Bürgerreporter berichten aus: Staufenberg | Überall | Ort wählen...

Vom 19.11.2011 Wer kennt denn Sinn des Lebens?

Staufenberg | Wer kann erklären woher kommt das Leben und wie sieht
die Zukunft aus? Selbstzerstörung oder weltweiter Friede?
Wer kann in die Zukunft sehen? Die Wirtschaftsweisen,
die UN oder die Religionsführer?
Wer weis die Antwort...........

Mehr über

Die Heilige Schrift bester Ratgeber (1)
Stöbern Sie in den Stichworten (Hilfe), um verwandte und ähnliche Beiträge zu entdecken:

Kommentare zum Beitrag

Robert Lechner
32
Robert Lechner aus Staufenberg schrieb am 19.11.2011 um 20:02 Uhr
Wer interessiert sich noch für die Heilige Schrift. Die im 16. Jahrhundert
erkämpf und verteidigt wurde. Menschen die sie lesen wollten sind verfolgt
und getötet worden. Und Heute? Nur noch Märchenbuch.........
Robert Lechner
32
Robert Lechner aus Staufenberg schrieb am 19.11.2011 um 20:09 Uhr
Zum Sinn des Lebens:
Ja, leider denkt jeder unterschiedlich darüber. Warum?
Es ist nicht der Reichtum, Haus an Kinder weitergeben und anderes.
Wird man nur geboren um zu lernen zu arbeiten und zu sterben?
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 19.11.2011 um 21:09 Uhr
Nicht "böse" gemeint Herr Lechner,

aber wenn Sie so eine Frage stellen, eine Frage die sich die Menschheit seit je her stellt.... dann können Sie dies nicht auf eine Diskussion über die Religion oder gar die "Heilige Schrift" reduzieren. Da werden Sie entweder gar keine Antworten bekommen oder ähnliche wie die von Frau Stapf.

Man sollte, wenn man ernsthaft, offen und umfassend darüber diskutieren will, sich vielleicht auch nicht alles auf einmal vornehmen???

ich fange mal mit der ersten Frage an "woher kommt das Leben" = relativ einfache Antwort: das können am besten die Naturwissenschaftler beantworten!
Robert Lechner
32
Robert Lechner aus Staufenberg schrieb am 19.11.2011 um 23:54 Uhr
Okay, sie haben Recht, ich habe zu viele Fragen auf einmal gestellt und
gehofft, dass jemand auf die Bibel eingeht. Da ich mich seit vielen Jahren
mit der Bibel und den Weltreligionen beschäftige. Und dachte vielleicht
ist jemand hier um Antworten zu finden.
Bernd Zeun
9.530
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 20.11.2011 um 08:46 Uhr
Nun, Herr Lechner, eigentlich sollten Sie doch diese Frage mit Hilfe der Bibel beantwortet bekommen haben. Falls nicht, wird es Ihnen auch kein anderer beantworten können.
Robert Lechner
32
Robert Lechner aus Staufenberg schrieb am 21.11.2011 um 13:13 Uhr
Ja, sicher Herr Walther gab ja den Rat, Naturwissenschaftler zu fragen.
Nur unter denen gibt es ja auch ganz unterschiedliche Meinungen.
Es fängt damit an ob wirklich alles blinder Zufall ist oder ob es eine geistige
Intelligenz im Universum gibt, GOTT genannt. Denn auch damit habe ich mich befasst. Denn was ist vernünftiger an Zufall oder an Gott zu glauben?
Bernd Zeun
9.530
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 21.11.2011 um 14:30 Uhr
Die Grundfrage ist ja, wie fing alles an, ein Urknall aus dem Nichts heraus ist menschlicher Logik so wenig zugänglich wie die Annahme einer Schöpfung durch irgendeine Instanz, egal ob man diese Gott oder sonstwie benennt, da man damit das Problem nur verschiebt und weiter nach dem Ursprung dieser Instanz fragen muss. Und da diese Frage keiner je beantworten kann, ist es eigentlich müßig sich damit zu beschäftigen, sondern man sollte sich lieber der Frage zuwenden, wie man die Zeitspanne zwischen Geburt und Tod für alle Beteiligten möglichst friedlich und reibungsfrei bewältigen kann.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 21.11.2011 um 18:28 Uhr
Ich gebe dir Recht Bernd wenn du schreibst, dass weder ein Urknall noch eine "Schöpfung" logisch sein kann!
Nur, warum sollte diese Frage nicht irgendwann beantwortet werden können? Nur weil wir sie heute vielleicht noch nicht beantworten können, oder evt. auch viele nicht beantwortet haben wollen?
Seit Jahrhunderten gibt es den ständigen "Kampf" zwischen dem Idealismus und dem Materialismus. Sind Weltall und Natur erschaffen worden oder sind sie seit Ewigkeit da, unendlich in Zeit und Raum?
Für die Materialisten, zu denen ich mich auch zähle, ist das gesamte Weltall materiell, die Materie ist in ständiger Bewegung und Veränderung.
Die absurde Urknalltheorie wurde bereits vor Jahrzehnten widerlegt, das Festhalten einzelner Physiker an dieser Theorie ist nichts weiter als das Festhalten am Idealismus, und die Unfähigkeit (und Weigerung der bürgerlichen Naturwissenschaftler) mit Hilfe des dialektischen Materialismus an die Untersuchung der Naturgesetze heran zu gehen!
Bernd Zeun
9.530
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 21.11.2011 um 22:20 Uhr
Hallo Stefan, da muss ich dir widersprechen, unlogisch ist der Urknall nicht und die astronomischen Beobachtungen - Ausdehnung des Weltalls, Hintergrundstrahlung - sprechen dafür. Es ist mir neu, dass die Urknalltheorie widerlegt sein soll und da wäre ich dir für Informationen dankbar, worauf du dich beziehst. Ich sage nur, menschlicher Logik ist es nicht zugänglich, wie aus dem Nichts dieser Anfangszustand des Urknalls, von dem aus die Ausdehnung des Weltalls begann, entstehen konnte (die Existenz von einem ewigen Etwas ist menschlicher Logik genau so wenig zugänglich).
Materialist bin ich auch, solange ich nicht erklären muss, was Materie eigentlich sein soll. So wie das Weltall überwiegend leerer Raum ist, wird es auch immer leerer je weiter ich mich in den atomaren und subatomaren Bereich begebe. Die Kreisbeschleuniger werden immer größer und die Elementarteilchen immer kleiner und masseärmer. Auf der Ebene herrscht also auch praktisch Leere und da die Sterne auch nur aus Atomen (zwar in plasmatischem Zustand) bestehen, besteht das Weltall sozusagen aus Leere. Es ist also nicht nur in unseren Köpfen nicht viel drin, sondern im ganzen Weltall. Wir haben ein paar Beobachtungen gemacht, daraus ein paar Naturgesetze abgeleitet, ein paar Grundkräfte definiert, für unser praktisches Leben mag das genügen, für letzte Erklärungen reicht es bei weitem nicht. Und wer weiß, wie oft unser Weltbild noch umgestoßen werden muss, vor kurzem wurden Experimente gemacht, die zur Erklärung eine höhere Geschwindigkeit als die des Lichts erforderten, sollten die Experimente bestätigt werden, wäre die Relativitätstheorie Vergangenheit. Außerdem ist es prinzipiell nicht möglich, als Teilnehmer eines Systems, Aussagen über die Gesamtheit des Systems zu machen. Vielleicht ist unser System ja nur Teil eines größeren Systems. Ich glaube jedenfalls nicht, dass die Frage gelöst wird, ehe die Sonne sich soweit aufbläht, dass alle Fragen sich erübrigen.
Robert Lechner
32
Robert Lechner aus Staufenberg schrieb am 21.11.2011 um 22:31 Uhr
Vielen Dank für die Interessanten Kommentare und Denkanstösse.
Herr Zeun, wenn wir nur über die Zeitspanne Geburt und Tod nachdenken,
warum gibt es Menschen die über den Sinn des Daseins und dann mit dem erworbenen Wissen im Alter zu sterben. Wars das?
Da ich, wie Herr Walter darüber nachgedacht habe wer hat die Naturgesetze
gemacht? Und jede Wirkung hat eine Ursache. Unabhängig von Religon
haben in der Vergangenheit bis Heute einige Wissenschaftler behauptet
wie Einstein und andere, das es eine höhere Macht geben muss.
Wie denken Sie darüber?
Bernd Zeun
9.530
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 21.11.2011 um 22:43 Uhr
Herr Lechner, wir fangen an uns im Kreis zu drehen, wie ich oben schon sagte, wenn ich einen Gott annehme, muss ich fragen, woher kommt dieser. Wenn Gott ewig existieren soll, kann ich das mit gleicher Berechtigung auch von Materie annehmen.
Dass die Menschen Fragen stellen liegt in der Natur des Menschen, die stelle ich mir auch weiter, auch wenn ich davon ausgehe, keine Antwort zu bekommen.
Die Sinnfrage, die Menschen fragen immer nach dem Sinn des Lebens, für mich hat es nur für die Zeitspanne zwischen Geburt und Tod einen "Sinn", nach dem Tod, denke ich, war's das wirklich gewesen. Wieso machen die Menschen sich soviel Gedanken, was nach dem Tod passieren soll. Da passiert soviel, wie vor unserer Geburt oder besser Zeugung mit uns passiert ist, nämlich auch nichts, wir haben nicht existiert und nach dem Tod werden wir auch nicht existieren. Es wäre mir auch lieber es wäre nicht so. Aber ich will niemand die Hoffnung nehmen, also wer an einen Gott glauben will und an ein Weiterleben nach dem Tod, soll das gerne tun, wenn es ihm in seinem jetzigen Leben hilft.
Robert Lechner
32
Robert Lechner aus Staufenberg schrieb am 21.11.2011 um 23:12 Uhr
Herr Zeun bitte nicht böse sei, wenn ich ihnen naturwissenschaftlich
widersprechen muss, Materie war nicht immer da, aber Energie laut
Einstein. Alles was wir sehen oder auch nicht besteht aus Atomen.
Zum Bp. alles was verbrennt ist immer noch da, durch die Atome.
Aus diesem Grund ist es auch kein Problem an einen Schöpfer zu glauben.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 21.11.2011 um 23:27 Uhr
Wieso bist du der Ansicht, dass es ein "Nichts" einen Anfang gegeben haben muss Bernd? Alles ist Materie, selbst die so genannten "leeren Räume" bestehen aus Materie.....bereits Kant stellte die Hypothese des Urnebels auf, Marx/Engels verbesserten die Hypothese indem sie untersuchten, dass diese die früheste Form der Materie sind, die sie damals deuten konnten. Sie kamen aber zu dem Schluss, dass "Was durchaus nicht ausschliesst, sondern viel mehr bedingt, dass die Materie vor dem Urnebel eine unendliche Reihe andrer Formen durchgemacht habe"
Was nichts anderes bedeutet, dass die (bürgerliche, idealistische) Physik, die Begrenztheit der menschlichen Sinne auf die angebliche Begrenztheit der Materie übertragen hat. Den "Ausweg" suchte sie sich dann, ja in der absurden(!), Theorie Jordans von der Entstehung des Weltalls aus einem Punkt, durch einen explosionsartigen Urknall....
Willi Dickhuts Buch "Materialistische Dialektik und bürgerliche Naturwissenschaft" weist wissenschaftlich die Überlegenheit der dialektischen Methode nach, die Bedeutung der Urknalltheorie als Spielart des bürgerlichen Systems usw. usw.

