassend (!) , gebe ich zu,
aber nun alle gleich " verbrennen zu wollen" ?!
Uli Kraft
2.177
Uli Kraft aus Gießen schrieb am 14.01.2013 um 20:17 Uhr
Mir scheint , dass 'unsere Volks(???)-Vertreter(-innen)' mit solchen Themen oft von den wirklichen Baustellen ablenken wollen.
Ich denke es gibt wichtigere Themen auf der Agenda, die man aber mit diesen Schlagzeilen aus den Medien und somit aus dem Blickwinkel der Bevölkerung zu 'kicken' versucht.
Jörg Jungbluth
5.093
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 14.01.2013 um 22:40 Uhr
Man sollte die Kirche im Dorf lassen. Ich fand es schon lächerlich, das die Negerküsse plötzlich Schaumküsse heissen. Und was kommt als nächstes? Darf man bald nicht mehr Zigeunerschnitzel sagen? Ist es dann ein Sinti-Roma Fleischgericht?

Einfach lachhaft
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 14.01.2013 um 22:42 Uhr
Die Frau Schröder, ja, das ist schon ne besondere Frau: sie fordert die Gleichberechtigung des Mannes, macht sich stark für die Herdprämie und so einiges absurdes mehr... jetzt hat sie ein neues Steckenpferd gefunden, Probleme hat sie die Frau Schröder, da möchte mancher gerne mit ihr tauschen :-))
Nicole Freeman
7.202
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 15.01.2013 um 07:41 Uhr
wenn man bestimmte geschichten nicht mag weil man etwas hinein denkt ist das privat sache. umschreiben ist bei struwwelpeter ein unding. klassiker ! auch wenn die geschichten sehr gewalttaetig sind haben sie einen sinn. buecher umschreiben weil sie einem nicht in den kram passen, das hatten wir schonmal . miau mio miau mio und so brennt sie lichterloh.
Karl-Ludwig Büttel
3.215
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 15.01.2013 um 12:26 Uhr
Wenn nicht ständig jede Menge Bürger klagen würden müsste die Politik auch nicht handeln. Ich habe beim Tag der offenen Tür einen Stand mit Schaumküssen aufgebaut und Mohrenköpfe auf die Preistafel geschrieben. Ich musste auf drängen der Eltern dieses Preistafel ändern. Es liegen nicht nur beim Bund sondern auch beim Land mehrere Eingaben gegen diese uns gebräulichen Ausdrücke vor. Ich finde das auch der Rede nicht Wert aber leider gibt es Zeitgenossen die darauf einen wohl sehr großen Wert legen. Das die Politik sich vor die Karren spannen lässt kann ich nich bewerten in wie weit man denn muss und ob dass wirklich Notwendig ist.
Übrigens Herr Jungbluth das Zigeunerschnitzel ist auch dabei.... ohne Worte oder..Übrigens Sinti und Roma darf man auch nicht mehr sagen. Diese Erfahrung hat sogar schon unser Ministerpräsident gemacht als er noch Innenminister war.
Jutta Skroch
11.631
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 15.01.2013 um 14:32 Uhr
> Übrigens Sinti und Roma darf man auch nicht mehr sagen. <

Jetzt brauche ich Aufklärung, was darf man denn stattdessen sagen?
Karl-Ludwig Büttel
3.215
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 15.01.2013 um 14:38 Uhr
Frau Skroch danke dasss sie nachgefragt haben es geht selbstverständlich zu Recht um den Begriff Zigeuner.
Jutta Skroch
11.631
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 15.01.2013 um 14:41 Uhr
Achso, dann ist alles klar.
Karl-Ludwig Büttel
3.215
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 15.01.2013 um 14:43 Uhr
"Die gleichen Probleme wie Köln?

Für Polizei und Ordnungsamt sind diese Gruppen allerdings schwer zu greifen. Das fängt schon mit der Begrifflichkeit an. Die Bezeichnungen „Sinti und Roma“ sowie „Zigeuner“ dürfen aufgrund ihrer Verwendung während des Nationalsozialismus von den Behörden nicht verwendet werden. So behelfen sich die Beamten bei ihren Ermittlungen oftmals mit Ausdrücken wie „Personen mit häufig wechselndem Aufenthaltsort“ oder „Mobilen ethnischen Minderheiten“, kurz: „Mems“. Als jüngster Begriff hat sich nun die Formulierung „Rotationseuropäer“ durchgesetzt. Aber die Beamten vermuten, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch diese Bezeichnung aus Gründen der „Political Correctness“ nicht mehr genutzt werden darf."

Das war so in der FAZ vom 02.11.2009
Jutta Skroch
11.631
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 15.01.2013 um 14:57 Uhr
Oh Gott, "Rotationseuropäer" das taugt ja glatt für das Unwort des Jahres, habe ich übrigens noch nie gehört. Wie bezeichnen sich denn die Bevölkerungsgruppen selbst? Wenn wir alle Begriffe streichen wollten, die während der Zeit des Nationalsozialismus verwendet wurden, dann haben wir einiges zu tun. Mit unserer Vergangenheit tun wir uns manchmal wirklich schwer. Ich selbst würde in dem Begriff "Sinti und Roma" keine Diskriminierung sehen, sondern eben eine Bezeichnung für diese Bevölkerungsgruppen. "Fahrendes Volk" haben wir früher gesagt. Das passt aber auch nicht mehr, denn schließlich fahren wir ja fast alle.

