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Vierter Rock'n'Rondiel setzte die Erfolgsgeschichte fort

von Dennis Humburgam 17.06.20121052 mal gelesen1 Kommentar
Staufenberg | Vierter Rock'n'Rondiel setzte die Erfolgsgeschichte fort

Die vierte Ausgabe des "Rock'n'Rondiel" auf der Oberburg in Staufenberg war wieder eine unvergesslicher Abend. Wie in den Vorjahren war am Veranstaltunsgtag das durchwachsene Wetter der Vortage wie weggeblasen und so konnten die Veranstalter, die Burschenschaft 'Germania' 1954 und die Heimatvereinigung Staufenberg, ihre Gäste ab 18 Uhr bei angenehmen Temperaturen am Rondiel, dem Aussichtsturm der Burgruine, begrüßen.
Zum Beginn des Abends spielte zunächst die wirklich nicht mehr unbekannte Powerpopband 'Reezee' aus Gießen. Obwohl die jungen Musiker schon auf den großen Bühnen des Frankfurter Museumsuferfests, der Stadtfeste in Gießen und Marburg und zuletzt über den Dächer der Stadt auf der Terrasse des Dachcafé spielen durften, bezeichneten sie anschließend die Oberburg als bislang schönste Live-Location ihrer Karriere. Selbstverständlich hatte 'Reezee' einige Mitglieder ihrer Fangemeinde mitgebracht und spielte einen Querschnitt durch die bisherige Bandgeschichte, die bekannter Weise gerade so richtig am Durchstarten ist. Gänsehaut und „Abrocken“ wechselten sich während des anderthalbstündigen Auftritts von Risi, Flo, Andreas, Sebastian und Marek ab. Ohne ihren Vorgängern zu nahe treten zu wollen, war dies sicherlich der bislang vielversprechendste Auftakt eines "Rock'n'Rondiel".
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Nachdem 'Reezee' natürlich nicht um eine Zugabe herumkam, wurde die anschließende Umbaupause genutzt um von Seiten des Veranstalters Gäste und Protagonisten des Abends zu begrüßen. Ganz besonders wurde an dieser Stelle der '2nd Generation' gedankt. Die 60s-Revival-Band aus Gießen war 2009-2011 bei jedem "Rock'n'Rondiel" eine der Hauptattraktionen und für viele daher sicherlich diese Veranstaltung ganz fest mit dem Namen 'The 2nd Generation' verbunden. Veranstalter und Band wünschten sich aber beide eine Pause, um es nicht langweilig und beliebig werden zu lassen. Nicht nur dafür, diese nicht mehr wegzudenkende Veranstaltung, entscheidend mit groß gemacht zu haben, wurden die Bandmitglieder an diesem Abend als Ehrengäste eingeladen. Vielmehr hatte die '2nd Generation' auch noch ihren eigenen "Ersatz" empfohlen und schon kurze Zeit später wussten die Veranstalter, dass auch hier Verlass auf die Jungs gewesen war.
Nach einigen technischen Problemen, die nicht verschwiegen werden dürfen, brachten
‚The Bubbles‘ aus dem Main-Taunus-Kreis schon nach wenigen Liedern die Oberburg zum Beben. Wer das etwas zaghafte Staufenberger Publikum kennt, weiß welche Kunst dahinter steckt... ‚The Bubbles‘ sind fünf schon etwas erfahrenere Musiker, die sich auf die Fahnen geschrieben haben, ihre eigenen Lieblingslieder aus den letzten 45 Jahren etwas fetziger als das Original zu zelebrieren und das Publikum von der ersten Minute an mitzureißen. So sollte es dann auch kommen, denn die "großen Jungs" lieferten von Beginn an eine gehörige Show - nicht nur auf der Bühne, sondern auch bei ständigen Ausflügen in das immer ekstatischere Publikum. Mit Schildern wurden auch die weniger textsicheren Gäste immer wieder zum Mitsingen animiert und die Musiker