Ist dies heute oder generell von Bedeutung, sollte man sich damit überhaupt beschäftigen? Ich denke ja, denn es gibt keine unabhängige Wissenschaft, auch die herrschende (beherrschende) Wissenschaft ist immer die Wissenschaft der Herrschenden, auch das muss entlarvt werden! "Die Erde ist eine Scheibe" = auch da entschieden die Herrschenden, nicht weil sie unwissend waren, sondern weil es ihren Interessen diente!

Es könnte eine interessante, eine unendliche :-)) Diskussion werden, wir sind ja erst bei der 1. Frage...

Auch Einsteins Relativitätstheorie ist kein Dogma, auch er machte entscheidende Fehler, so leugnete er dass Raum und Zeit objektive Eigenschaften des Weltalls sind und hat sie vollständig relativiert. Und damit kam auch er, wie viele, an den Punkt: "Es muss eine höhere Macht geben"
Ich denke wir sollten aber dem Beitragseinsteller Herrn Lechner gerecht werden und auf seine Fragen antworten:
es gibt für mich persönlich nicht den geringsten Anhaltspunkt dafür, dass es eine "höhere Macht" geben muss. Ich spreche deswegen aber keineswegs dem Einzelnen ein Recht auf Religion und Glauben ab, nur für mich ist es unwissenschaftlich.
Jede Wirkung hat eine Ursache? Ich weiss jetzt nich genau was Sie damit sagen wollen Herr Lechner. Dialektiker sehen das auch ein wenig anders: Ursache und Wirkung stehen im Wechselverhältnis, was jetzt Wirkung ist, das kann zukünftig Ursache sein und umgekehrt, es ist nichts starres unveränderliches, so wie alles, so sind auch die gesellschaftlichen Verhältnisse in Bewegung, in Veränderung....auch ein Grund dafür, dass die Idealisten die Ewigkeit der Materie und des Weltalls bestreiten, sie wollen ja keine Veränderung, erst recht keine gesellschaftliche....
Robert Lechner
32
Robert Lechner aus Staufenberg schrieb am 22.11.2011 um 22:34 Uhr
Herr Walther, ich sehe sie haben sich mit dem Ursprung des Lebens und
wahrscheinlich auch mit dem Sinn des Lebens schon auseinandergesetzt. Kurz gesagt gibt es 2 Fronten, bei den Naturwissenschaftler und Evolutionisten, die einen Glauben an eine höhere Macht die anderen nicht. Bei meiner ursprünglichen Frage geht es ja nicht nur um die Vergangenheit, Gegenwart sondern auch um die Zukunft. Wir sind uns sicher einig, die Zukunft der Menschheit sieht für unsere Kinder und Enkel schlecht aus.
Wenn es keinen Gott gibt und Jesus Christus nicht der Sohn Gottes war,
gibt es auch keine Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Denn ein alter
indianischer Spruch lautet: Erst wenn der letzte Baum gefällt ist, werden die
Menschen merken, dass mann Geld nicht essen kann.
Und dieser Spruch wir dann in Erfüllung gehen.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 22.11.2011 um 23:17 Uhr
Sie haben Recht Herr Lechner, die Positionen sind verschieden, da kommen wir jetzt nicht weiter, aber ich denke, sie sollten schon zu Beginn geklärt worden sein, damit jeder weiss auf was er sich einlässt und wo der andere steht!
Ich habe daher nichts dagegen wenn wir den nächsten Schritt machen und uns dem Zukünftigen zuwenden:
- ich bin ein Optimist, daher teile ich die Ansicht nicht ganz, dass die Zukunft unserer Kinder und Enkel (ich habe beides) schlecht aussehen muss. Die Betonung liegt hier auf "muss".
- während Sie Ihre / die Hoffnung auf Gott setzen, setze ich die meine auf die aktiven Menschen, die die Zukunft noch zugunsten der Menschheit verändern können und wollen.
- der alte indianische Spruch ist aktueller denn je, wobei ich der festen Überzeugung bin, dass es sehr wohl sehr viele Menschen gibt, die jetzt schon (bevor der letzte Baum gefällt ist) erkannt haben, dass wir auf eine globale Umweltkatastrophe zusteuern, die die Grundlagen für jedes Leben auf der Erde grundsätzlich in Frage stellen kann
- nur werden die Menschen erkennen, dass Umweltzerstörung, Klimawandel usw. kein Naturgesetz ist, dass dies Verursacher (und Profiteure) hat, dass für eine Veränderung die eigene Kraftanstrengung und Aktivität erforderlich ist, dies ist für mich die entscheidende Frage ob die Zukunft "gut oder schlecht" aussieht, aber wie gesagt, da bin ich Optimist.....Vertrauen in die Menschen, in die Völker, dies kann mir keiner so schnell nehmen!
Bernd Zeun
9.530
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 22.11.2011 um 23:49 Uhr
@Herr Lechner: Warum sollte ich Ihnen böse sein, Widerspruch gehört zur Wissenschaft. Ob Energie (über die Einsteinsche Formel E=mcc mit Materie gleichgesetzt) ewig ist wusste auch Einstein nicht, aber damit sind wir wieder beim Anfang. Ich will nur noch kurz auf das Gottesbild von Naturwissenschaftlern eingehen. Ich denke die meisten ernst zu nehmenden Wissenschaftler haben entweder keines oder eines wie Einstein. Dem wird zwar immer wieder durch den Ausspruch "Gott würfelt nicht" und andere ähnliche der Glaube an einen personifizierten Gott unterstellt, den er aber nicht hatte. Hier ein paar Zitate von ihm zu seinem Gottesbild:

"Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger, aber doch reichlich primitiver Legenden. [...] Für mich ist die unverfälschte jüdische Religion wie alle anderen Religionen eine Inkarnation des primitiven Aberglaubens. Und das jüdische Volk, zu dem ich gern gehöre und mit dessen Mentalität ich tief verwachsen bin, hat für mich doch keine andersartige Qualität als alle anderen Völker." - Brief vom 3. Januar 1954 an den Philosophen Erich Gutkind, der Einstein eine Kopie seines Buches "Entscheide dich für das Leben: Der biblische Aufruf zur Revolte" geschickt hatte. Zitiert im Tagesspiegel vom 15.05.2008, vollständige Transkription des Briefes bei reddit.com, Faksimile des Briefes Vorderseite und Rückseite

ich glaube an spinozas Gott der sich in der harmonie des seienden offenbart stop nicht an einen gott der sich mit schicksalen und handlungen der menschen abgibt." - Antworttelegramm vom 24. April 1929 an den New Yorker Rabbiner Herbert S. Goldstein auf dessen telegraphische Anfrage: "glauben sie an gott stop bezahlte antwort fuenfzig worte", zitiert in DER SPIEGEL 27.04.1955

"Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und ich habe dies niemals geleugnet, sondern habe es deutlich ausgesprochen. Falls es in mir etwas gibt, das man religiös nennen könnte, so ist es eine unbegrenzete Bewunderung der Struktur der Welt, so weit sie unsere Wissenschaft enthüllen kann." - Anwort vom 24. März 1954 auf einen Brief von J. Dispentiere, New Jersey, vom 22. März 1954 Einstein Archives 59-495 und 59-494, Übersetzung Andreas Müller in Humanistischer Pressedienst

Mehr Zitate von Einstein, auch zu seinen Theorien, sehr unterhaltsam, hier:

http://de.wikiquote.org/wiki/Albert_Einstein

@Stefan: Habe heute leider keine Zeit für mehr, demnächst sage ich noch was. :-)
Robert Lechner
32
Robert Lechner aus Staufenberg schrieb am 24.11.2011 um 23:01 Uhr
Alle Achtung, was Sie alles gefunden haben ich habe die Bericht gelesen.
Als Ergebnis auch von anderen Wissenschaftlern sehe ich hauptsächlich
2 Lager die einen glauben an eine höhere Macht einschließlich Außerirdische die anderen eben nicht. Ich kenne auch einen Grund warum. Man will den Rat oder besser die Gebote in der Bibel nicht anerkennen, sonst müsste man sich ja Gott unterordnen und das beschneidet ja unser Drang alles besser zu wissen. Nur das Ergebnis zeigt die Vergangenheit
die Gegenwart und das wird früher oder später zum Untergang der
Menschheit führen. Es sei den es gibt doch einen Gott.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 25.11.2011 um 00:11 Uhr
Ob wir nun die Gebote "Gottes" ( die 10 Gebote? ) befolgen müssen und uns einem "Gott" unterordnen sollen um die Menschheit vor dem Untergang zu retten, also das streite ich doch entschieden ab.

Haben Sie so wenig Vertrauen in den überwiegenden Teil der Menschheit ( "die" Menschheit gibt es nämlich nicht!), dass Sie denken, sie würde sehenden Auges in den Untergang gehen?
In der ganzen Welt stehen Menschenmassen auf und rebellieren, sei`s gegen Diktatoren, sei`s gegen die Umweltzertstörung, gegen den Hunger, gegen soziale Verelendung usw. usw. Dazu ist es auch nicht notwendig auf etwas wie eine "höhere Macht" zu bauen, die Menschen vertrauen auf die eigene Kraft.
Im Endeffekt ist das Ergebnis Ihrer "Theorie", dass die Menschen die Hände in den Schoss legen sollen...im Vertrauen auf einen Gott, denn der wird`s schon eines Tages richten und uns vor dem Untergang bewahren, falls nicht, dann erwartet uns ja dann die Erlösung in einem späteren Leben nach dem Tod.
Der Grund soll der sein, dass die Menschen den Drang verspüren alles besser wissen zu wollen, sagen wir ruhig, besser als das was in der Bibel steht? Ja, warum denn nicht, ist die Bibel für Sie ein Dogma? Es sollte immer das Ziel sein alles zu verbessern, zu untersuchen, besser zu verstehen und zu wissen..... um dies im Interesse der Menschen in der Praxis umzusetzen, und dann werden sich vor allem Wissenschaftler nicht von Religionen Vorgaben machen lassen.

