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Stadtrundgang durch die „Fachwerkstadt“ Grünberg.

Staufenberg | Beginnen wir unseren historischen Rundgang durch das mittelalterlich anmutende Grünberg am Marktbrunnen mit dem Brunnengucker . Der Marktplatz war schon im Mittelalter das bürgerliche Zentrum . Beginnen wir mit dem beeindruckenden Rathausbau im Renaissancestil aus den Jahre 1586/87 . Erbaut wurde es von dem Amtmann H . Rüdiger aus Alsfeld . Das Erdgeschoss diente in damaliger Zeit als Markt-Raum . Daran erinnert eine eiserne Elle an der linken Seite der Eingangstür . Besonders schön ist die Malerei um die Fenster . Und sieht man genau hin . findet man auch die männliche Stein-Skulptur in spanischer Tracht . Rund um den Marktplatz stehen , wie bei einer Perlenkette, Fachwerkhaus an Fachwerkhaus , wunderschön restauriert . Bemerkenswert sind die unterschiedlichen Fenster an den Gebäuden . Aber auch vor 500 Jahren war Baugrund schon teuer . Und so wurden die Häuser aneinander gebaut . Dies erhöhte allerdings die Brandgefahr .
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Wer im Mittelalter über die entsprechenden Mittel verfügte , zeigte das auch nach außen in der Gestaltung seiner Fassaden . Zum Beispiel zeigte das Fachwerk halbkreisförmige Muster oder gotische Spitzbögen , am Rathaus findet man das Andreaskreuz und an einigen Häusern die sogenannten „Wilden Männer“, zur Stabilisierung des Gebäudes . Interessant ist die Ständerbauweise an den Gebäuden . An jedem Stockwerk wurde vorgebaut , um zusätzliche Wohnfläche zu schaffen . Damit gewann man Raum für mehrere Generationen unter einem Dach . Vorbei am „Goldenen Hirsch“ und der Stadtkirche gelangt man zum „ Brauhaus“ mit dem Löwenbrunnen aus dem 18. Jahrhundert . Prachtvoll präsentiert es sich in seiner farbenfrohen Restaurierung . Heute dient es als Trauzimmer . Daneben , ein bisschen versteckt , steht das „Brunnenhäuschen auf dem Berg „. Denn direkt dahinter geht 60 m in die Tiefe ins
Brunnental . Hier endete auch die Druckwasserleitung . Seit 1492 wurde hier Wasser aus dem tieferliegenden Quellgebiet gepumpt . Insgesamt 21 mit viel Liebe und Engagement restaurierte Häuser sehen wir auf unserem Rundgang , der jetzt zum Diebsturm führt . Der um das Jahr 1300 erbaute Turm ist das Wahrzeichen der Stadt . Ehemals war er ein Teil der Stadtmauer . Durch eine Sprengung Ende des 2 . Weltkrieges verlor er seine steinerne Kuppel . Sie wurde durch eine aus Metall ersetzt .Heute dient er als Aussichtsturm. Von hier oben hat man einen herrlichen Blick vom Vogelsberg bis zum Taunus . Direkt daneben liegt das Barfüßer-Kloster . Dieser gotische Bau stammt aus dem 13 . Jahrhundert . Unsere sehr kompetente und geschichtsfeste Stadtführerin zeigte uns noch das älteste Wirtshaus , das „Wirtshaus zum schiefen Balken „. Hier in der Nähe steht auch das einzige Fachwerkhaus , welches vor 500 Jahren eine Frau erbauen ließ . Im Mittelalter war dies wohl eine Seltenheit , zeugt aber auch von dem Selbstbewusstsein dieser Frau . Beachtenswert ist auch in der Judengasse 5 die „Alte Schmiede“ und nebenan das „Haus der Zünfte“ . Hier werden die noch vorhandenen Schätze aus vergangener Zeit präsentiert . Wir , die Foto – Senioren aus Staufenberg bedanken uns bei der G.Z. für die Teilnahme an dieser historischen Führung .


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von:  Monika Bernges

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Interessensgebiet: Staufenberg
Monika Bernges
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