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"Papalala"-Festival gefällt Groß und Klein

Junge Fans bejubeln Johannes Strate. (Foto: Medienbüro Glinke)
Junge Fans bejubeln Johannes Strate. (Foto: Medienbüro Glinke)
Staufenberg | Zwei Tage Rock, Pop, Kinderspaß und Partylaune, elf Musik-Acts, insgesamt 1000 Besucher und 150 Helfer - das erste "Papalala"-Festival in der Kulturhalle in Staufenberg-Treis hat am Wochenende fruchtbaren Boden gefunden. Das vom Treiser Dirk Wallenfels organisierte und nach einem Kleinkindkauderwelsch-Ausspruch seiner Tochter benannte Spektakel hat das kulturelle Dorfleben in zweierlei Hinsicht aufgemischt. Zum einen hatten die Gäste ein Programm serviert bekommen, das sowohl mit national als auch lokal bekannten Künstlern auftrumpfen konnte. Zum anderen unterstützten gleich rund ein Dutzend örtliche Vereine die Veranstaltung, die gleichzeitig unter dem Benefizgedanken stand. Denn der Erlös soll der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen der Stadt Staufenberg zugute kommen - insbesondere eben den mithelfenden Vereinen.
Der Freitagabend stand zum Auftakt des Festivals unter dem Zeichen deutschsprachiger Musik, die auf Akustikgitarrenbegleitung und auf Singer/Songwriter-Qualitäten setzte. Höhepunkt des ersten Tages war sicherlich das Gastspiel des Musikprojektes "wingenfelder:Wingenfelder". Die Brüder Kai
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und Thorsten Wingenfelder, ehemals Sänger und Gitarrist der aufgelösten Band "Fury in the Slaughterhouse", stellten als nunmehr deutschsprachig singendes Duo und unterstützt von einer Band ihr Debütalbum "Besser zu zweit" vor. Titel wie "Revolution" oder "Angst vor der Angst"zeigten die Bandbreite zwischen eingängigen Pop-Melodien und rockigen Hymnen auf und erzählen Geschichten, die von Gesellschaftskritik und auch Zwischenmenschlichem geprägt sind. Aber das Publikum ebenso vom Anspielen alter Fury-Hits wie "Won't forget these days" oder "Time to wonder" begeistert und sang diese lautstark mit. Egal, ob auf Deutsch oder Englisch - Kai Wingenfelders Stimme bleibt unverwechselbar.
Ein Grund, warum die beiden Niedersachsen ihre Reise ins Mittelhessische antraten, war das Heimspiel ihres festen Band-Gitarristen Normal Keil. Der Treiser, dessen Eltern noch in dem Staufenberger Stadtteil leben, hatte sich in der Vergangenheit in der heimischen Musikszene zunächst mit seiner ehemaligen Band "Cowboy 23" sowie als Solokünstler einen Namen gemacht. Den Song "Perfekt", den Keil zusammen mit Jan Heuser schrieb, haben die Wingenfelders für sich entdeckt und als erste Single herausgegeben.
Der junge Singer/Songwriter "Janne" (eigentlich Jan Heuser) aus dem Ebsdorfergrund eröffnete das Freitagabendprogramm mit eigenen Songs wie "Absolut ok" oder "Marburg an der Lahn".
Donikkl und die Weißwürschtl sind Vollblut-Kindermusiker. (Foto: Medienbüro Glinke)
Donikkl und die Weißwürschtl sind Vollblut-Kindermusiker. (Foto: Medienbüro Glinke)
Der im Anschluss auftretende Johannes Strate, Sänger der Deutsch-Rock-Band "Revolverheld", hatte sich in seinem Soloprojekt ebenfalls eher den ruhigeren Tönen und dem Singer/Songwritertum zugewandt. Titel wie "Die Zeichen stehen auf Sturm" oder "Guten Morgen Anna" verlangten an diesem Abend dem Publikum einmal mehr aufmerksames Zuhören und Stille ab.
Für besondere Gänsehaut sorgte Strates Gastauftritt bei "wingenfelder:Wingenfelder", mit denen er gemeinsam den alten Fury-Klassiker "Radio Orchid" auf die Bühne brachte.