Was meinen Sie damit "Das Ergebnis zeigt die Vergangenheit und die Gegenwart"? Sind es die, die den gesellschaftlichen Fortschritt vorangetrieben haben, die die an die Bibel glauben? Ich bezweifle dies, so manch ein Bibeltreuer würde sich im Mittelalter in dem es Gang und gebe war sich Gott unterzuordnen, besser aufgehoben fühlen? Und ob dies erstrebenswerter ist, als die Welt immer weiter im Interesse des überwiegenden Teils der Menschheit zu verändern?
Das heutige globale System ist morsch, es taumelt nur noch von einer Krise zur nächsten, Leichen pflastern seinen Weg....da wird auch kein Hoffen auf eine "höhere Macht" etwas ändern, da muss man die dinge selbst in die Hand nehmen....bevor es zu spät ist!
Robert Lechner
32
Robert Lechner aus Staufenberg schrieb am 27.11.2011 um 22:27 Uhr
Herr Walter, ich respektiere ihre Argumente, wenn ich von der Menschheit
spreche, meine ich natürlich die Mehrheit oder auch die Führer der verschiedenen Völker. Wenn ich von Vergangenheit und Gegenwart spreche
meine ich die Kriege die aus Habgier, politische und religiöse Gründe geführt wurden und noch geführt werden. Sie schreiben zum Schluss selbst, dass
unser globales System morsch ist.
Robert Lechner
32
Robert Lechner aus Staufenberg schrieb am 27.11.2011 um 22:48 Uhr
Zusatz:
Wie ein Mensch handelt, oder wie Meschen handeln hängt durchaus mit dieser Frage zusammen was für einen Sinn "mein" Leben hat. Es gibt nicht
wenige die meinen gar keinen, und so handeln sie auch. Warum geht der Respekt vor Lehrern, Polizei und anderen Respektspersonen verloren?
Wieso ist die Moral in jedem Bereich des Lebens gesunken?
Ist das die große Freiheit und Selbständigkeit die uns zum Weltfrieden
führt? Nein, dass Beweisen tagtäglich die Nachrichten.
Wenn sich alle denkenden Menschen mit den Lehren von Jesus Christus
befassen würden und dann danach leben würden, ( nicht der der Kirchen)
dann gäbe es Weltfrieden und Sicherheit. Da aber Heute alles angezweifelt wird, wir es auch keine Antwort auf den Sinn des Lebens geben und jeder
macht das was er für richtig hält auch wenn es Schaden für andere und
für sich selbst ist.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 28.11.2011 um 19:43 Uhr
Ich hoffe ja, dass du dich nicht "verabschiedet" hast Bernd, so ein Zwiegespräch hat für mich immer etwas unbefriedigendes, mache ich nie sehr lange, man muss immer davon ausgehen, dass es die anderen nicht interessiert....

aber ne Antwort habe ich schon noch :-)
- verantwortlich für z.B. die Kriege? bei den Führern, da gehe ich noch mit Herr Lechner, aber "natürlich" nicht die Mehrheit der Menschheit, nein es ist die Minderheit, die diese "Führer" vertreten, die die Mehrheit den Kopf für sie haben hinhalten lassen, in der Vergangenheit genauso wie in der Gegenwart! Es ging nie um die Interessen der Mehrheit der Menschheit!
Und dann ist es auch kein Widerspruch als ich vom morschen heutigen System spreche, auch das vertritt nur die Interessen einer verschwindend kleinen Minderheit der Menschheit.
- ich erlaube mir kein Urteil darüber ob es Menschen gibt, die gar keinen Sinn in ihrem Leben sehen, vielleicht nur deshalb weil ich eine andere Vorstellung vom Sinn des Lebens habe? Ich mache den Menschen auch keinen Vorwurf: wer groß wird mit der Maxime "ich muss was werden, Individualismus und Egoismus, Karriere koste es was es wolle....", für den ist es nicht einfach sich uneigennützig, solidarisch.... zu verhalten.
- dann darf man als Folge auch nicht den Moralapostel spielen, der Mensch ist nur das Spiegelbild von dem was er in der Gesellschaft erfährt....
- Respekt? Ein gefügeltes Wort bei uns an der Arbeit lautet: "Respekt bekommt man nicht aufgrund einer Position, Respekt muss man sich erst verdienen!" Ich bleibe mal bei dem "Lehrer"; da gibt es Unterschiede wie Tag und Nacht, ich z.B. hatte innerhalb von 2 Jahren 2 Geschichtslehrer, meine Schulnote ging von "2" auf "6" (nicht feststellbar, weil ich einfach nicht mehr hinging!), und Respekt, den hatte von uns Schülern völlig zurecht keiner vor dem zweiten Lehrer! Ich lehne dieses Obrigkeitsdenken grundsätzlich ab, warum sollte ich auch mehr Respekt vor einem Lehrer als vor einem Arbeiter haben? Ohne Maurer würde ich jetzt vielleicht in einem Zelt sitzen, ohne Schreiner (ohne Stuhl) würde mir jetzt beim Schreiben der Hintern weh tun....und "kadavergehorsam", der ist mir sogar zuwider, Befehl und Gehorsam, da sollten alle Alarmglocken schrillen.
- der Mensch an sich ist nicht schlecht, er ist ein soziales Wesen, deshalb bedarf es meiner Ansicht auch nicht einer "höheren Macht und deren Lehre", er muss sich nur von den Fesseln seiner Unterdrücker befreien!