Dann muss die Operette der "Zigeunerbaron" auch einnen anderen Namen bekommen, vielleicht "Rotationsbaron" oder so ähnlich. Ich spinn' das mal lieber nicht weiter, da wird man ja ganz kirre bei.
Ingrid Wittich
18.886
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 15.01.2013 um 14:58 Uhr
Wie heißt das bei Asterix: "Die spinnen, die Römer." Klasse: Der Rotationsbaron.
Christine Weber
6.909
Christine Weber aus Mücke schrieb am 15.01.2013 um 15:07 Uhr
Den neuen Namen Rotationsbarin für Zigeunerbaron finde ich klasse.
Ingrid Wittich
18.886
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 15.01.2013 um 15:43 Uhr
Hallo Jutta, das "Die spinnen, die Römer" bezog sich auf den FAZ-Artikel.
Jutta Skroch
11.631
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 15.01.2013 um 16:27 Uhr
Ich habe es auch nicht auf mich bezogen, sondern um das Ringen, was man sagen darf und was nicht.
Genau so krampfhaft , wie die Bemühungen sich geschlechtsneutral auszudrücken, das treibt auch die tollsten Blüten.
Birgit Hofmann-Scharf
9.619
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 15.01.2013 um 16:50 Uhr
Wir sollten überlegen, ob Bezeichnungen wie:
" dumme Kuh " / " dumme Gans "
nicht auch verboten werden sollten -
ebenfalls Diskriminierungen Geschöpfe dieser Erde.

Das könnte natürlich in`s Unendliche fortgesetzt werden, bei unendlich viel Zeit.
Jörg Jungbluth
5.093
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 15.01.2013 um 19:52 Uhr
Jutta da muss ich mir am Sonntag ja ein Rotationseuropäerschnitzel bestellen. Mal schauen was die Bedienung sagt. Und am Theater hängt dann "Heute Premiere: Der Rotationseuropäerbaron".
Jutta Skroch
11.631
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 15.01.2013 um 22:58 Uhr
Den Spaß könnten wir uns ja mal erlauben, das Gesicht der Bedienung wird sicher Bände sprechen. Hm, der Kartoffelsack hat nur "Jäger" auf der Speisekarte, keine "Zigeuner", schade.
Monika Bernges
7.276
Monika Bernges aus Staufenberg schrieb am 15.01.2013 um 23:10 Uhr
Jutta,ich glaube,mit "Jägerschnitzel" bekommen wir auch ein Problem.
Jutta Skroch
11.631
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 15.01.2013 um 23:13 Uhr
Wie wahr, jedenfalls hast du eine nette Diskussion ausgelöst, die Spaß macht. Wenn man mal hinterfragt, wird man eigentlich vieles nicht sagen dürfen.
Monika Bernges
7.276
Monika Bernges aus Staufenberg schrieb am 15.01.2013 um 23:19 Uhr
Um allem aus dem Wege zu gehen,wird die Speisekarte der Zukunft nur aus Bildern bestehen.
Für farbliche Minderheiten heben wir eine Farbpalette hoch usw...
Monika Bernges
7.276
Monika Bernges aus Staufenberg schrieb am 15.01.2013 um 23:23 Uhr
Ac h ja,ich war vor einiger Zeit beim Bäcker.Da regte sich ein Herr auf,weil ich einen "Amerikaner"verlangte.Vielleicht hätte ich
"Übersee-Teilchen" sagen sollen.Aber da war dies alles noch kein Thema.
Jutta Skroch
11.631
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 16.01.2013 um 00:20 Uhr
An was der wohl gedacht hat? Da ist doch mal ausbaufähig.

Von A - Z
Amerikaner = Übersee-Teilchen
Zigeunerschnitzel = Rotationseuropäerschnitzel

Ich glaube, ich lege mal eine Liste an. Blinde Kuh darf man dann auch nicht mehr spielen und das Lied von Anno dazumal dann auch nicht mehr singen.
Steffi Burg
241
Steffi Burg aus Gießen schrieb am 16.01.2013 um 01:05 Uhr
Ich glaube, der grundsätzliche Inhalt der Diskussion sind hier nicht ganz erfasst worden. Es geht nicht um irgendwelche Schnitzelnamen oder darum, dass man sich nicht mit Tiernamen beschimpfen soll, weil die Gans dann beleidigt ist. Auch spricht niemand von irgendwelchen "Verbrennungen" der besagten Bücher, wie Frau Hofmann-Scharf fahrlässig misinterpretiert. Das ist schlicht Humbug und geht völlig am Thema vorbei.

Ich habe mich zu Beginn dieser Debatte um sprachliche Sensibilisierung und damit verbundene Änderungsbestrebungen in Büchern (die schon lange vor Frau Schröders Amtszeit begann) auch grundsätzlich und vehement gegen solche Eingriffe in literarische Werke ausgesprochen.

Bei näherer Beschäftigung mit dem Thema musste ich meine Meinung jedoch, zumindest teilweise, revidieren und erkennen, dass ich aus einer sehr erwachsenen Perspektive auf die Literatur schaue - und Kinder eben naturgegeben nicht.
Wenn wir in Pippi Langstrumpf vom "Negerkönig" lesen, dann wissen wir natürlich um den zeitlichen Kontext, in dem das Buch entstanden ist, und niemand, der halbwegs bei Verstand ist, würde Astrid Lindgren in irgendeiner Form rassistische Motive vorwerfen. Ebenso wenig Ottfried Preussler und schon gar nicht Mark Twain.
Doch Kinder haben ein anderes Verständnis von Geschichten, sie sind wahr und real für sie. Und wenn ihre Heldin Pippi ganz unbefangen vom "Negerkönig" spricht, dann hören sie dies ohne literatur- oder gesellschaftswissenschaftliche Hintergrundgedanken. Sie gehen davon aus, dass das Wort in Ordnung ist - und das ist es nun einfach nicht mehr, um diesen Umstand kann man sich einfach nicht herumstehlen.

