Bürgerreporter berichten aus: Staufenberg | Überall | Ort wählen...

Fledermausfreundliche Häuser ausgezeichnet

von Simone Linneam 05.10.2009612 mal gelesen1 Kommentar
Staufenberg | Wenn sie auf die Welt kommen, sind sie etwa so groß, wie ein Gummibärchen. Die ausgewachsenen Tiere wiegen zwischen 3 und 7 Gramm und liegen damit in einer Gewichtsklasse mit einem Stückchen Würfelzucker. Die Rede ist von der heimischen Zwergfledermaus. Sie gehört zu den Tieren, die bei den Familien Hormann (Mainzlar), Hahn (Daubringen) und Mittler (Alten-Buseck) zu den gern gesehenen Gästen gehören. Deshalb haben die drei Familien auch ihre Häuser entsprechend mit Sommerquartierkästen präpariert und sind dafür am Freitag als „Fledermausfreundliches Haus“ von Hartmut Mai, dem NABU-Landesgeschäftsführer und Staatssekretär Mark Weinmeister ausgezeichnet worden.
Das Haus von Ingrid und Herbert Hahn zeigt, dass es auch in Neubauten möglich ist, Fledermäuse zu beherbergen. Es muss also nicht immer die schöne, alte Hofreite sein – so wie bei Carmen, Martin und Lisa Hormann. Auf dem Hof der Familie fühlen sich aber nicht nur Fledermäuse wohl. In diesem Jahr hat ein Eulenpärchen in der Scheune gebrütet, jede Menge Fledermäuse schwirrten im Sommer durch den malerischen Bauerngarten, wie der Hofbesitzer schwärmte.
Mehr über...
Und selbst das Insektenhotel darf nicht fehlen, wie der Staatsminister in seiner Ansprache bemerkte. Also, ein rundherum tier- und damit auch menschenfreundlicher Hof. Bei Ulrike und Erhard Mittler finden neben den Fledermäusen am von wildem Wein überwucherten Nebengebäude auch zahlreiche Brutpaare des Haussperlings ein zu Hause.
Alle drei Familien dürfen nun eine Plakette an ihrem Haus anbringen, die das Anwesen als fledermausfreundlich ausweist. Denn die Tiere selbst sind eher unauffällige Untermieter, machen keinen Lärm und richten keine Schäden an. Man kann also guten Gewissens Werbung für das Tier machen. Alle, die Lust haben, sich auch für diese Tiere zu engagieren, können sich direkt an den NABU-Hessen (Petra Gatz, 06441-67904-25, fledermaus@NABU-Hessen.de) wenden.
Damit die Gäste einen Eindruck bekamen, wie eine Zwergfledermaus aus der Nähe aussieht und wie sie sich anfühlt, hatte Petra Gatz eine Zwergfledermaus dabei. Die saß zitternd in ihrer Hand. Doch das war kein Zeichen dafür, dass das Fledertier friert. Nein, „Sie zittert sich warm, sie muss erst Betriebstemperatur bekommen.“ Das gelang ihr schließlich auch. Dann wurde sie munter, versuchte aus der Hand zu entkommen, in dem sie ihre Flügel reckte und streckte. Und wenn Sie wissen wollen, wie sich das Tier angefühlt hat: ganz weich und flauschig.

 
 
 
 
 

Dies könnte Sie zum Thema auch interessieren

Umweltfeindliche Laubsauger und Laubbläser
Offener Brief An den Magistrat der Stadt Lollar ...
Bild 1: Pflügen bis an den Asphalt. Da ist kein Platz mehr für Natur.
Zankapfel Feldwege
Hungener Grüne schlagen Treffen zwischen Landwirten und...
Grünfink (Quelle: NABU / F. Hecker)
Warten mit dem Heckenschnitt!
NABU bittet um Rücksichtnahme auf Vögel. Der NABU Hessen bittet...
Mausohr-Cluster (Quelle: NABU / Christian Stein)
Junge Fledermäuse in Not
NABU-Hotline für Fledermaus-Findelkinder. Mit der Geburt der...
Fledermausbeobachtung bei der Batnight (Quelle: NABU / B. Schaller)
Großes Fledermausfest in Greifenstein
Bundesweite Zentralveranstaltung zur Batnight im...
Fledermausfreundliche Häuser schaffen! (Quelle: NABU / Peter Wolf)
Aktion „1000 Fledermaushäuser“
NABU Hessen ruft zum Mitmachen bei Fledermausprojekt auf. Bis zum...
Kraniche im Abendrot (Quelle: NABU / Tom Dove)
Kraniche am Himmel über Hessen
NABU Hessen: Kranich-Beobachtungen online melden. In den kommenden...

Kommentare zum Beitrag

Nicole Kocaoglu Schmidt
710
Nicole Kocaoglu Schmidt aus Heuchelheim schrieb am 05.10.2009 um 16:54 Uhr
Fledermäuse sind absolut faszinierende Tiere.
Auch wir haben das Glück, dass unser Garten von ihnen besucht wird.
Es ist absolut atemberaubend, mit welcher Geschwindigkeit sie Abends auf Insektenjagd sind. Man ist dann schon in Versuchung den Kopf einzuziehen, wenn sie in minimalem Abstand um einen herumfliegen.
Ihr Orientierungssystem ist eine Meisterleistung der Natur.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Simone Linne

von:  Simone Linne

offline
Interessensgebiet: Gießen
Simone Linne
5.040
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Erschienen bei dtv für 9,90 Euro.
Buchtipp: Michel Bergmann "Die Teilacher"
Die Geschichte beginnt mit dem Tod. In Michel Bergmanns Roman „Die...
Das Buch ist erschienen bei Fischer und kostet 7,95 Euro.
Buchtipp: Geisterfjord von Yrsa Sigurdardóttir
Wenn Sie dieses Buch anfangen zu lesen, prüfen Sie zunächst, ob Sie...

Weitere Beiträge aus der Region

Maria Löbel (2.v.r.) überreichte die großzügige Spende an die Gießener Tafel
Staufenberger Seniorin spendet zum sechsten Mal an die Gießener Tafel
Bereits in die sechste Runde geht die Spendenaktion von Maria Löbel...
Bürgermeister Peter Gefeller, Landrätin Anita Schneider, Staatsminister Prof. Dr. Helge Braun und der Vorsitzende des Fördervereins der Diakoniestation Lumdatal, Horst Münch, eröffneten die 1. Gesundheitsmesse in Staufenberg.
Gesundheitsvorsorge und medizinische Versorgung waren zentrale Themen bei der 1. Gesundheitsmesse in Staufenberg
Wie bleibe ich bin ins hohe Alter gesund? Welche Vorsorgemaßnahmen...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.