Und wissen Sie was mir da Mut macht? Nicht nur in der arabischen Welt erkennen dies immer mehr Menschen!
Robert Lechner
32
Robert Lechner aus Staufenberg schrieb am 29.11.2011 um 23:27 Uhr
Ich gebe mich natürlich nicht geschlagen. Wenn ich von Respekt spreche
meine ich keinen Kadavergehorsam, wie Heerdienst wie bei der Bundes-
wehr. Denn ich bin Kriegsdienstverweigerer aus Überzeugung.
Welche Fesseln der Unterdrückung meinen Sie? Wir Menschen werden
seit Jahrtausenden unterdrückt, in der Vergangenheit und auch in der
Gegenwart. Ob in den Schulen oder am Arbeitsplatz usw. Es gibt keine absolute Freiheit. Wie z. Bp. Straßenverkehrsordnung, ist dieser Gehorsam
zu unserem Schaden oder Nutzen? Warum wollen Sie sich gegen alles
Auflehnen? Wenn das alle so tun würden hätten wir überall Chaos, wäre
das dann eine bessere Welt? Diese Einstellung bringt uns nicht weiter.
Bernd Zeun
9.530
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 30.11.2011 um 01:16 Uhr
HalloStefan, ich habe ja geschrieben, dass ich noch was sagen wollte, dann muss ich es wohl auch tun :-). Erst mal danke für deinen Hinweis auf das Buch von Willi Dickman. Es gibt noch ein zweites, das den Urknall bestreitet, wie ich inzwischen gefunden habe, Josef Lutz: Ratlos vor der großen Mauer - Das Scheitern der Urknalltheorie. Da ich beide Bücher (noch) nicht gelesen habe, kann ich natürlich schlecht darüber urteilen, aber beide scheinen mir zumindest ziemlich einsame Rufer gegen die Urknalltheorie zu sein. Dazu kommt, das Buch von Lutz, der immerhin Physiker, wenn auch kein Astrophysiker ist, stammt aus den 80ern und das von Dickmann, aus den 40ern, als die Urknalltheorie noch relativ jung war, neueste Erkenntnisse können da noch nicht verarbeitet gewesen sein, die Urknalltheorie besteht weiter, bald 100 Jahre, auch wenn es, wie auch bei der Evolutionsbiologie Lücken oder Phänomene gibt, die eben noch nicht plausibel erklärt werden können. (Auch die Vorstellungen Kants oder Marx’ / Engels’ sind in der Frage nur von historischem Interesse) Ich kann mich nicht gegen den Verdacht wehren, dass Dickmann, den ich bisher noch nicht kannte, aber dessen Biografie ich inzwischen, soweit sie im Internet veröffentlicht ist, mir angesehen habe (sehr interessant), als auch Lutz, der Professor in der DDR war, bei ihren Betrachtungen die ideologische Brille aufgehabt haben (solange ich die Bücher nicht gelesen habe natürlich nur ein Vorurteil, aber vielleicht nicht ganz unbegründet – bezieht sich jetzt auf Lutz - ich habe mir bei meinen Verwandtenbesuchen in der DDR von meinem Zwangsumtauschgeld möglichst immer naturwissenschaftliche Bücher gekauft, und außer ein paar Pilzbüchern kam da keines ohne Klassenkampf aus. Mit ideologisch beeinflusster Wissenschaft ist die Sowjetunion böse auf die Nase gefallen und hat jahrzentelang ihre Landwirtschaft zugrunde gerichtet, weil man dem Biologen Lyssenko, der als Neo-Lamarckist die durch die Umwelt beeinflussbare Vererbbarkeit predigte, freie Hand gelassen hatte und die Erkenntnisse der modernen Genetik ab Mendel, de Vries, Morgan, die offensichtlich nicht ins Weltbild vom Neuen Menschen passten, bestritt.)
Mich persönlich interessiert diese Frage nach Anfang und Ende nicht, weil sie naturwissenschaftlich nicht lösbar ist. Auch die Urknalltheorie, wenn sie denn stimmen sollte, kann die Welt nur bis zu diesem singulären Ereignis des Urknalls erklären, nicht darüber hinaus. Und wenn es einen Urknall gegeben hätte, wären theoretisch beliebig viele andere, auch mit ganz anderen Naturgesetzen, denkbar. Selbst wenn es gelänge, eine Formel zu finden, mit der man die Naturkräfte und –gesetze vereinigen könnte und die Welt bis zu einem Urknall zurückzurechnen, es wäre keine naturwissenschaftliche Lösung, denn dazu gehört die Überprüfbarkeit anhand des beliebig oft wiederholbaren Experiments. (Ich will es nur noch mal für Herrn Lechner wiederholen, falls er das noch liest, und was ich bereits oben gesagt habe, die Annahme eines Gottes hilft nicht weiter, sie verschiebt nur die Frage nach dem Ursprung auf die Frage nach dem Ursprung Gottes und wenn dieser ewig existieren soll, gibt es keinen Grund, das nicht einfach auch für Materie anzunehmen. Der Glaube, dass etwas Komplexes sich nach wenigen Naturgesetzen aus Einfacherem entwickelt hat, ist mir einfach einleuchtender, als dass ein komplexeres Wesen als das Weltall am Anfang bzw. ewig existiert haben soll.) Es gibt genügend Probleme, mit denen sich der Mensch beschäftigen kann und eine prinzipiell lösbare Frage ist zum Beispiel die nach dem Anfang des Lebens, bis jetzt kennen wir nur die Grundbausteine, aber nicht den Weg der unbelebten Materie zur belebten. Craig Venter ist es immerhin schon gelungen, einen ersten Organismus, den mit dem kleinsten bekannten Genom, nachzubauen, aber einen Organismus, den es noch nicht gegeben hat, zu bauen, wird nur eine Frage der Zeit sein.
Die Einteilung in eine bürgerliche Wissenschaft und eine, ja was eigentlich? kann ich auch nicht akzeptieren. Wissenschaft hat Wissen zu vermehren und das nach bestimmten Regeln und Kriterien. Wissenschaft wird wie Kunst, Sport etc. aus den unterschiedlichsten Motivationen betrieben, persönlicher Neugier, Ruhm, Ansehen und Profilierungsbestreben, d.h. Eitelkeit, Bereicherung, Machtstreben ... In den meisten Fällen wird es eine Mischung aus dem Genannten sein. Wissenschaft ist heute in den meisten Bereichen teuer, das heisst sie muss finanziert werden. Keine Frage, dass hier Interessen ins Spiel kommen, des Militärs, der Industrie, privaten, denen an „reiner“ Grundlagenforschung wenig liegt, aber das trifft die Wissenschaft wie die Kultur oder den Sport, auch da werden Fördergelder nicht ohne „Hintergedanken“ verteilt. Auf jeden Fall produziert aber auch interessengesteuerte Wissenschaft Erkenntnisse, genügt wissenschaftlichen Kriterien und vergrößert den Wahrheitsgehalt der Welt (Craig Venter wäre so ein Fall, da er seine Wissenschaft in einer eigenen Firma, mit privaten Geldern finanziert betreibt, aber auch 6000 Patente dafür angemeldet hat, woraus er natürlich Profit schlagen will). Eine interessenlose Wissenschaft gibt es nicht.

Das ging jetzt ein bisschen hoppla-hopp, aber es musste halt die Antwort noch raus.

Noch eine Bemerkung für Sie Herr Lechner, ich denke, die Welt ist heute nicht schlechter als früher. Die schlechten Nachrichten verbreiten sich heute nur schneller und es entgeht einem praktisch keine mehr.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 01.12.2011 um 00:02 Uhr
Sie sollen sich natürlich nicht "geschlagen" geben Herr Lechner, da wäre ich auch jetzt etwas enttäuscht :-). Nur, Sie sollten schon auf das eingehen was ich geschrieben habe und nicht etwas anderes hinein interpretieren oder mit Gegenfragen "antworten", diese Art der Diskussion führe ich auch nicht lange, ich gehe deshalb auf Ihre Fragen und Anmerkungen gerne ein, ob ich sie nun teile oder nicht, das spielt keine Rolle!
- Sie haben geschrieben "Lehrer und Polizisten" (als Beispiele?) sind Respektpersonen, ich habe darauf meine Meinung dargestellt "Respekt hat mit einer Position nichts zu tun....."
- es ist immer ein Teil der Menschen, der von einem anderen Teil der Menschen (der Minderheit!) unterdrückt wurde, nie die Menschen an sich, warum wollen das so viele nicht sehen und reden immer von "der" Menschheit?
- welche Fesseln? Nun, die Sklaven befreiten sich von den Sklavenhaltern, die Leibeigenen von den Feudalherren, die Bürgerlichen von den Feudalisten, und die Arbeiter werden sich von den Kapitalisten befreien, das ist der Lauf der Geschichte
- wie kommen Sie zu der Erkenntnis ich wollte mich gegen alles auflehnen??? Jetzt wird`s unsachlich, um was es geht habe ich beschrieben. Das Ergebnis wäre dann keinesfalls ein Chaos, wie kommen Sie da wieder drauf?
- richtig, es gab und gibt keine absolute Freiheit für "Alle", das ist reine Träumerei von Anarchisten, solange es Staaten gibt, solange wird es Klassen geben, solange wird eine Klasse die herrschende sein

Auch wenn Sie schreiben "ich gebe mich nicht geschlagen", so kann ich in Ihrem letzten Kommentar, außer einigen Behauptungen und Gegenfragen, keine Argumente für das "Nichtgeschlagengeben" finden.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 01.12.2011 um 00:15 Uhr
Hallo Bernd,