Wenn Sie also nicht möchten, dass Kinder Bücher nur noch mit Gebrauchsanweisung ("Da steht ein Wort drin, das sagt man nicht, weil..."), dann sollten Sie auch ernsthaft noch einmal über Ihren Standpunkt nachdenken. Ich konnte mich auch nur sehr schwer von meiner schnell formulierten Meinung verabschieden.

Ganz klar abgrenzen möchte ich mich jedoch von völlig kontraproduktiven und aktionistischen Eingriffen und der Tendenz, radikal und unreflektiert den großen Radiergummi anzusetzen, sobald ein Reizbegriff auftaucht. Paradebeispiel ist hier für mich Mark Twains "Tom Sawyer und Huckleberry Finn". Hier wird durch die geplante Änderung des Begriffes "Nigger" zu "Sklave" aufs Gröbste inhaltlich verfälscht und dem Zielpublikum des Buches (das i.d.R. alt genug sein sollte, den Begriff als konfliktträchtig zu erkennen) die Chance genommen, Zusammenhänge zwischen sprachlichen und gesellschaftlichen Kontroversen zu begreifen.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass allen am meisten geholfen wäre, wenn Frau Schröder auch damit aufhören würde, aus ihrem eigenen Buch vorzulesen.
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 16.01.2013 um 09:31 Uhr
Dann sollten wir auch das Wort "Hexe" nachträglich aus allen historischen und kirchlichen Dokumenten entfernen, denn es ist diskriminierend.

Ebenso wie man jetzt wohl rückwirkend literarische Werke von Mark Twain verunstalten will. Das Wort "Nigger" gehört zur literarischen Schöpfung und die Entfernung ist ein Eingriff in die Kunstfreiheit... so wie die Putzfrau die Butterpumpe von Herrn Beus säuberte.

Sorry, aber dann sollte man seinen Kindern vielleicht mal den Zusammenhang erklären, warum "Nigger" ein herabwürdigendes Wort ist und warum es in dieser Zeit gebraucht wurde. Ich finde es schlimmer, Kinder in dem Glauben aufwachsen zu lassen, die Welt sei immer und überall heile... ist sie nämlich nicht!

Oder fühlt sich Frau Schröder vielleicht überfordert, ihren Kindern zu erzählen, dass es Sklaverei gab?
Steffi Burg
241
Steffi Burg aus Gießen schrieb am 16.01.2013 um 17:18 Uhr
Frau Schepp, historische und kirchliche Dokumente sind doch nicht vergleichbar mit Kinderliteratur - und um diese dreht es sich in der Debatte. In welchem Zusammenhang sollte die Entfernung des Wortes "Hexe" aus solchen Dokumenten gerechtfertigt sein?! Man würde damit die Geschichte verfälschen.

Bei Mark Twain sind wir uns völlig einig, wie Sie meinen Ausführungen oben unschwer entnehmen können. Ich denke auch: Gerade hier muss der Begriff als Signal und historisches Dokument der erzählten Verhältnisse bewahrt werden.

Aber die Frage lautet nach wie vor - und auch ich musste mich ihr stellen: Sollen Kinderbücher (ich spreche hier von Büchern für kleine Kinder) nur noch mit Gebrauchsanweisung und Sekundärtext funktionieren, oder ist es nicht eine Alternative, in neuen Buchauflagen die Sprache anzugleichen. Ich musste mich als (wie ebenfalls oben erwähnt) zuvor strikte Gegnerin der Eingriffe fragen lassen, wie sehr manche Änderungen wirklich schmerzen würden und selber zugeben: Pippis Vater kann auch ein "Südseekönig" sein, inhaltlich ändert das nichts an dem, was mit dem Begriff verbunden werden soll, nämlich der Stolz der Tochter auf ihren besonderen Vater.

Wir müssen uns fragen: Sagen wir aus Überzeugung nein zu etwas oder nur aus Prinzip, weil uns die Person nicht gefällt, die das Thema gerade auf ihrer Agenda hat? Übrigens ein recht verbreitetes Problem in diesem Forum, wie mir beim Lesen manchmal scheint.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 16.01.2013 um 18:57 Uhr
Nicht schlecht Ihre Argumente Frau Burg, man sollte darüber nachdenken!
Mit meinem kleinen ersten Kommentar wollte ich nur etwas anderes ausdrücken = ich nehme es der Frau Schröder einfach nicht ab, dass sie dieses Thema mit der notwendigen Ernsthaftigkeit anpacken wird, sie hat sich einfach - um von anderen Dingen, die sie bisher "verzapft" hat abzulenken - etwas "einfallen" lassen. Dumm ist sie ja nicht die Frau Schröder, wie man sieht zieht das Ganze sofort eine kleine Diskussion nach sich, und kaum eine(r) macht sich Gedanken "was bezweckt die Frau eigentlich damit, was treibt sie sonst so, hat sie sonst nix zu tun...."

