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"OCCHI", "FILETKNÜPFEN" und "SPRANG"

Staufenberg | Was unsere Stadt zu bieten hat Teil 5.
Hier stelle ich drei Handarbeitstechniken vor, die es wert sind, nicht in Vergessenheit zu geraten.
„OCCHI“, „FILETKNÜPFEN“ und „SPRANG“ sind die drei alten Techniken , die ich mir von Frau Mathes aus Staufenberg habe erklären lassen.
Beginnen wir mit „OCCHI“ (AUGE). Hier wird ausschließlich mit den Fingern und einem Stäbchen gearbeitet. Und mit der nötigen Fertigkeit und zunehmendem Können entstehen
wunderschöne Rosetten aus den feinsten Garnen. Früher waren diese hergestellten Spitzen an
Dessous bei den Damen sehr beliebt. In Frankreich bekamen sie deshalb auch den Namen „FRIVOLITE`“
Mit diesen hübschen Rosetten , aneinandergereiht , kann man wunderschöne Deckchen
erstellen, oder auch Blüten für Glückwunschkarten basteln. Der Fantasie sind keine Grenzen
gesetzt und wer damit arbeitet , dem fällt immer wieder etwas Neues ein.
Aber nicht nur Occhi , auch Filetknüpfen habe ich mir von Frau Mathes zeigen lassen.
Dies ist eine Arbeitsweise, die auf das Netzknüpfen der Fischer zurückgeht. Der feine Faden
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wird über ein Stäbchen und eine Filetnadel gearbeitet. Auch hier gibt es viele Möglichkeiten
kleine Kunstwerke herzustellen. Aber auch das einfache Filet ist ausgesprochen reizvoll.
Hier wird mit einem speziellen Werkzeug der Knoten geknüpft und dieser verbindet die
einzelnen Fäden zu einem Ganzen.
Auch eine dritte alte Handarbeitsvariante , nämlich „Sprang“ konnte ich bei ihr
bewundern. Auch diese Technik , die lange Zeit in Vergessenheit geraten war, beherrscht sie in
Perfektion. Schon seit über 3000 Jahren wird diese raffinierte Technik angewendet
und im skandinavischen Raum um die Jahrhundertwende wieder entdeckt.
Man kann hier sehr dicht , aber auch sehr weitmaschig auf einem eigens dafür passenden
Rahmen arbeiten. Der Rahmen wird benötigt zum Spannen der Fäden und auch ein paar
Holzstäbchen zum fixieren der Muster während des Arbeitens.
Für Frau Mathes ist es ein Hauptanliegen, diese drei seltenen Handarbeitstechniken
weiterzugeben, um sie vor dem Vergessen zu bewahren.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei ihr, dass sie Zeit hatte, mir dies alles zu erklären.
Monika Bernges

 
 
 
 
 
 
 
 

Kommentare zum Beitrag

Ingrid Wittich
19.808
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 19.08.2017 um 11:02 Uhr
Interessant, Monika. Von Occhi hatte ich schon gehört. Die anderen beiden Techniken kannte ich nicht.
Hallo Lieber Leser
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von:  Monika Bernges

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Interessensgebiet: Staufenberg
Monika Bernges
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