dein sehr intensiver Kommentar verlangt natürlich nach einer intensiven Antwort, gib mir etwas Zeit!?
Nur vorab: der "Dickmann" hieß "Dickhut", nur am Rande :-)), ja, sehr interessante Biographie wie ich auch finde, es gibt sogar ein "Dickhut-Museum". Ich habe natürlich auch das andere Buch im Bücherschrank, auch hier nur ein kleiner Hinweis: es ist ein Autorenkollektiv, "Lutz, Rochlitz, Dr. Balzer-Jöllenbeck", und sie sind keineswegs "einsame Rufer", etliche Wissenschaftler, vor allem Physiker haben die Urknalltheorie längst über Bord geworfen, aber die Wissenschaft ist nicht unabhängig, nichts neutrales....darauf gehe ich aber jetzt nicht ein (später!). Wenn du dich mit den Büchern beschäftigen willst, nur als Tipp, dann würde ich mit "Ratlos vor der Großen Mauer" beginnen, hier steht die Auseinandersetzung mit der Urknalltheorie im Mittelpunkt.
Bernd Zeun
9.530
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 01.12.2011 um 12:51 Uhr
Oh verflixt, Stefan, das war wohl wirklich ein bisschen hoppla-hopp, oder ich sollte so spät keine Kommentare schreiben, dabei habe ich den Text vor dem Abschicken auch noch durchgelesen. Sollte mit meinem Hirn vielleicht mal zum TÜV und die Leiterbahnen durchchecken lassen.
Aber beim jetzigen Durchlesen ist mir noch was aufgefallen. Der nachgebaute Organismus von Venter war natürlich ein Schöpfungsakt und auch ein völlig neu "gebastelter" Organismus wäre ein solcher. Erst wenn der Forschung der Schritt von dem Miller-Urey-Experiment (anorganische Bausteine in künstlicher Uratmosphäre + el. Entladungen --> Aminosäuren und andere organische Moleküle) zu sich selbst bildenden Urzellen gelingt, ist der Weg zum Leben aufgeklärt. (In solchen Fragen und ihrer Aufklärung sehe ich zum Beispiel den Sinn des Lebens) Das interessiert mich viel mehr, als was im Kosmos los ist oder war oder sein wird. "Die große Mauer" werde ich mir aber besorgen und vielleicht auch das ein oder andere von Dickhut, von den vielen Büchern die er geschrieben hat (ich frage mich immer, wie machen die Leute das, die schreiben anscheinend schneller als andere lesen) scheinen ein paar auch für mich interessant.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 03.12.2011 um 15:58 Uhr
Hallo Bernd,
ich schaffe es zur Zeit nicht richtig fundiert zu antworten, man kann nicht alles machen...vielleicht, wenn du willst, tauschen wir uns nochmal aus wenn du das Buch "Ratlos vor der Großen Mauer" gelesen hast. Denn ich bin immer noch der Ansicht, dass es wichtig ist sich mit solchen Dingen zu beschäftigen.
An dieser Stelle nur soviel: ja sicher, nicht nur Marx, Dickhut, Lutz...oder auch Einstein hatten die "ideologische" Brille auf, genau wie die bürgerlichen Wissenschaftler auch ihre (= wess` Brot ich ess, dess` Lied ich sing`). Nur als ein Beispiel: was könnte heute alles möglich sein in der Forschung für die Gesundheitserhaltung, Krankheitsbekämpfung usw., wenn es nicht nach den Profitinteressen der Pharmaindustrie gehen würde. Und so wird dann auch die "wissenschaftliche" Forschung ausgerichtet und gemacht (oder auch nicht!), bringt sie Gewinn oder nicht, das ist die entscheidende Frage. Ja, auch da stimme ich zu, dies betrifft nicht nur die Wissenschaft, alles ist dem jeweils herrschenden System untergeordnet, auch die Kultur, der Sport....es gibt nichts "unpolitisches".
Was will ich damit sagen, wie auf deine Frage antworten "Die bürgerliche Wissenschaft, und was ist dann das andere?"
es geht um:
- Idealismus oder Materialismus
- Metaphysik oder Dialektik
- Bewegung oder Stillstand
Nun, was ist , was könnte die andere, sagen wir die "proletarische" Wissenschaft sein? Ich habe mal ein (für mich) sehr interessantes Buch gelesen "In einer Volkskommune" (China). Dort wird an zahlreichen Beispielen aufgezeigt wie sich die Wissenschaft vor allem in der Landwirtschaft, gestützt auf und mit Hilfe der Bauern, im Interesse der Bewohner einer Volkskommune ständig weiterentwickelt hat. Sie entwickelten neue Anbaumethoden, machten "unfruchtbaren" Boden fruchtbar, besiegten Dürre und Überschwemmungen, züchteten nach wissenschaftlichen Experimenten Getreide, das vorher dort nie wuchs usw. usw. Warum hatte das funktioniert? Zwei Hauptgründe: nicht der Profit war die Triebfeder, sondern die Bedürfnisbefriedigung der Menschen. Und, nicht so genannte Experten betrieben die wissenschaftlichen Forschungen, sondern die Menschen der Volkskommune, sie handelten nach dem Prinzip "auf die eigene Kraft vertrauen und bauen". Da gab es Rückschläge und Skepsis, Zweifler, die sagten "können wir das überhaupt, dafür sind wir doch nicht gebildet genug, holen wir uns lieber Hilfe vom Ausland, lassen wir doch lieber alles so wie es ist...." = und da sind wir wieder bei der, du nennst es "Ideologie". Ohne die ständige Auseinandersetzung, ohne die Überzeugung, es ist im Interesse des Volkes....hätte dies nie funktioniert! Und dass es dann auch irgendwann nicht mehr funktionierte, Volkskommunen wieder aufgelöst wurden, privater Landbesitz und einiges mehr, wieder zugelassen wurde, auch das ist in erster Linie Folge der nicht konsequent genug geführten Auseinandersetzung um die richtige Linie (meintewegen auch die Ideologie)....und auch die Wissenschaft, die Forschung, überlässt man heute wieder den "Experten", die Folgen sind verheerend!
Bernd Zeun
9.530
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 05.12.2011 um 00:42 Uhr
Hallo Stefan, das ist das Problem, die "richtige Linie", es glauben immer zu viele, die zu vertreten. Aber einverstanden, diskutieren wir später weiter, ich habe mir jetzt erst mal "Die große Mauer" bestellt. Da ich aber noch an einigen Büchern lese, wird es noch ein bisschen dauern, bis ich es durch habe.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 05.12.2011 um 22:44 Uhr
Hallo Bernd, ja einverstanden!
und die Sache mit der "richtigen Linie", das ist gar nicht so schwer wie es uns viele weismachen wollen: "die Massenlinie, das ist immer die richtige Linie!"
Robert Lechner
32
Robert Lechner aus Staufenberg schrieb am 08.01.2012 um 00:26 Uhr
Total falsch wie die Menschheitsgeschichte zeigt.
Siehe Beispiel Adolf Hittler.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 08.01.2012 um 09:23 Uhr
Soll das jetzt die Grundlage für eine weitere Diskussion sein Herr Lechner?
Da wäre aber einiges aufzuarbeiten: welche Basis hatte, aus welchen gesellschaftlichen Schichten kamen die Anhänger der Nazis, wer hat sie gefördert und "groß" gemacht....wer hat in erster Linie Widerstand geleistet (bis hin zu engagierten Christen!) usw. usw., wer wurde mundtod gemacht, verfolgt, gefoltert und ermordet....
So ist das doch ziemlich platt und wenig aussagekräftig wie Sie das hier behaupten!
Nur eine Feststellung: ohne das (und die Unterstützung durch das) Großkapital hätte es nie eine NSDAP-Regierung gegeben!
Robert Lechner
32
Robert Lechner aus Staufenberg schrieb am 08.01.2012 um 18:52 Uhr
Ich wollte Ihnen mit dem Bp. Hittler zeigen,( und es gibt viele weitere,) wo nur immer nur eine Minderheit das richtige tat. Wie Sie eigentlich selbst im Kommentar zugeben somit kann man Beweisen, dass der Massenliene zu folgen immer das Fasche war. Und diese Minderheiten wurden immer verfolgt.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 08.01.2012 um 20:10 Uhr
Gut, auch wenn ich es etwas schade finde, dass wir nicht noch ein wenig am Thema "Universum - endlich oder unendlich...." weiter diskutiert haben...

man kann das ganz gut nachweisen:
- ja, es gab eine Massenbasis der Nazis, richtig. Sie stützten sich vor allem auf das Kleinbürgertum ( kleine Gewerbetreibende, Beamte... ), auf Teile der so genannten Intelligenz ( Professoren, Studierende, Akademiker....)
- in der Arbeiterschaft hatten die Nazis nie die Mehrheit auf ihrer Seite, hier kann man keineswegs von einer Massenbasis sprechen. SPD und KPD waren klar diejenigen denen die überwältigende Mehrheit der deutschen Arbeiter vertrauten. Deshalb waren auch die Verfolgung und das Verbot dieser Parteien mit die ersten Handlungen der Nazis, darüber hinaus die Erstürmung von Gewerkschaftshäusern und vieles mehr. Und hier kann man nicht von "Minderheiten" sprechen, dazu zähle ich natürlich auch die aufrichtigen Christen, die sich in großer Zahl nicht den Nazis anschlossen.