Und der Tipp "sie sollte endlich aufhören aus ihrem eigenen Buch vorzulesen", tja, den wird sie wohl kaum befolgen, lächerlich genug hat sie sich ja schon damit gemacht....aber die Frau ist in meinen Augen nicht nur etwas "lächerlich", sie könnte mit ihren abstrusen Thesen auch gefährlich werden....
Monika Bernges
7.276
Monika Bernges aus Staufenberg schrieb am 16.01.2013 um 19:02 Uhr
Familienministerin Kristina Schröder (CDU) ist eine moderne Frau, und das soll ihre Tochter Lotte auch mal werden. Die ist zwar erst anderthalb, aber da die frühe Prägung ja besonders wichtig ist, gilt es, jedes Wort abzuwägen, das in die kleinen Ohren dringt. "Negerkönig" etwa. Den Titel trägt der Vater von Pippi Langstumpf. Aber nicht bei Schröders zu Hause: Wenn da beim Vorlesen das Wort "Negerkönig" falle, dann werde sie "synchron übersetzen, um mein Kind davor zu bewahren, solche Ausdrücke zu übernehmen", sagte die Ministerin der Zeit.
Das ist ein Auszug aus einem Interview.
"Ich hoffe nicht,daß Frau Schröder in ihrem Ressort,wenn ihr etwas nicht passt,synchron übersetzt,um uns vor den Folgen zu bewahren."
Steffi Burg
241
Steffi Burg aus Gießen schrieb am 16.01.2013 um 19:28 Uhr
Herr Walther, ich stimme Ihnen zu, Frau Schröder ist eine bedauerliche Fehlbesetzung. Und ich weiss nicht, wie klug es wirklich von ihr war, sich ausgerechnet dieses sehr kontrovers diskutierte Thema auszusuchen, um im Gespräch zu bleiben.
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 19.01.2013 um 13:17 Uhr
Wie schön, dass die Welt ansonsten heile ist.
Peter Herold
24.421
Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.01.2013 um 23:56 Uhr
Ich verstehe das nicht, nur weil es plötzlich abwertend bezeichnet wird, soll es nicht mehr gebraucht werden. Welch ein Schmarrn. Als Ersatz wird Afrikaner oder Schwarzer angeboten. Bei letzterem haben wir dann die Bezeichnung "Nigger" = schwarz wieder. Ist demnach Schwarzer auch abwertend? Aus dem Internet folgender Satz:
Nach dem Etymologischen Wörterbuch der deutschen Sprache hat das Wort Neger die Ausgangsbedeutung „Schwarzer“ und ist ein Lehnwort nach dem französischen nègre, das wiederum vom spanischen negro, der Nachfolgeform des Lateinischen niger („schwarz“) kommt. Aus Wikipedia = http://de.wikipedia.org/wiki/Neger - Dort im Kapitel "Herkunft"
Steffi Burg
241
Steffi Burg aus Gießen schrieb am 20.01.2013 um 01:54 Uhr
Der größte "Schmarrn" ist, zu ignorieren, dass sich Sprache und Konnotationen von Begriffen verändern und auf diese Weise auch der gängige Sprachgebrauch. Übrigens im zitierten Wikipedia-Artikel ebenfalls ausgeführt, wenn man ihn vollständig liest, und auch schlüssig anderweitig zu recherchieren.
Aber Sie dürfen gerne weiter "Neger" sagen, Herr Herold und Frau Toth, wenn es Ihnen zu lästig oder unwichtig erscheint, den aktuellen Stand zur Kenntnis zu nehmen und das Empfinden derer zu respektieren, die der Begriff direkt betrifft.
Peter Herold
24.421
Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.01.2013 um 08:47 Uhr
Ich habe nicht gesagt, dass ich die bezeichnung Neger verwende. Icch habe nur gesagt ich verstehe es nicht, denn wenn ich es richtig gelesen habe, dann bedeutet Schwarz = niger. Beachten Sie bitte nur mit einem g geschrieben. Demnach ist es wenn ich Schwarzer sage doch zumindest für mich so als würde ich Neger sagen, was ich aber nicht tue. Denn ich weiß mich zu benehmen liebe Frau Burg.
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 20.01.2013 um 11:37 Uhr
Frau Burg, mit fast 70 Jahren brauche ich von Ihnen keinerlei Belehrungen. Woher kennen Sie meinen Sprachgebrauch? Was nützt es farbigen Menschen, wenn sie eine neue "Bezeichnung" erhalten, aber weiterhin vielerorts diskriminiert werden? Ich habe in meinem Leben außer Afrika die Kontinente bereist und weiß, wovon ich spreche. Ich empfinde bei dem Wort Neger absolut keine Diskrimierung. Es gibt auf unserem Erdball Menschen mit verschiedenen Hautfarben- und allen ist mit der gleichen Achtung zu begegnen. Darüber zu sprechen, zu beraten und zu beschließen, ob farbige Menschen gleiche Rechte haben sollen und sich überall frei bewegen "dürfen", das ist diskriminierend. Gleiche Rechte auf dem Papier sind noch lange keine gleichen Rechte im täglichen Leben. Und hieran muss gearbeitet werden- von Kindesbeinen an! Die wunderbarsten Menschen, die ich kennen lernen durfte waren schwarz- die Ureinwohner von Australien.
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 20.01.2013 um 11:43 Uhr
Da ist mir gerade eingefallen, wie wir in Zukunft Nigeria benennen sollen?
Jörg Jungbluth
5.093
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 20.01.2013 um 17:17 Uhr
Ilse und Peter: Nicht provozieren lassen. Ich weiss ja nicht wie alt und gebildet die schwarze Hand ist, aber wenn sie in der Schule aufgepasst hätte, dann wüsste sie das der Begriff "Neger" von der Bezeichnung "negrid" abgeleitet wurde. Und das ist ein wissenschaftlicher Begriff der eine dunkle Hautfarbe beschreibt. Und unsere Biologielehrerin hatte den netten Nachnamen "Mutalabo" war Afrikanerin und schwarz. Die musste es ja wissen.
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 20.01.2013 um 17:47 Uhr
Ich lasse mich nicht provozieren, Jörg.
Ich sage meine Meinung, wie andere das auch tun.
Peter Herold
24.421
Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.01.2013 um 17:57 Uhr
Richtig und jeder kann, darf und sollte es tun, sofern er/sie eine hat hinter der/sie steht.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 20.01.2013 um 22:31 Uhr
Was ich hier wahrscheinlich nie kapieren werde = warum müssen die Diskussionen immer ins persönliche gehen, warum kann man sich nicht einfach sachlich mit dem "für und wider" auseinandersetzen?
Es gibt Diskussionen, da kann der/die eine den/die andere(n) überzeugen, manchmal bleiben die Positionen auch so wie sie sind.... nur eines dürfte fest stehen: wer die sachliche Diskussion verlässt, der/die hat keine Chance andere zu überzeugen, wenn er/sie denn überhaupt ein Interesse daran hat.
Monika Bernges
7.276
Monika Bernges aus Staufenberg schrieb am 20.01.2013 um 23:03 Uhr
Man sollte nicht auf Kommentare eingehen,die von einem Phantom,
"Der schwarzen Hand" ausgehen.
Bevor Sie weiter austeilen,werte Frau Burg,outen Sie sich doch
einfach.
Es ist immer leicht ausgeteilt,wenn man sein Gesicht nicht zeigt.
Monika Bernges
7.276
Monika Bernges aus Staufenberg schrieb am 20.01.2013 um 23:12 Uhr
Ich glaube,ich habe das Zitat schon einmal eingesetzt :