selbst wechselten gleich mehrfach während dreier fantastischer Stunden ihre Outfits. Bei jedem Song, von Rockklassikern aus den späten 60ern und 70ern über NDW und Deutschrock bis hin zu aktuelleren Hits, war der Band anzumerken, dass ihnen ihre Auftritte im Allgemeinen und im Besonderen dieser vor der fantastischen Kulisse der Burgruine einfach Spaß machen. Als es dann dunkel wurde und die Oberburg wie in jedem Jahr wunderschön im Scheinwerferlicht erstrahlte, erreichten die Stimmung und Euphorie des Publikums gegen Ende des Auftritts der ‚Bubbles‘ ihren Höhepunkt.
Wie im Vorjahr bildete dann die Rockcoverband ‚LIMO‘ den würdigen Abschluss eines tollen vierten „Rock’n’Rondiel“. Die selbsternannte „Band mit der Kettensäge“ hatte letztere auch in diesem Jahr nicht zuhause gelassen und spielte unter anderem den "Lumberjack" in neuer und größerer Formation als 2011 nach Staufenberg. Mit nunmehr insgesamt sieben Mitgliedern und drei stimmgewaltigen Sängern bzw. Sängerinnen präsentierte ‚LIMO‘ wieder eine mehr als beachtliches Portion Rock über drei energiegeladene Stunden. Wie nicht anders zu erwarten, brachten Rocksongs von den 70ern bis heute und von Bands wie AC/DC, Roxette, Green Day und Metallica die aufgrund der späten Stunde und vor allem der dann doch empfindlich kühlen Temperaturen etwas reduzierte Menge zum Springen und Mitsingen. Am Ende kam auch ‚LIMO‘ nicht ohne mehrere Zugaben („I would walk 5000 miles…“), weit nach zwei Uhr, von der Bühne.
Nachdem die Veranstaltung auf dem Platz vor der Bühne ihr Ende genommen hatte, feierten noch etliche Gäste über Stunden in der Sektbar im alten Gewölbekeller unter der Oberburg weiter. Hier wurde erstmals mit Musik aus der Konserve für Stimmung gesorgt und auch die Mädels der ‚Grashoppers Mainzlar‘ feierten ihre Premiere hinter dieser Theke.
Alles in allem waren die Veranstalter wiederum mehr als zufrieden mit der nunmehr vierten Ausgabe der Erfolgsgeschichte „Rock’n’Rondiel“. Zwar konnte der Gästerekord aus dem Vorjahr wegen der kühleren Temperaturen und der starken Konkurrenz, u.a. dem Hessentag in Wetzlar, nicht erreicht werden. Dafür gelang es mit einigen Neuerungen und Änderungen gegenüber den ersten drei Veranstaltungen, so wurden die Theken vollkommen neu aufgestellt, einen zweifelsohne noch besseren Ablauf des Abends hinzubekommen. Dass der „Rock’n’Rondiel“ weiterhin ein Fest für ein etwas anderes Publikum als so mancher Discoabend ist, zeigte sich nicht zuletzt daran, dass der erstmals engagierte Sanitätsdienst der Johanniter lediglich einen umgeknickten Fuß zu versorgen hatte.
Nicht vergessen werden darf natürlich auch, dass die Burschenschaft ‚Germania‘ die Veranstaltung nutzte, um ihre diesjährige Maikönigin Linda Velten mit ihrem Maikönig Nico Humburg, sowie die beiden nächstplatzierten Paare Jovanna Schrödel & Tim Junkel und Larissa Venohr & Oliver Amend zu präsentieren.
Ein unvergesslicher Abend, der auf viele weitere Fortsetzungen auf der Staufenberger Oberburg hoffen lässt!

 
 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

6
Kai-Uwe Seißler aus Gießen schrieb am 18.06.2012 um 23:57 Uhr
Wir haben die Kettensäge keinesfalls zuhause gelassen :)
(Als würden wir uns das entgehen lassen)
Wer sie nicht gehört/gesehen hat, ist schlicht zu früh nach Hause gegangen :)

mfg

Kai
LIMO
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