Sicherlich muss man sich fragen und dies auch analysieren wie es sein konnte, dass diese Minderheit (nicht Mehrheit) in der Lage war die Macht zu übernehmen. Ein Grund war hier, dass die Macht "übertragen" wurde, ein weiterer die Zerstrittenheit der Arbeiterparteien und der Arbeiterbewegung, aber auch die Duldung durch Teile der bürgerlichen Parteien, die mehr "Angst" vor den Arbeitern als vor den Nazis hatten.
Nur eines ist völlig unstrittig: die Nazis handelten nie im Interesse der Mehrheit - der Massen -, sie stützten sich auch in erster Linie auf ihre Geldgeber, da spielte es auch gar keine Rolle ob dies nun so genannte "Arier" waren, Hauptsache die Kasse stimmte.....
Solange die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen nicht abgeschafft ist (und das war bei den Nazis auch so), solange herrscht immer eine Minderheit über eine Mehrheit.... und die Massen, die werden überhaupt nicht nach ihrer Meinung gefragt, die haben "zu spuren"....
Peter Lenz
447
Peter Lenz aus Mücke schrieb am 08.01.2012 um 20:10 Uhr
Treffer!
Der hat aber gesessen.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 08.01.2012 um 20:17 Uhr
Herr Lechner, die Kommentare von Herrn Lenz dürfen Sie nicht so ernst nehmen, aber das merken Sie wahrscheinlich selbst...hat wahrscheinlich nur wieder nachgeguckt was die bösen Verschwörer so als letztes kommentiert haben (scheint ein Hobby von Herrn Lenz zu sein, traurig, aber wahr)....ich denke, dies wird uns nicht von einer weiteren inhaltlichen Diskussion abhalten!
Peter Lenz
447
Peter Lenz aus Mücke schrieb am 08.01.2012 um 20:49 Uhr
Herr Lechner ist bereits aus der Schule, ist volljährig, hat einen Kopf und weiß ihn zu gebrauchen.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 08.01.2012 um 20:56 Uhr
Helau :-))
Robert Lechner
32
Robert Lechner aus Staufenberg schrieb am 08.01.2012 um 23:13 Uhr
Ja danke schön, dass wir Drei so gut miteinander diskutieren können.
Das eine Minderheit über die Mehrheit herrscht stimmt,
das war schon immer so. Aber diese Minderheit beeinflusste immer die Masse, so das diese dann ihre Fahne nach dem Wind richtete aus Selbsterhaltungstrieb.
Aber wir können gern bei unserem Thema bleiben; wie ist das Universum entstanden oder ist es unendlich? Ich denke aus unserer menschlichen Sicht aus ist es unendlich. Und das es einen Anfang haben musste, schreiben auch alle Wissenschaftler
die sich damit befassen, meine ich. Und deswegen muss es einen
oder mehrere Schöpfer geben.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 09.01.2012 um 07:37 Uhr
Schön, dass Sie weiter diskutieren möchten Herr Lechner!
Wir können ruhig beide Diskussionen hier führen, kein Problem!
Dass es einen Anfang geben muss, dies behaupten keineswegs alle Wissenschaftler, das ist ja gerade die entscheidende Auseinandersetzung innerhalb der Wissenschaft...na ja, warten wir mal ab was Bernd dann noch dazu zu sagen haben wird.
Wen meinen Sie mit wir "drei"`? Wenn Sie Herrn Zeun und wir beide meinen, dann gebe ich Ihnen Recht = gute Diskussion, sachlich und fair! Wir brauchen solche Sprüche wie "das hat gesessen" nicht, das bringt rein gar nichts! Darüber hinaus hat keiner etwas inhaltlich hier beigetragen. Freue mich auf den weiteren - auch kontroversen - Austausch!
Robert Lechner
32
Robert Lechner aus Staufenberg schrieb am 09.01.2012 um 22:57 Uhr
Ich meine natürlich uns drei, Peter Lenz ist als vierter dazu-
gekommen und wir wissen nicht ob er sich weiter an unseren
Gesprächen beteiligt.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 10.01.2012 um 18:16 Uhr
Da ich zumindest bei dem Thema " Universum...." gerne auf ne Antwort von Bernd warten möchte greife ich das andere Thema, sagen wir "wer regiert wie, zu was führt dies...." (fällt mir jetzt nichts besseres ein, aber ich denke Sie wissen was ich meine) nochmal aufgreifen, wenn Sie einverstanden sind.
Da gehe ich mit Ihnen: die regierende Minderheit will sich natürlich auf die Masse stützen, sie beeinflussen...sie regiert fast immer mit 2 Methoden, die Methode des Betrugs und die Methode der Gewalt, mal überwiegt das eine mal das andere....einfacher ist für die Regierenden die Anwendung der Methode des Betrugs, dies hat aber Grenzen. Nicht umsonst gab es den "arabischen Frühling", auf Dauer (ja, das kann unter Umständen sehr lange sein) kann sich keine Minderheitenregierung halten, und wenn sie noch so gewalttätig gegen die Mehrheit vorgeht. Man kann das natürlich nicht beweisen, aber ich bin überzeugt, dass sich auch die Nazis nicht hätten ewig halten können. Deshalb meine Aussage, um den Dreh wieder zu kriegen, wer sich nicht auf die Massen stützt, der wird früher oder später scheitern! Auch die Bürokratenclique der ehemaligen DDR hat dies zu spüren bekommen, auch Miltärregierungen, so brutal sie auch oft vorgegangen sind (Griechenland, Chile, Spanien um nur einige Beispiele zu nennen) wurden irgendwann gestürzt.
Nur aus diesem Grund bin ich der Ansicht = richtig ist immer die Massenlinie.
Hermann Menger
2.135
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 10.01.2012 um 22:26 Uhr
Zur Ausgangsfrage nach dem Sinn des Lebens empfehle ich den Besuch des Seminars "Christsein entdecken". Siehe dazu meinen Beitrag unter
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/60803/herzliche-einladung-zum-seminar-christsein-entdecken-in-der-feg-giessen/
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 10.01.2012 um 22:37 Uhr
Danke für den Hinweis Herr Menger, auch wenn ich nicht an diesem Seminar teilnehmen werde, keine grundsätzliche Ablehnung (ist ja für Alle offen, wie es in der Einladung heißt), ist auch ne Zeitfrage!
ja sicher, wir haben uns von der Ausgangsfrage (vielleicht?) etwas entfernt, da sind wir aber auch (bisher?) noch nicht wirklich weiter gekommen, wir bleiben aber alle drei dran, zumindest ist jeder von uns dreien offen für die Argumente und Anschauungen des anderen, und das ist eine gute Grundvoraussetzung für einen Meinungsaustausch.
Wenn Sie Zeit und Lust dazu haben, dann diskutieren Sie doch etwas mit uns, kann die Diskussion nur bereichern!
Hermann Menger
2.135
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 10.01.2012 um 23:19 Uhr
Danke für die Einladung zum Mit-diskutieren, Herr Walther! Ich muss schon sagen, alle Achtung vor Ihren Kommentaren. Sie haben offensichtlich sehr viel gelesen. Ich lese gerade ein Buch von Abba Eban, dem früheren israelischen Außenminister über die Geschichte des jüdischen Volkes und kann nur staunen, was dieses Volk alles im Laufe der Geschichte an Leiden und Demütigungen, an Verfolgungen bis hin zum holocaust hinnehmen musste. Aber das Interessante ist doch, dass die Juden im wesentlichen an ihrem Glauben festgehalten haben. Und wie viel mussten sie leider auch gerade von uns Christen erleiden. Da müssen wir erst mal ganz still sein!
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 12.01.2012 um 00:22 Uhr
Hallo Herr Menger, nun wer sich auf ein solches Seminar einlässt wie Sie es anbieten - offen auch für Menschen, bei denen man schon mit fundierten kritischen Äußerungen rechnen muss - der muss allerdings auch "einiges drauf haben" :-))
Wie fest die Juden an ihrem Glauben festgehalten haben, dies können Sie sicher wesentlich besser beurteilen als ich (da sind Sie mit Sicherheit belesener!). Ich versuche Pauschalurteile zu vermeiden, ich denke sowohl bei den Juden, den Christen, Moslems usw. gibt und gab es immer solche und solche? Deshalb würde ich auch nie "die" Christen verurteilen, auch wenn Juden durch sie gelitten haben, und für den holocaust "die" Christen verantwortlich zu machen, das finde ich sogar falsch. Den Antisemitismus gab es nicht nur bei den Christen, und auch heute gibt es nach wie vor nicht wenige mit einer Grundhaltung, die allem fremden oder "andersartigen" skeptisch bis feindlich gegenüber stehen. In der ganzen Welt gibt es auch jetzt noch unterdrückte Völker, als Beispiele nur mal die Kurden oder die Palästinenser zu nennen. Oft stecken auch hinter dem Schüren von Fremdenhass oder auch Hass auf Menschen anderer Religionszugehörigkeit ganz andere Interessen.
Hermann Menger
2.135
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 12.01.2012 um 18:48 Uhr
Lieber Herr Walther, natürlich gebe ich Ihnen Recht mit den "Pauschalurteilen" und dass es schon lange vor den Nazis auch Antisemitismus und Judenpogrome gab. Trotzdem muss man leider sagen, dass - bis auf wenige Ausnahmen - die Christen in der Nazizeit kläglich versagt haben, weil sie zu den schlimmen Judenmorden geschwiegen haben. Deshalb ist es heute umso wichtiger, dass alle Verstöße gegen die Menschenrechte aufgedeckt und gebrandmarkt werden, damit sich so etwas wie damals nicht wiederholt. Die Frage nach dem Leid wird übrigens in dem Seminar "Christsein entdecken" auch thematisiert werden.
Robert Lechner
32
Robert Lechner aus Staufenberg schrieb am 13.01.2012 um 00:19 Uhr
Lieber Herr Menger, da ich sowohl Christ aber auch Realist bin
finde ich es nicht gut, dass Sie wieder auf Ihr Seminar hinweisen.
Wir wollen hier offen über die eigene Meinung und Einstellung sprechen. Es hat durchaus eine grosse christliche Gruppe gegeben die nicht den Nazis gefolgt sind, das waren die Biebelforscher oder die heutigen Zeugen Jehovas. Die sind scheinbar vergessen worden. Denn die wurden auch grausam verfolgt und werden es immer noch in diktatorischen Ländern.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.01.2012 um 00:38 Uhr
Ja, der Hinweis auf das Seminar war meines Erachtens legitim, aber damit sollte es dann auch gut sein, ich lade jetzt auch nicht hier ein zu den Diskussionsveranstaltungen des Linken Bündnisses :-)