Wenn mancher Mann wüsste,wer mancher Mann wär,
gäb`mancher Mann manchem Mann manchmal mehr Ehr`.

Soviel zu den unterschwelligen Provokationen.Mir geht es
wie Ihnen,Herr Walther,ich verstehe es auch nicht.
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 20.01.2013 um 23:20 Uhr
Wie recht Du hast, Monika!
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 20.01.2013 um 23:25 Uhr
Wir haben eine "Sprachpolizei", wie ich gerade im Internet gelesen habe.
Dann gibt es wohl auch bald keine Mohrenköpfe oder Negerküsse mehr.
Monika Bernges
7.276
Monika Bernges aus Staufenberg schrieb am 20.01.2013 um 23:34 Uhr
Ilse,das hat ja Herr Büttel erlebt.
Er musste seine Mohrenköpfe in
Schaumküsse abändern.
Steffi Burg
241
Steffi Burg aus Gießen schrieb am 21.01.2013 um 01:21 Uhr
Ein zum Thema mehr als passender Artikel, Frau Bernges, wenn man bedenkt, für welche Medien der Verfasser noch so schreibt und welchem politischen Rand diese zugerechnet werden. Ich gebe einen Hinweis: Links ist da, wo der Daumen ..... ist. - Aber wenn Sie sich an diesen Rand mit einsortieren möchten, dann ist verständlicher, warum das Überdenken des eigenen Sprachgebrauchs schwerzufallen scheint. Wenn nicht, empfehle ich gründlichere Recherchen. - Übrigens auch allen anderen hier, die glauben, mit der reinen Etymologie sei es getan. Dass ausgerechnet diejenigen beschränkt sein sollen, die darüber hinausschauen, ist mir nicht eingängig. Ebenso nicht, warum es viel wichtiger zu sein scheint, auf das Recht zu beharren, alles sagen zu dürfen, was man will, statt einfach hinzuhören und Bedürfnisse anderer zu respektieren. Und am allerwenigsten verstehe ich, was so schrecklich daran sein muss, dass Sprache sich mit der Gesellschaft verändert und umgekehrt.

Eine Sprachpolizei ist nicht notwendig. Manchmal hilft ein wenig Empathie und der Respekt vor Empfindungen, die wir vielleicht nicht teilen, sondern eben nur zur Kenntnis nehmen können.
Steffi Burg
241
Steffi Burg aus Gießen schrieb am 21.01.2013 um 02:53 Uhr
Nachtrag - Zur tiefgründigeren Recherche und etwaigen Beantwortung der oben aufgeworfenen Fragen empfohlen: http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/afrikanische-diaspora/59407/afrikaterminologie?p=0
Peter Herold
24.421
Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.01.2013 um 09:12 Uhr
Liebe Frau Bernges, .... Die vermeintlichen Frauenrechtler in der DUW-Wörterbuchredaktion haben außerdem bereits in der Auflage des Jahres 2003 mehr als 5.000 weibliche Formen wie „Bausparerin“ und „Vizeadmiralin“ aufgenommen.

