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Welttierschutztag, 04.10. 2010

Kleiner Welpe mit abgerissenen Ohren
Kleiner Welpe mit abgerissenen Ohren
Staufenberg | Wir, der Tierschutzverein Sorgenfelle e.V., wollen den Welttierschutztag in diesem Jahr nutzen, um auf die vielen Tiere aufmerksam zu machen, die nicht das große Los gezogen haben.
Gerade jetzt, wo der Winter nicht mehr lange auf sich warten läßt, machen wir uns große Sorgen um die vielen Tiere, die kein warmes Plätzchen und einen vollen Bauch in einem schönen Zuhause haben.
Was passiert mit ihnen? Wir bekommen jeden Tag Anfragen, Tiere bei uns aufzunehmen, aber irgendwann sind auch unsere Kapazitäten und unsere finanziellen Mittel erschöpft. Irgendwann sind wir gezwungen "nein" zu sagen und ein Tier seinem ungewissen Schicksal zu überlassen.
Erst vor ein paar Tagen erreichte mich ein Hilferuf aus Moskau. Ein kleiner Hundewelpe, dem man die Ohren abgerissen hat sitzt auf der Straße und sucht dringend einen Pflegeplatz. Er geht mir seit dem nicht mehr aus dem Kopf, aber ich habe keinen Platz frei. Was wird aus dem Kleinen, wenn er niemanden findet?
Gestern wurde wieder eine Fundkater gebracht. Ein Besuch beim Tierarzt brachte das Ergebnis, daß er zum Glück gesund ist. Er ist nicht gechipt oder tätowiert,
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wie es bei den meißten Fundtieren der Fall ist. Es handelt sich um einen ganz lieben verschmusten und sehr menschenbezogenen Kater, der bestimmt einmal ein Zuhause hatte. Warum werden so viele unserer tierischen Mitbewohner nicht gekennzeichnet? Sind sie den Menschen egal? So nach dem Motto, wenns weg ist gibt es eben ein neues?
Warum gibt es jedes Jahr soviel ungewollten tierischen Nachwuchs? Jedes Jahr sterben unzählige Katzen- und Hundbabys und oft genug auch ihre ausgemergelten Mütter. Gerade kürzlich beim Tierarzt sagte mir eine junge Frau, die mit einer kleinen Katze zum Impfen dort war, sie soll einmal Junge bekommen. Das ist gut für die Katze. Da verschlägt es einem die Sprache, wenn man weiß, wieviele kleine Katzen elendig sterben, weil sie keiner haben möchte. Und dann noch bewußt Nachwuchs zu produzieren, ich halte das für unverantwortlich.
Soviele tolle Tiere sitzen auf unseren Pflegeplätzen und warten auf Menschen, die ihnen ein schönes Zuhause geben. Wie zum Bsp. unsere Piratenkätzchen. 3 von 4 Geschwistern, die durch einen schweren Katzenschnupfen ein Auge verloren haben. Sie sind die bezauberndsten Katzenbabys überhaupt. Sie lieben Menschen, sind total lieb und verspielt, aber keiner will sie, denn sie sind nicht perfekt.
Was ist eigentlich perfekt? Ein Tier, das nicht aus einem Motiv heraus handelt, keinen Neid, keine Mißgunst, keine Berechnung oder Lüge kennt, ist in meinen Augen, im Gegensatz zu uns Menschen sehr perfekt, egal wie es aussieht.
Denken Sie einmal darüber nach.

Manuela Eichmann
Tierschutzverein Sorgenfelle e.V.

www.tsv-sorgenfelle.de

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Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 04.10.2010 um 11:14 Uhr
Hunderttausende von Strassentieren vegetieren auf Europas Strassen.
Tierschützer sind völlig überfordert, dieses Elend zu beenden. Es sind immer einzelne Geschöpfe die das Glück haben, aus ihrer Heimat, wo der sichere Tod auf sie wartet, ein Plätzchen im Ausland zu finden.
Allein in Spanien sterben pro ca. ca. 250 000 Tiere! Mitten in Europa!
Hier ist die EU gefordert! Für allen möglichen Mist werden Steuergelder verwendet!
Warum nur stellt die EU nicht jährlich eine Summe für Kastrationen von Strassentieren in Europa zur Verfügung? Viele Tierschützer würden helfen, die Tiere einzufangen und Futterplätze einrichten. Die einheimische Bevölkerung besteht nicht nur aus Tierquälern! Es stehen viele Spanier, Griechen und Tierschützer aus Osteuropa bereit, unterstützend bei einer Kastrationsaktion zu helfen! Tierärzte würden sich zur Verfügung stellen! Aber nein, das tagtäglich Morden unschuldiger Geschöpfe geht weiter! Wenn Polikter quer durch Europa reisen, sehen sie denn das Elend nicht?
Sabine Haibach
106
Sabine Haibach aus Lich schrieb am 05.10.2010 um 16:48 Uhr
*Sarkasmus an*
Die EU zahlt doch schon über 600 Millionen Euro (Deutschlands Anteil beträgt 150 Millionen !!!) an Subventionen für den Stierkampf, da ist es nicht zumutbar, auch noch Geld für den Tierschutz lockerzumachen.....
*Sarkasmus aus*

http://www.andaluz.tv/stierkampf/stierkampf.php?pageNum_RLstArticulos=3&totalRows_RLstArticulos=12#sv_ergebnisse
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 05.10.2010 um 19:36 Uhr
Es ist eine Ohrfeige für alle Steuerzahler! Von unser aller Geld wird dieses Spektakel mit finanziert. Und man ist machtlos! Was sitzen da eigentlich für Hansl in Brüssel? Als Gipfel wird ja jetzt noch diskutiert, ob man den Stierkampf zum Weltkulturerbe erklären soll!
Zwar wurde mein Artikel vom 20.9. über dieses Thema 180 mal gelesen, aber Kommentare gab es nicht.
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von:  Manuela Eichmann

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Manuela Eichmann
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