Samstagsnachmittag war zunächst ganz auf Familien und Kinder ausgerichtet: Die Kinderliedermacher Beate Lambert aus Marburg und Hartmut E. Höfele luden die Kleinen zum Mitsingen ein. Der besondere Clou daran: Der vordere Bereich vor der Bühne war nur Kindern bis zu einer bestimmten "Körpergröße" zugänglich. Mit einem Augenzwinkern natürlich. Popcorn, Kaffee und Kuchen sowie generelles Alkoholverbot zu dieser Tageszeit sorgten für ein hohes Maß an Kinder- und Familienfreundlichkeit. Höhepunkt des Nachmittags bildete der Auftritt der bayerischen Gruppe "Donikkl und die Weißwürschtl",
Singer/Songwriter Janne (Jan Heuser, links) wird von seinem Bruder am Kontrabass begleitet. (Foto: Medienbüro Glinke)
Singer/Songwriter Janne (Jan Heuser, links) wird von seinem Bruder am Kontrabass begleitet. (Foto: Medienbüro Glinke)
die als Créme de la Créme der Kindermusik in Deutschland gelten. In ihren bunten und schrillen Kostümen sorgten Donikkl, Rodscha aus Kambodscha, Erich, der Koch, Tom Palme, Ameisen Michl und Kirby Kobold für ordentlich Stimmung. Egal, ob Reggae-Vibes, Funky Tunes oder auch rockige Töne - hier gab es auch für die Erwachsenen ordentlich was zu hören und zu schauen, natürlich alles versehen mit kindgerechten und pädagogisch wertvollen Texten. Mal geht es um Cowboys, dann um einen Affen, der sich auch persönlich an Erichs Schlagzeug niederlässt, dann wird der Klassiker "Aram Sam Sam" dargeboten - bei "Donikkl" ist auf der Bühne immer was los. Nicht erst mit dem "Fliegerlied", das seit der Komposition 2001 zu einem der bekanntesten Party-Hits in Deutschland gemausert hat, kommt Partystimmung auf. "Donikkl und die Weißwürschtl" bieten ein rundum gelungenes Paket, dem es an nichts fehlt - das ist wahrlich Rock'n'Roll, wenn auch für Kinder.

Am Abend startete ein rockiger Reigen mit heimischen Coverbands. Einzigste Ausnahme bildete in diesem Sinne die Gießener Formation "Calamity Jane": Mit progressiven Alternative-Rock aus eigener Feder versuchten die "Westernheldinnen", das Publikum für sich zu gewinnen. Neben der extrovertierten Performance der Sängerin Oana Gottschald stach vor allem das versierte Bassspiel von Kyra Fichtner heraus.
Johannes Strate (links).  (Foto: Medienbüro Glinke)
Johannes Strate (links). (Foto: Medienbüro Glinke)
Setze zunächst das Duo Li-Dou noch auf französische Chansons und englische Folk- und Popsongs, preschte anschließend die Rock-Coverband "Greyghost" um den texanischen Sänger Allan Bunnell mit harten Tönen und Klassikern wie "Here without you" (3 Doors Down ) oder "Rebel Yell" (Billy Idols) los.
Ganz ihren kalifornischen Vorbildern verschrieben hat sich die "Red Hot Chili Peppers"-Tribute-Band "Mother's Milk". Nach dem zweiten Album der Band benannt spielen sie allerdings vornehmlich Songs aus der späteren Ära wie "Aeroplane" oder "Californication". Vom der aktuellen Peppers-Platte "I'm with you" gab es den Song "Monarchy of Roses" zu hören.
Wer immer noch nicht genug hatte, konnte mit der Coverband "Noisic" noch drei Stunden lang bis spät in die Nacht ausgelassen feiern. Coversongs aus Rock und Pop wie "Don't gimme that" (The Boss Hoss), "Hangover" (Taio Cruz) oder "Hollywood Hills" (Sunrise Avenue) gehörten zu ihrem Set.

Junge Fans bejubeln Johannes Strate. (Foto: Medienbüro Glinke)
Donikkl und die Weißwürschtl sind Vollblut-Kindermusiker. (Foto: Medienbüro Glinke)
Singer/Songwriter Janne (Jan Heuser, links) wird von seinem Bruder am Kontrabass begleitet. (Foto: Medienbüro Glinke)
Johannes Strate (links).  (Foto: Medienbüro Glinke)
Junge Fans bejubeln "wingenfelder:Wingenfelder". (Foto: Medienbüro Glinke)
wingenfelder:Wingenfelder singen deutschsprachige Songs. (Foto: Medienbüro Glinke)
Norman Keil (links) ist Gitarrist bei "wingenfelder:Wingenfelder".  (Foto: Medienbüro Glinke)
wingenfelder:Wingenfelder (Foto: Medienbüro Glinke)
Dirk Wallenfels (Mitte) hat das "Papalala"-Festival ins Leben gerufen. (Foto: Medienbüro Glinke)
Papalala als süße Versuchung. (Foto: Medienbüro Glinke)
Kinderliedermacherin Beate Lambert.  (Foto: Medienbüro Glinke)
Donikkl und die Weißwürschtl sind Vollblut-Kindermusiker. (Foto: Medienbüro Glinke)
Donikkl und die Weißwürschtl sind Vollblut-Kindermusiker. (Foto: Medienbüro Glinke)
Donikkl und die Weißwürschtl sind Vollblut-Kindermusiker. (Foto: Medienbüro Glinke)
Greyghost zelebrieren Rock-Klassiker (Foto: Medienbüro Glinke)
Greyghost zelebrieren Rock-Klassiker. (Foto: Medienbüro Glinke)
Greyghost zelebrieren Rock-Klassiker, (Foto: Medienbüro Glinke)
Calamity Jane präsentieren Alternative-Rock. (Foto: Medienbüro Glinke)
"Mother's Milk" zollen den "Red Hot Chili Peppers" Tribut. (Foto: Medienbüro Glinke)
"Noisic" bieten eine energiegelade Rockcover-Show. (Foto: Medienbüro Glinke)

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