Ich verstehe es gerade noch, wenn bei der Anrede z.B. Frau Apothekerin xy gebraucht wird. Aber solche Berufsbezeichnungen "einzufrauen" halte ich für übertrieben. Es geht doch nich darum ob eine Frau so einen Beruf ausüben kann. Ist einfach die Bezeichnung für einen Beruf. Wenn jemand unbedingt Bäckerin sagen will, soll er es tun(Frage des persönlichen Stils) aber warum alles vorschreiben, reglementieren? Zur Erklärung. Ich bin im Sternzeichen Wassermann geboren. Wer sich dafür interessiert, wird mich eventuell besser verstehen.
@Frau Burg, wenn Sie es z.B. gut finden, dass die Biebel umgeschrieben werden soll, dann von mir aus. Aber bisher wird glaube ich immer nur von einem weiblichen Jünger spekuliert. Warum dann gleich die weibliche Mehrzahl einführen und ich verspreche es Ihnen, ich werde die Bibel so wie sie vor langer Zeit geschrieben wurde respektieren und diesen Nonsens nicht mitmachen.
Monika Bernges
7.276
Monika Bernges aus Staufenberg schrieb am 21.01.2013 um 11:04 Uhr
Diesen Artikel habe ich nur eingesetzt,um zu zeigen,wie dumm diese neue Wortwahl ist.
Ich bin wie sie Herr Herold,Wassermann,ich gehe mit Ihnen konform.
Und auch außerdem in einem Alter,in dem ich bei meinen
althergebrachten Begriffen bleibe.
Frau Burg,es ging mir nicht um den Verfasser,sondern um die abstrusen Begriffe,die dort genannt wurden.
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 21.01.2013 um 12:17 Uhr
Hat eigentlich mal jemand die "Betroffenen" gefragt, ob sie die hier so heiß diskutierten Begriffe stören? Derjenige, der in dem Wort Neger eine abwertige und diskriminierene Bezeichnung sieht, der sollte mal seine eigenen Gedanken sortieren. Für denjenigen, für den alle Menschen dieser Erde die gleiche Achtung und den gleichen Respekt verdienen, ist die Bezeichnung Neger oder Rothaut ohne jeglichen abfälligen Gedanken. Und wieder einmal entscheiden wir Bleichgesichter über die Farbigen, was gut und schlecht für sie ist.
Jörg Jungbluth
5.093
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 21.01.2013 um 13:01 Uhr
Am 02.02. tritt Dave Davis in der Kongresshalle auf. Ihn sollte man mal fragen.
Peter Herold
24.421
Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.01.2013 um 13:02 Uhr
Wieso man? ist doch frau:-) die hier so eine Meinung vertritt
Monika Bernges
7.276
Monika Bernges aus Staufenberg schrieb am 21.01.2013 um 15:16 Uhr
Ich werde ab sofort auf keinerlei Kommentare
der "Schwarzen Hand" mehr antworten.
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 21.01.2013 um 15:20 Uhr
Ich schließe mich an, Monika.
Jörg Jungbluth
5.093
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 21.01.2013 um 18:20 Uhr
Ich reagiere auf dieses Mysterium auch nicht mehr.
Peter Herold
24.421
Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.01.2013 um 20:49 Uhr
gut, lassen wir Sie es ihn links liegen
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 21.01.2013 um 22:28 Uhr
Danke für den Link ( 21.01. - 02:53 Uhr ) Frau Burg!
Es ist völlig klar, dass die Sprache, genauso wie die geförderte Kultur allgemein, auch immer "die Sprache der Herrschenden" ist. Genauso logisch ist dann, dass sich Sprache im Lauf der Geschichte verändert. Wer dies bestreitet, der bestreitet Tatsachen.

Die Frage, die sich hier ( in der Diskussion / im Beitrag ) meines Erachtens stellt, ist jedoch die Frage was ist richtig, was notwendig, was wird geradezu lächerlich und zur Farce, was bezweckt ausgerechnet eine Frau Schröder damit usw. usw.

Und jetzt mal Hand auf`s Herz: wer sagt von den hier Kommentierenden zu einem Schwarzen heute noch "Neger"???
Peter Herold
24.421
Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.01.2013 um 23:01 Uhr
Frau Burg?
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 21.01.2013 um 23:02 Uhr
Kapier ich nicht Peter was du jetzt damit sagen willst!
Peter Herold
24.421
Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.01.2013 um 23:17 Uhr
Keiner weil es aus dem Sprachgebrauch gekommen ist. Insofern war die Diskussion doch nur wegen der Person Schröder so entbrannt.
Mir selber gefällt es nicht wenn in Literatur bis hin zur Bibel jetzt alles auf das neue Deutsch eingerichtet werden soll. Es wurde zu der Zeit als das jeweilige Schriftstück entstand halt so gesprochen und so sollte es auch stehen bleiben.
Was wir dann im Umgang mit anderen Menschen heute zueinander sagen, steht doch auf einem ganz anderen Blatt.

Warum kann Frau Schröder ihrer Tochter, sofern diese nachfragen sollte, nicht mit einfachen Worten eine Erklärung geben. Ist wie bei der sexuellen Aufklärung. Nicht mehr als erforderlich sagen. Kinder fragen schon nnach wenn sie was nicht verstanden haben. Aber für ihren eigenen Umgang mit Menschen sind sie dann entsprechend gerüstet.
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 21.01.2013 um 23:52 Uhr
Stefan, wenn man mit einem Menschen spricht, dann ist es doch überhaupt kein Thema, welche Hautfarbe er hat. Man spricht ihn/sie mit dem Namen an. Farbige Menschen vieler Nationalitäten gehören auch in Deutschland zum täglichen Leben. Unsere Kinder und Enkelkinder wachsen damit auf und denken überhaupt nicht darüber nach.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 22.01.2013 um 00:06 Uhr
zu Peter = keiner? Glaube ich nicht, aber die große Mehrheit weiss, dass der Begriff "Neger" diskriminierend ist, schwarze Menschen wollen als "Schwarze" bezeichnet werden ( siehe u.a. "ISD", gibt es auch in Gießen )
Ach, die Frau Schröder, die kann man nicht wirklich ernst nehmen, modern ist sie mit Sicherheit auch nicht, sie ist stockkonservativ!

