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24 Stunden als "Berufsfeuerwehrfrau und -mann" - Gemeinsamer Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehren Ettingshausen und Hattenrod

Reiskirchen | Einen Tag wie bei der Berufsfeuerwehr erlebten kürzlich 26 Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehren der Reiskirchener Ortsteile Ettingshausen und Hattenrod.
Am frühen Freitagnachmittag bezog man die Räumlichkeiten des Feuerwehrhauses in Hattenrod, welches für die „Einsatzkräfte“ als Feuerwache diente.
Nach einer kurzen Unterrichtseinheit und der Fahrzeugeinteilung wurde gemeinsam das Abendessen zubereitet. Manche waren noch am Essen, als der Wachgong zum ersten Mal ertönte. „Unklarer Feuerschein“, so hieß die Meldung, woraufhin man zum ersten Einsatz in der 24h-Schicht ausrücken musste. Glücklicherweise handelte es sich jedoch um ein nicht angemeldetes Nutzfeuer, sodass zügig die Wache wieder angefahren werden konnte. Doch es dauerte nicht lange, ehe der Wachgong erneut ertönte. „Person in Brunnen gestürzt“ war diesmal das Alarmstichwort. Vor Ort fand man eine Puppe, welche auf dem Boden eines circa 3m tiefen Brunnens lag und sich nicht mehr selbst befreien konnte. Diese wurde mittels Leiterbock aus ihrer Zwangslage befreit.
Nach einer recht ruhigen Nacht, in der es lediglich eine brennende Mülltonne, sowie einen umgestürzten Baum zu zerlegen galt, folgte im Anschluss an das Frühstück der Dienstsport.
Auch diesen musste man frühzeitig beenden, da von der Leitstelle ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten gemeldet wurde. Zwei PKW waren frontal zusammengestoßen. In beiden befanden sich Verletzte, welche vom Mimentrupp des DRK OV Lich dargestellt wurden. Aufgrund des Alarmierungsstichwortes wurden zusätzlich zwei Rettungswagen der Johanniter Unfallhilfe des RV Gießen zur Einsatzstelle geschickt, welche sich mit Unterstützung der jugendlichen Einsatzkräfte um die Verletzten kümmerten.
Nach einer anschließenden Lagebesprechung und dem gemeinsamen Mittagessen wurden die Einsatzkräfte zu ihrem letzten Einsatz gerufen. Aus einem Tankwagen lief eine unbekannte grüne Flüssigkeit aus. Zwei Personen, die sich Verätzungen zugezogen hatten, wurden vom Rettungsdienst versorgt, sodass sich die Einsatzkräfte der Feuerwehr um das Auffangen der Flüssigkeit kümmern konnten. Aufgrund der Gefährlichkeit des Stoffes ging man hier in Maleranzügen vor, welche als Chemikalienschutzanzüge dienten.
Am Ende einer langen Schicht stand die Reinigung und Instandsetzung der Fahrzeuge, Geräte und des Feuerwehrhauses auf dem Plan.
Teils sehr müde, aber bereits mit großer Vorfreude auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr endete am späten Samstagnachmittag der 24h-Dienst.
Dank für die tatkräftige Unterstützung sei seitens der Organisatoren des Berufsfeuerwehrtages den Mitgliedern der Einsatzabteilungen Ettingshausen und Hattenrod, dem Mimentrupp des DRK OV Lich, dem JUH RV Gießen, der Firma T. & K. Münster aus Hattenrod, sowie zahlreichen weiteren Personen, welche zum erfolgreichen Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, gesagt.

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Kommentare zum Beitrag

Carsten Kestawitz
245
Carsten Kestawitz aus Lich schrieb am 18.09.2008 um 22:31 Uhr
Ich war Augenzeuge und muss sagen: Hut ab!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Christoph Riedmann

von:  Christoph Riedmann

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Interessensgebiet: Reiskirchen
Christoph Riedmann
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