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Fledermausfreundliche Häuser ausgezeichnet

von Simone Linneam 05.10.2009714 mal gelesen1 Kommentar
Staufenberg | Wenn sie auf die Welt kommen, sind sie etwa so groß, wie ein Gummibärchen. Die ausgewachsenen Tiere wiegen zwischen 3 und 7 Gramm und liegen damit in einer Gewichtsklasse mit einem Stückchen Würfelzucker. Die Rede ist von der heimischen Zwergfledermaus. Sie gehört zu den Tieren, die bei den Familien Hormann (Mainzlar), Hahn (Daubringen) und Mittler (Alten-Buseck) zu den gern gesehenen Gästen gehören. Deshalb haben die drei Familien auch ihre Häuser entsprechend mit Sommerquartierkästen präpariert und sind dafür am Freitag als „Fledermausfreundliches Haus“ von Hartmut Mai, dem NABU-Landesgeschäftsführer und Staatssekretär Mark Weinmeister ausgezeichnet worden.
Das Haus von Ingrid und Herbert Hahn zeigt, dass es auch in Neubauten möglich ist, Fledermäuse zu beherbergen. Es muss also nicht immer die schöne, alte Hofreite sein – so wie bei Carmen, Martin und Lisa Hormann. Auf dem Hof der Familie fühlen sich aber nicht nur Fledermäuse wohl. In diesem Jahr hat ein Eulenpärchen in der Scheune gebrütet, jede Menge Fledermäuse schwirrten im Sommer durch den malerischen Bauerngarten, wie der Hofbesitzer schwärmte.
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Und selbst das Insektenhotel darf nicht fehlen, wie der Staatsminister in seiner Ansprache bemerkte. Also, ein rundherum tier- und damit auch menschenfreundlicher Hof. Bei Ulrike und Erhard Mittler finden neben den Fledermäusen am von wildem Wein überwucherten Nebengebäude auch zahlreiche Brutpaare des Haussperlings ein zu Hause.
Alle drei Familien dürfen nun eine Plakette an ihrem Haus anbringen, die das Anwesen als fledermausfreundlich ausweist. Denn die Tiere selbst sind eher unauffällige Untermieter, machen keinen Lärm und richten keine Schäden an. Man kann also guten Gewissens Werbung für das Tier machen. Alle, die Lust haben, sich auch für diese Tiere zu engagieren, können sich direkt an den NABU-Hessen (Petra Gatz, 06441-67904-25, fledermaus@NABU-Hessen.de) wenden.
Damit die Gäste einen Eindruck bekamen, wie eine Zwergfledermaus aus der Nähe aussieht und wie sie sich anfühlt, hatte Petra Gatz eine Zwergfledermaus dabei. Die saß zitternd in ihrer Hand. Doch das war kein Zeichen dafür, dass das Fledertier friert. Nein, „Sie zittert sich warm, sie muss erst Betriebstemperatur bekommen.“ Das gelang ihr schließlich auch. Dann wurde sie munter, versuchte aus der Hand zu entkommen, in dem sie ihre Flügel reckte und streckte. Und wenn Sie wissen wollen, wie sich das Tier angefühlt hat: ganz weich und flauschig.

 
 
 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

Nicole Kocaoglu Schmidt
723
Nicole Kocaoglu Schmidt aus Heuchelheim schrieb am 05.10.2009 um 16:54 Uhr
Fledermäuse sind absolut faszinierende Tiere.
Auch wir haben das Glück, dass unser Garten von ihnen besucht wird.
Es ist absolut atemberaubend, mit welcher Geschwindigkeit sie Abends auf Insektenjagd sind. Man ist dann schon in Versuchung den Kopf einzuziehen, wenn sie in minimalem Abstand um einen herumfliegen.
Ihr Orientierungssystem ist eine Meisterleistung der Natur.
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