zu Ilse = ja, das war von mir falsch ausgedrückt, stimmt! Ich meinte = wenn jemand "über" diese Menschen redet. Es ist sehr gut, dass unsere Kinder und Enkelkinder darüber gar nicht mehr nachdenken welche Hautfarbe ein Mensch hat.
Peter Herold
24.421
Peter Herold aus Gießen schrieb am 22.01.2013 um 06:56 Uhr
Lieber Stefan, es geht nicht allein um die Farbe. Alles was von "Unserer Norm" abweicht, sollt toleriert werden. Ich weiß von was ich spreche. Mit 9 bis 10 Jahren war ich sehr kräftig gebaut und hatte einen Spitznamen weg, wurde gehänselt und einmal sogar wurde die Klasse durch den Lehrer quasi aufgehetzt und ich bezog so genannte "Klassenkeile". Alo erzählt mir nichts von Diskrimierung.
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 22.01.2013 um 11:23 Uhr
Peter, wie Recht Du hast. Die Medien machen es vor, die Bevölkerung eifert nach und alles, was dem vordiktierten Ideal nicht entspricht, gehört "nicht dazu"! Die Kilos, die Größe, die Haarfarbe, die Intelligenz dürfen nicht abweichen von dem, was "die Modewelt will"! Eines fehlt diesen Leuten allerdings: die eigene Intelligenz und jegliche humane Ader.
Solange man die Geschichte zurück verfolgen kann, haben Menschen andere Menschen für ihre Zwecke benutzt. Oft waren es farbige Menschen, die man ausgebeutet hat. Ganz aufgehört hat es bis heute noch nicht. Wenn man darüber nachdenkt, dass bei der Entdeckung von Australien den Gedanken hatte zu verbreiten, man habe einen menschenleeren Kontinent gefunden und gnadenlose Jagd auf die Eingeborenen machte, dann ist das junge Geschichte, die bis zum heutigen Tage nicht gelöst wurde. Noch heute werden diese Menschen seelisch getötet, entschuldigt hat man sich ebenfalls nicht für die vergangenen Verbrechen.
Peter Herold
24.421
Peter Herold aus Gießen schrieb am 22.01.2013 um 14:25 Uhr
In Australien hatte sich doch England seiner Verbrecher entledigt, wie sollte es da Gnade für die Eingeborenen gegeben haben
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 22.01.2013 um 15:52 Uhr
Zwar ist Australien ein junger Kontinent. Aber Zeit genug war, sich bei den Aborigenes für die Schandtaten der ersten Besiedler zu entschuldigen. Und darüber nachzudenken, warum diese wunderbaren und naturverbundenen Menschen heute betrunken auf der Strasse liegen. 50 000 Jahre haben sie Australien durchwandert. In wenigen Hundert Jahren wurden sie zerstört, gedemütigt, ihrer Lebensweise und ihres Landes beraubt. Ich habe sie kennen gelernt, mit ihnen gesprochen und habe eine große Achtung vor ihnen.
Christine Weber
6.909
Christine Weber aus Mücke schrieb am 22.01.2013 um 16:11 Uhr
Diese Achtung sollte man vor allen Völkern - egal welcher Hautfarbe - und vor allem vor den Naturvölkern haben.
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 22.01.2013 um 17:46 Uhr
Bis 1969 wurden "Halbblütige" Kinder, aus "Mischverbindungen, von der australischen Regierung gewaltsam ihren Familien entrissen, um sie zu "guten Australiern" zu machen. In Heimen wuchsen sie auf, oder sie wurden zur Adoption freigegeben.
Empfehlenswert ist das Buch "Stolen Generation". Das sind die Verbrechen an farbigen Menschen, die in unvorstellbar großem Stil den Ureinwohnern von Amerika (Indianer) , Afrika und Australien angetan wurden. Wir diskutieren hier über Bezeichnungen einer Hautfarbe. Wir sollten unseren Kindern und Enkelkindern erzählen, was frühere Generationen diesen Menschen angetan haben, damit die Kids lernen, Menschen unabhängig ihrer Herkunft und Hautfarbe zu achten.
Steffi Burg
241
Steffi Burg aus Gießen schrieb am 22.01.2013 um 21:27 Uhr
Das meiste was hier geschrieben wird, hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Thema zu tun. Die Bibel umschreiben? Wieso sollte ich das wollen, Herr Herold? Was für ein "Schmarrn", wie Sie es so gerne nennen. Ich wäre sehr neugierig, worin Sie da einen Zusammenhang zum Ausgangsthema begründet sehen.

Ja, wir dürfen unseren Kindern und Enkelkindern historische Ereignisse nicht verschweigen. Darum geht es hier aber gar nicht und auch nicht darum, ob man selbstverständlich tolerant ist. Doch mit Festhalten an überholten, weil diskriminierenden Begriffen ist man es eben doch nicht. Herr Walther bringt es gut auf den Punkt, wenn er auf die Wichtigkeit der Sprache für gesellschaftliche Entwicklungen hinweist.
So ist es unsere Aufgabe, unsere Kindern und Enkelkindern nicht im Irrtum zu belassen, dass ein Wort weiterhin unbesorgt verwendet werden kann, weil die Helden ihrer Literatur es tun. Natürlich kann man das immer erklären - aber möchten Sie immer die Kommentarspur anschalten, wenn sie Ihrem Kind vorlesen? Oder stets daneben sitzen, wenn es bereits selber liest? Warum? Nur, damit Frau Schröder unrecht hat?

Historische Verfälschung findet nicht statt, nur weil einige Kinderbücher sprachlich aktualisiert werden. Dabei bestehe ich weiterhin auf meine oben beschriebene, ganz klare Grenzziehung bei Werken wie z.B. "Tom Sawyer und Huckleberry Finn", in denen eben genau diese kontroversen Begrifflichkeiten zentraler Inhalt sind und einer kritischen Auseinandersetzung mit den beschriebenen gesellschaftlichen Verhältnissen dienen. Hier etwas zu verändern wäre ein Desaster, das Vokabular muss erhalten bleiben, muss aufstoßen, ist inhaltlicher Dreh- und Angelpunkt in der Geschichte um Huck Finn und seiner Freundschaft zum Sklaven Jim.

Bei anderen Büchern ist das aber nunmal nicht der Fall. Ich musste mich nach anfänglichem inneren Widerstand auch selbst befragen: Was stört mich denn tatsächlich daran, wenn Jim Knopf kein "Negerbaby", sondern eben ein "schwarzes Baby" ist? Und Pippis Vater ein "Südseekönig? Die Begriffe haben keine inhaltliche Trägerfunktion, sind reine Beschreibungen - in veraltetem Vokabular.

