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Organspende

Reiskirchen | Saasen/: Etwa 12.000 Bundesbürger warten derzeit auf ein Spenderorgan. Doch nur rund 4.000 Organe werden jährlich gespendet. Dabei sind die meisten Deutschen zum Spenden bereit. Angeborene Herz- oder Nierenfehler, durch einen Unfall hervorgerufene Leberschäden oder durch Krankheit zerstörte Lungen - es gibt viele Gründe, zum Transplantationspatienten zu werden. Etwa 12.000 gibt es derzeit in Deutschland. Sie stehen auf der Warteliste für eine lebensrettende Oragantransplantation. Jährlich werden rund 4.000 Organe gespendet und operativ eingesetzt. Koordinationsstelle für die Verteilung der Organspenden in Deutschland ist die "Deutsche Stiftung Organspende-Meldung, über die Organentnahme bis zur Organübertragung zwischen Krankenhäusern und Transplantionszentren.

Problem-Spendermangel
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Eine repräsentative DSO-Umfrage hat gezeigt, dass zwar rund 60 Prozent aller Bundesbürger zur Organspende bereit wären, aber deutlich weniger tatsächlich einen Spenderausweis besitzen. Ein Grund: Viele Menschen beschäftigen sich mit dem Thema Organspende. Wer aber denen helfen will, die ein Organ
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Auch ich bin Organspenderrin (1)
benötigen, sollte einen Ausweis ausfüllen und bei sich tragen. Das würde vor allem die Entscheidung der Angehörigen erleichtern. Denn nach dem deutschen Transplantationsgesetz (TPG), das seit 1. Dezember 1997 in Kraft ist, hat grundsätzlich der Wille des Verstorbenen zu Lebzeiten Vorrang. Ist er aber nicht Zustimmungslösung" des TPG die nächsten Angehörigen auf der Grundlage des "mutmaßlichen Willen" des Verstorbenen. Dann muss die Familie schnell handeln, denn wenn ein Mensch tot ist, können Atmungs-, Herz- und Kreislauffunktionen nur kurzzeitig aufrecht erhalten werden.

Der Ausweis und die Voraussetzungen
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. Das Formular:
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Der Organspendeausweis ist erhältlich in Apotheken, Arztpraxen oder auch im Internet.

. Die Altersgrenze:
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Feste Altersgrenzen gibt es für Organspenden nicht. Schon Minderjährige können sich einen Organspendeausweis anlegen: Das Transplantationsgesetz erlaubt Jugendlichen ab dem 16. Geburtstag, ihre Bereitschaft zur Organspende zu erklären.

.Der Gesundheitstest:
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Ein Besuch beim Arzt ist vor dem Ausfüllen des Organspenderausweises nicht nötig. Entscheidend ist, dass die Organe zum Zeitpunkt der Transplantation intakt sind. Erst dann werden sie eingehend untersucht.

.Das Ausfüllen:
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Auf der Vorderseite werden die persönlichen Daten eingetragen. Auf der Rückseite folgt die Erklärung zur Organspende für den Todesfall. Hier sind verschiedene Varianten möglich. So kann man der Entnahme von Organen und Geweben ohne Einschränkung zustimmen oder einzelne Organe/ Gewebe von der Entnahme ausschließen.

.Die Aufbewahrung:
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Der beste Aufbewahrungsort für den Organspendeausweis ist der Geldbeutel. Dort wird er im Fall der Fälle am schnellsten gefunden. Außerdem sollten die Angehörigen über die Entscheidung informiert werden............

Vielleicht tragen die Texte dieser Seite hin u. wieder dazu bei, die Entscheidung für einen Organspenderausweis, für Mitmenschlichkeit und Solidarität zu erleichtern und zu festigen.

Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.456
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 18.02.2014 um 19:17 Uhr
Danke für ihren informativen Artikel Frau Kehm - Menz.

Ich habe in meinem Geldbeutel den Organspenderausweis.

Bin zwar schon etwas älter, aber "im Falle des Falles" könnte das eine oder andere Organ noch gut gebraucht werden, denn ich habe in meinem Leben nie größere Mengen Alkohol getrunken, keine Drogen konsumiert und geraucht habe ich auch nicht ....

Übrigens ich habe mich zur Organspende schon recht früh bereit erklärt, weil ein Freund jetzt rund dreissig Jahre mit einer Spenderniere lebt (der braucht bald eine neue ....) und ein anderer Freund seit 2 bis 3 Jahre zur Dialyse muss (und mit einer Spenderniere sicher eine höhere Lebensqualität hätte).

Aber auch ohne persönliche Betroffenheit bin ich mir sicher, dass - bei etwas nachdenken - viel mehr Mitbürger sich dazu durchringen sollten den Ausweis immer bei sich zu tragen.
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von:  Sabine Kehm-Menz

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Interessensgebiet: Reiskirchen
Sabine Kehm-Menz
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