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Die Vogelfreunde Lollar laden am 8. und 9. 11. 2008 zur Vereinsschau und Kunstausstellung ein.

Staufenberg | Vereinsschau 2008 + Kunstausstellung der Vogelfreunde Lollar vom 08. - 09. November 2008

„SCHROTTVÖGEL“ als M E T A L L S K U L P T U R E N -
dekorative KUNST oder Vögel, die niemals fliegen

Auf der VOGELSCHAU in der Staufenberg-Treiser Sport- und Kulturhalle werden nicht nur die von den Vereinsmitgliedern gezüchteten Vögel aus den Sparten heimische Waldvögel, exotische Körner- und Weichfresser, Wachteln und Tauben, Wellensittiche, Kanarien sowie Sittiche und Papageien ausgestellt.

In einer umfangreichen RAHMENSCHAU sind in vielen biotopgerechten und naturnah ausgestalteten Volieren Vögel aus dem Besitz der Vereinsmitglieder zu sehen. Selbst mehrere handaufgezogene, aber sozialisierte Graupapageien, Aras, Sonnensittiche und Goldbugpapageien sind zu sehen. Demonstriert wird auch die Handfütterung von Agaporniden, den unzertrennlichen Liebesvögeln aus Afrika.

Dem Verein ist es außerdem gelungen, den Grünberger Künstler Ingfried LAUSTER mit seinen „SCHROTTVÖGELN“ als Teilnehmer an der Schau zu gewinnen. Die von ihm hergestellten Metallskulpturen aus beliebigen, eigentlich zum Einschmelzen vorgesehenen Metallresten, werden natürlich nicht von den Zuchtrichtern der Vereinsschau bewertet. Dies bleibt alleine den Betrachtern der Kunstwerke überlassen.

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Im folgenden sind der Lebenslauf und Einblicke in den Werdegang des Künstlers zu sehen. Daraus erschließt sich dann auch die gelungene Synthese von Kunst auf der einen Seite sowie den Aktivitäten der Vogelfreunde Lollar mit ihrer naturverbundenen Erhaltungszucht von Vögeln bei der geplanten Veranstaltung.

Die berufliche Vita des in den späten 40er Jahren geborenen Grünberger Künstlers Ingfried LAUSTER begann als Kfz-Mechaniker; dort erlernte er die Fertigkeiten des Schweißens. In seinem Zweitberuf als Drogist trainierte er wie man detailgenau Einzelpositionen zu einem sinnvollen Ganzen zusammenkomponiert.

Den Anstoß zu seinem derzeitigen künstlerischen Schaffen bot die Grünberger „Blumen-Passage“ seiner Ehefrau CHRISTA. Für diese sollte er verkaufsfördernde Dekorationsartikel herstellen. Lauster aktivierte deshalb wieder sein schweißerisches Können.

Er beginnt mit vorhandenem Material; das Objekt ist in seinem Kopf schon vorhanden. Aber es ist nicht fertig. Als Motiv wählt er V ö g e l , welche er auf das Wesentliche reduziert und als Karikaturen darstellt.
Aus totem Material erschafft er etwas Lebendiges. Etwas, was beim Betrachter eine Saite zum Klingen bringt. Seine vom Schrottplatz bezogenen Metallteile werden zu - biologisch unvollkommenen - Vogelfiguren zusammengefügt. Die Drehung des Kopfes, die Änderung der Beinhaltung, ein Senken des Schwanzes erzeugen den spannungsgeladenen Ausdruck eines trotzdem ruhenden Vogels. Man erkennt in einem Sekundenblick den rostgewordenen Abdruck einer dynamischen Tiergestalt.

Jeder Betrachter interpretiert aber etwas Eigenes in die Kunst-Vögel. Vorteilig ist für den Künstler, daß SEINE Vögel da niemals widersprechen!

Eine essentielle Folge der Arbeitsweise des Künstlers ist, dass ein einmal entstandenes Kunstwerk sich selbst beim Verarbeiten genau der gleichen Materialien und Formen nicht reproduzieren lässt.

Alle Skulpturen sind deshalb UNIKATE. Da künstlerische Gestaltung und kreativer Wille mit den jeweils vorhandenen Materialien korrespondieren, gibt es keine klassischen Auftragsarbeiten nach detailgenauen Vorgaben des Kaufinteressenten.

Das kreative Selbstbewusstsein des Künstlers wuchs während seiner Arbeiten. Und es zeigt sich auch seine Weiterentwicklung. Prägnante Details der Skulpturen, wie Füße und Schnabel, werden mit gedeckter Farbe betont; einer optimaleren Präsentation folgend, werden für seine Vögel ausdruckstarke Sitzgelegenheiten aus Holz oder Metall eingesetzt.

LAUSTER möchte keine esoterische Edelkunst jenseits des Verstehbaren – er produziert statt dessen lieber bezahlbare Alltagskunst. Also schöne Dinge für Terrasse, Garten oder Hauseingänge. Er lässt sich keiner stilistischen Richtung zuordnen - und trotzdem LEBT jede einzelne seiner Kreationen in ihrer ureigensten und spannungsgeladenen Sphäre!!!

Die Vereinsmitglieder und Künstler freuen sich auf eine vielköpfige Besucherschar, welche sich Kunstvögel außerhalb von Volieren und lebende Vögel in den Volieren anschauen möchten. Weitere Details sind nachlesbar unter www.Vogelfreunde-Lollar.de .

 
 

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von:  Karl-Jürgen HAAS

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Interessensgebiet: Lollar
Karl-Jürgen HAAS
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