Aber eine solche Differenzierung scheint ausser bei Herrn Walther und Herrn Fürst bei niemandem hier stattzufinden. Stattdessen zieht man lieber völlig unerhebliche Vergleiche an den Haaren herbei, gibt mehr oder weniger zu, alles eigentlich nur abzulehnen, weil Frau Schröder das Thema auf ihrer Fahne stehen hat (Frau Schröder hat diese Diskussion mitnichten erfunden) und beschwört die sprachliche Apokalypse herauf, als seien plötzlich alle Begriffe der deutschen Sprache zum Abschuss frei gegeben. Zur Not argumentiert man schließlich mit Artikeln aus der Feder von rechtsgerichteten Autoren, behauptet, eine Meinung sei nichts wert, wenn sie nicht von einem kleinen Bildchen begleitet wird und ruft zum Schulhofmobbing wie in der fünften Klasse auf. Im gleichen Atemzug von Toleranz und Offenheit zu schwadronieren, ist reiner Hohn.
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 22.01.2013 um 22:57 Uhr
Gerade habe ich bei WDR eine sehr interessante Diskussion über diskriminierenden Sprachgebrauch gehört.
Monika Bernges
7.276
Monika Bernges aus Staufenberg schrieb am 23.01.2013 um 11:04 Uhr
Habe ich verpasst,erzähle mal!
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 23.01.2013 um 11:18 Uhr
Es war ein Interview und die Meinungen gingen auseinander, wie auch hier in unserer Diskussion. Es wurde gesagt, dass es viele Diskrimierungen im Sprachgebrauch gibt. Es müssten dann sehr Bücher umgeschrieben werden. Wo soll man anfangen und wo aufhören?
Ich bleibe bei meiner Meinung, dass man gerade Kindern sehr gut erklären kann, dass die gelesene Literatur zu einer Zeit geschrieben wurde, wo die Ausdruckweisen zum Sprachgebrauch hörten.Eine Gelegenheit mit den Kids ein Gespräch zu führen. Es ist bei der Erziehung unseres Nachwuchses wichtig darüber aufzuklären, dass Erwachsene Fehler gemacht haben, damit diese sich nicht in der jungen Generation wiederholen.
Monika schau doch mal im Internet bei WDR, meistens kann man dort noch einige Tage die Berichte sehen. Die Sendung hieß West ART Magazin und lief um 23:10
Monika Bernges
7.276
Monika Bernges aus Staufenberg schrieb am 23.01.2013 um 11:27 Uhr
Danke,Ilse,mache ich.
Peter Herold
24.421
Peter Herold aus Gießen schrieb am 23.01.2013 um 11:56 Uhr
Ja so ist es Ilse, denn wer seinen Kindern nichts erklärt oder erzählt macht sich an ihrer Entwicklung mitschuldig
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 23.01.2013 um 13:13 Uhr
Zeiten ändern sich, vieles wird besser, einiges schlechter. Keine Zeit soll verwischt werden, auch negative Angelegenheiten müssen mit den Kids besprochen werden.
Ingrid Wittich
18.886
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 23.01.2013 um 15:33 Uhr
Zur Geschichte des Kinderbuches "10 kleine Negerlein"
habe ich einen interessanten Beitrag im Netz gefunden:
http://www.zeitlupe.co.at/zehnkleine.html
http://www.zeitlupe.co.at/zehnkleine2.html
http://www.zeitlupe.co.at/zehnkleine3.html
Da ich keine Kinder oder Enkel habe, denen ich die alten Bücher erklären müsste, also "Nichtbetroffene" bin, wie das ein Bürgerreporter an anderer Stelle schrieb, dürfte ich hier eigentlich nicht mitdiskutieren.
Trotzdem noch 2 Sätze: Wenn aus Lindgrens "Negerkönig" ein "Südseekönig" wird, ihre Verwandten damit einverstanden sind und Lindgren nicht als "Rassistin" bezeichnet wird, ist das für mich in Ordnung. Man sollte nur - meine Meinung - die Political Correctness nicht übertreiben.
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 23.01.2013 um 16:30 Uhr
Genauso sehe ich das auch, Ingrid!
Dann muss man sonst im Schokoldenmuseum in Köln auch anfangen! Dort steht der Sarottimohr!
Monika Bernges
7.276
Monika Bernges aus Staufenberg schrieb am 23.01.2013 um 17:32 Uhr
Frau Wittich mal ehrlich :so wunderschöne Bilder und Texte sollen nun nicht mehr standesgemäß sein?
Ich glaube,diese Bilder sollte man mal Fr.Schröder zeigen.
Ich könnte mir vorstellen,ihr Kind hätte seine Freude daran.
Na ja,bei Teil 1 und 3 hätte ich auch meine Bedenken,aber
das sind auch keine Kindergeschichten.
Monika Bernges
7.276
Monika Bernges aus Staufenberg schrieb am 16.08.2013 um 19:53 Uhr
Jetzt ist es amtlich.
Der "Zigeuner" ist im Sprachgebrauch out.
Was machen wir nun????
Jörg Jungbluth
5.093
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 16.08.2013 um 19:56 Uhr
Dann muss man jetzt ein Rotationseuropäerschnitzel bestellen
Peter Herold
24.421
Peter Herold aus Gießen schrieb am 16.08.2013 um 23:25 Uhr
Die Liebe vom Zigeuner stammt ... Was macht man damit?
Das ist eine Schraube ohne Ende. Hört damit auf. Keiner denkt daran einen Sinti oder Roma damit zu beleidigen oder zu diskriminieren. Ist doch alles nur von irgend jemand aufgemacht, dieses blöde Fass ohne Boden ;-(
Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 17.08.2013 um 11:23 Uhr
Richtig Peter! Die Welt ist voller unlösbarer Probleme, da muss man sich nicht noch mit so einem Kram befassen.
Man soll die Lebensituation dieser Bevölkerungsgruppe verbessern, die man sesshaft gemacht hat und die im Elend verkommen. (Z. B. in Ungarn)
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Monika Bernges

von:  Monika Bernges

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