bleiben wir besser an der inhaltlichen Diskussion oder beim Meinungsaustausch!?

Ich mache den Holocaust nicht daran fest, dass es auch Christen waren, die mitgemacht haben oder weggeschaut hatten. Dies war nicht in erster Linie eine Verfolgung anders Gläubiger durch eine andere Religionsgemeinschaft, hier wurde eine absurde "Rassentheorie" zum Leitsatz der Vernichtung, dies hatte mit Religion sehr, sehr wenig zu tun.
Sowohl zu den Tätern als auch den Opfern oder auch den Widerstandskämpfern gehörten Christen und Nichtchristen, die Diskussion geht für mich hier in eine falsche Richtung.
Und wer dann ein "richtiger Christ" ist und wer nur so tut, diese Diskussion kann und will ich nicht führen, da klinke ich mich aus, dies müssen sie unter sich ausmachen! Ehrlich gesagt, das interessiert mich hier, in dem Zusammenhang, auch nicht besonders.
Mir geht es vielmehr um die Unterdrückung der Mehrheit, auch wenn viele immer nur die verfolgten Minderheiten sehen (wollen?), und da gehören und gehörten Gläubige und Nichtgläubige dazu, der "Glauben" ist dabei völlig nebensächlich.
Hermann Menger
2.135
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 13.01.2012 um 16:36 Uhr
Der Hinweis auf die "Zeugen Jehovas", die damals noch "Ernste Bibelforscher" hießen, ist berechtigt, Herr Lechner. Sie wurden hauptsächlich angezeigt und verfolgt, weil sie zum einen den Kriegsdienst, zum anderen aber auch den Hitlergruß verweigerten. Was deren Anzahl betrifft, ist man sich nicht so ganz sicher. Man geht von ca. 1500 Zeugen Jehovas aus, die in den KZs umgebracht wurden. Im Vergleich zu den 6 Millionen Juden ist das ein relativ kleiner Anteil.
Robert Lechner
32
Robert Lechner aus Staufenberg schrieb am 20.01.2012 um 00:22 Uhr
Zum Thema Juden. Diese Gruppe wurde nicht wegen Ihres Glaubens verfolgt, dass war eindeutig diese Rassentheorie.
Denn es gab auch mehrere die durchaus gerne Kompromisse gemacht hätten um ihr Leben zu retten.
Da aber Herr Walther sich aus diesem Thema ausklinken würde
brauchen wir wegen den Juden auch nicht weiter diskudieren.
Die Frage aber, wann hört die Unterdrückung und Ungerechtig-
keit auf ist unbeantwortet und ist ein ewiger Kampf. Warum???
Es gibt eine biblische Antwort dafür.
Hermann Menger
2.135
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 20.01.2012 um 09:56 Uhr
... und was ist Ihrer Meinung nach die biblische Antwort dafür?
Robert Lechner
32
Robert Lechner aus Staufenberg schrieb am 20.01.2012 um 11:14 Uhr
Die Antwort sind die vielen Prophezeihungen in den hebräischen
Schriften zum Bp. Psalm 37 Verse 9-11...der Böse wird nicht mehr sein....,
Jesaja 9 Verse 6-7....Friedefürst bringt Frieden und
Daniel 2 Vers 4 dadurch das Gottes Königreich weltweit herrschen wird. Um an die Erfüllung dieser Prophezeihungen zu
Glauben muß man sich allerdings mit dem Wahrheitgehalt der Bibel intensiv beschäftigen. Das habe ich gemacht, weil ich davon überzeugt bin, dass es aus menschlicher Sicht nie Welt-
frieden geben wird.
Der Völkerbund hat versagt und ebenso die UN - Vereinten Nationen.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Robert Lechner

von:  Robert Lechner

offline
Interessensgebiet: Staufenberg
Robert Lechner
32
Nachricht senden

Weitere Beiträge aus der Region

Bürgermeister Peter Gefeller, Landrätin Anita Schneider, Staatsminister Prof. Dr. Helge Braun und der Vorsitzende des Fördervereins der Diakoniestation Lumdatal, Horst Münch, eröffneten die 1. Gesundheitsmesse in Staufenberg.
Gesundheitsvorsorge und medizinische Versorgung waren zentrale Themen bei der 1. Gesundheitsmesse in Staufenberg
Wie bleibe ich bin ins hohe Alter gesund? Welche Vorsorgemaßnahmen...
Staufenberger Hobbykünstler Teil 3. "Häkeln und Stricken
Keinen besseren Zeitpunkt für diese wunderschönen Häkel- und...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.