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Urlaubserlebnisse wie sie keiner braucht.

Harmlos fing alles an
Harmlos fing alles an
Staufenberg | Dramatische Ereignisse während unseres Urlaubs in Funchal/Madeira. Am Montagnachmittag sahen wir bei einem Spaziergang in der Innenstadt Rauchwolken und mir war sicher, dass es sich um einen Waldbrand handeln muß. Allerdings störte sich keiner der Geschäftsleute und Einwohner Funchals daran, da es ja öfter schon zu Waldbränden gekommen ist. Am Abend dann zeigte sich, dass sich der Brand ausgeweitet hatte und auf einer Bergkuppe kleinere Brände loderten. Nachts kam dann heftiger Wind auf und fachte die Feuersbrunst weiter an. Am Dienstag hörte man dann den ganzen Tag über Feuerwehrsirenen in der ganzen Stadt. Dienstagnachmittag wurde die Sache dann dramatisch. Temperaturen von 40 Grad lagen in der Luft.
Der Wind wurde stärker und trieb die Flammen Richtung Stadt. Von unserem Hotel aus sah man dicke Rauchwolken den Berg hinunter ziehen. Plötzlich standen an der Kaimauer lauter Urlauber mit Gepäck, die von evakuierten Hotels oberhalb kamen. Nun schauten alle Menschen mit sorgenvoller Miene auf die Brände. Man hörte jetzt auch immer wieder Explosionen, die wahrscheinlich von explodierenden Gasflaschen stammten.
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Der Himmel war in kohlrabenschwarze Wolken eingehüllt. Auf Nachfrage bei der Rezeption bekamen wir die Auskunft, das Feuer könnte näher kommen und als Antwort was wir machen sollen, meinte die Chefin des Hotels mit Tränen in den Augen: "Jetzt hilft nur noch beten, wir haben für alles Pläne, nur für solche Situationen nicht". Die Reiseleitung hatte uns eine Telefonnummer gegeben, unter der sie i m m e r erreichbar sei. Leider haben wir davon nichts gemerkt als ich die Nummer anrief. Nach einem Anruf bei Thomas Cook in Frankfurt bekam ich die Antwort ich solle ruhig bleiben, sie haben die Information, dass alles in Ordnung sei. Daraufhin meinte ich, dann sollen sie sich bitte einmal die Lage vor Ort anschauen. So kann es nur im Krieg zugehen. Wir haben dann vorsorglich unsere Koffer gepackt, falls wir in der kommenden Nacht das Hotel verlassen müssen. Dazu kam es aber dann doch nicht. Als der Brandgeruch immer stärker wurde ging ich nachts zur Rezeption um uns einen Rückflug nach Deutschland buchen zu lassen. Die Auskunft war: "Wenden sie sich an ihre Reiseleitung".
Anruf in Frankfurt. Sie können uns keinen Flug anbieten, außerdem müssten wir dann alles selber bezahlen. Das war uns aber in diesem Moment egal, wir wollten nur weg, weil viele Menschen weinten und nicht wußten, was noch passieren würde. In dieser Nacht war an Schlaf nicht zu denken. Am nächsten Morgen war aber dann der Brand weitest gehend unter Kontrolle und wir verbrachten die letzten vier Tage noch an Ort und Stelle. 2 Tage lang spürte man immer noch den Brandgeruch und Ascheteilchen kamen überall in der Stadt herunter. Am Samstag war dann unser Urlaub zu Ende und wir flogen mit Erinnerungen, die wir nicht so schnell vergessen werden wieder zurück in die Heimat.

Harmlos fing alles an

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Kommentare zum Beitrag

Christine Stapf
6.653
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 15.08.2016 um 22:15 Uhr
Was für ein schlimmes Erlebnis.
Nicole Freeman
9.279
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 16.08.2016 um 06:15 Uhr
ein schlimmes erlebnis aber sie können nach hause. nach hause wo sie jetzt etwas zur ruhe kommen können nach der angst im urlaubsort. mir tun die menschen leid die dort ihr zuhause gehabt haben, die alles in den flammen verloren haben. sie sind so nahe dabei gewesen das sie diese eindrücke nicht mehr vergessen.
schade, aber wir können froh sein das ihnen nichts passiert ist.
Birgit Hofmann-Scharf
10.163
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 16.08.2016 um 08:42 Uhr
Tja, "wenn jemand eine Reise tut,................ "
Die armen Einheimischen.
Helmut Heibertshausen
6.122
Helmut Heibertshausen aus Staufenberg schrieb am 16.08.2016 um 10:02 Uhr
Bei dem Transfer zum Flughafen am Tag der Heimreise sind wir an verbrannten Häusern, Bananenplantagen und ehemals schönen Gärten vorbei gefahren und es trieb uns die Tränen in die Augen und wir mußten an die Menschen denken, die in den Flammen ihr Leben verloren haben und an alle die ihre ganze Existenz und ihr ganzes Hab und Gut verloren, nur weil ein Wahnsinniger ein Feuer gelegt hat.
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