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Imkerei bei Kultur im Garten

Fleißige Bienen bei Kaiserwetter
Fleißige Bienen bei Kaiserwetter
Staufenberg | Zum Auftakt der diesjährigen Reihe „Kultur im Garten“ gab es in der Gießener Straße 30 in Daubringen allerlei Wissenswertes zur Geschichte der Imkerei vom Altertum über das Mittelalter bis heute. Die vielen Besucher konnten sich außerdem über moderne Bienenhaltung und die Verarbeitung von Wachs und Honig zu Seifen, Kerzen und Salben informieren. Die von den Vereinen Stupor Mundi – Heiler und Handwerker, IM-PULS. Kulturpolitischer Arbeitskreis Staufenberg e.V. und Bienenzuchtverein Lumdatal e.V. organisierte Veranstaltung profitierte von perfektem Bienenflugwetter: so konnten die Besucher die Bienen aus den beiden Holzbeuten ausfliegen und mit reichlich Nektar und Pollen zurückkommen sehen. Die Bienen ließen sich von den Gästen nicht stören und kümmerten sich auch nicht um die vielen süßen und pikanten Leckereien aus Honig, die den Besuchern angeboten wurden: Honig-Cookies, Lebkuchen, Pizzaschnecken mit Ziegenkäse, Hähnchen mit Honigsoße, Holunderlimo, Met und Honiglikör. In einem Schaukasten konnte man den Bienen hinter Glas bei der Arbeit zusehen, wie das Einbringen des Honigs in die Waben oder das Füttern der Brut.
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Die Gäste erfuhren, dass schon die alten Ägypter und Griechen Bienen und Honig zu schätzen wussten, er galt als göttlich, Leben verlängernd und gesund. So tranken die Teilnehmer an den antiken olympischen Spielen Honigwasser vor den Wettkämpfen, sozusagen das erste Doping. Im Mittelalter waren Honig und Wachs so wichtig und teuer, dass Diebstahl unter hohe Strafen gestellt wurde: Abhacken der Hand, Aufhängen neben dem Bienenstock, Verbrennen auf dem Scheiterhaufen oder Ausstellen der Eingeweide auf dem Dorfplatz zur Abschreckung. Die Bienen wurden damals in ausgehöhlten Baumstämmen im Wald gehalten und der Honig dann dort herausgeschnitten. Daher kommt die damalige Berufsbezeichnung des Zeidlers (zeideln = altdeutsch für Honig schneiden). Auch in Klöstern wurde Honig und Wachs benötigt, letzteres vor allem zur Kerzenherstellung. Bereits in der Bronzezeit kannte und brauchte man Bienenwachs, da man daraus die Modelle für die Bronzewaffen und –werkzeuge herstellte. Das Wachsmodell wurde dann mit Lehm ummantelt, der Lehm getrocknet, das Wachs herausgeschmolzen und die flüssige Bronze in die Höhlung gegossen. Nach dem fest werden wurde die Lehmhülle aufgeschlagen und das Bronzestück zur Weiterbearbeitung herausgenommen. Für ein Bronzeschwert wurden ca. 150 g Wachs benötigt, das legt nahe, dass die Menschen damals schon Bienen hielten.
Außer in ausgehöhlten Bäumen wurden Bienen auch in kurzen hohlen Baumstammstücken (sog. Klotzbeuten) oder in Körben aus Weidenruten gehalten, beides konnte ebenfalls begutachtet werden. Außerdem fanden die Besucher verschiedene Imkerwerkzeuge und –kleidung vor. In einer kleinen Tombola gab es ein Insektenhotel, eine Flasche Met, ein Glas Honig, Honigseife, Bienenwachskerzen und Saatkugeln mit Bienenweidepflanzen zu gewinnen. Mittelalterliche Livemusik mit Gitarre und Gesang rundete das Programm ab.

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von:  Susanne Rotter

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Susanne Rotter
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