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20. Hessisches Messersammler Treffen in Buseck

Reiskirchen | Erster Dezember in der Sammler und Hobbywelt in Alten-Buseck: Zum 20. Mal treffen sich die Freunde handgefertigter Messer zu der größten und ältesten Messe dieser Art.

1993 – vor 20 Jahren – machte sich Michael Staubach selbst ein ungewöhnliches Weihnachtsgeschenk: Er organisierte eine kleine Messe mit 12 Ausstellern in dem Dorfgemeinschaftshaus des kleinen Örtchens Lindenstruth in Hessen.
Die Gemeinschaft der „Messermacher und –Sammler“ war mit etwa 300 Personen in Deutschland noch sehr überschaubar und es befanden sich darunter nur etwa 15 professionelle Messerhersteller.
Privat wurde geschmiedet, gefeilt und getüftelt und Erfahrungen wurden ausgetauscht.
Die Messe in Lindenstruth bot in Hessen erstmals ein Forum dafür und war ein durchschlagender Erfolg: Obwohl kaum Werbung gemacht wurde, sprach sich das Ereignis schnell herum und es kamen immerhin 200 Besucher.
Die Beteiligten waren begeistert und so wuchs die Veranstaltung in den nächsten Jahren immer weiter, bis Zahlen von etwa 60 Ausstellern und an die 1000 Besucher verzeichnet wurden.
Die Kapazität der kleinen Halle in Lindenstruth mit
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Schmieden (1)Outdoor (4)Messer (7)Messe (99)Kanubau (1)hölzer (2)Hobby- und Sammlerwelt (1)Handwerk (47)handgefertigt (2)Damaststahl (1)Bogensport (6)Bogenschießen (4)
ihren 750 m² war ausgeschöpft und das sonst eher verschlafene Dorf versank immer am ersten Sonntag im Dezember in einem frühmorgendlichen Verkehrschaos, wenn die Besucher heranrollten. Man parkte im Schlamm, man schob sich durch die Gänge der viel zu warmen Halle – und man tat es gern.
Auch die Nachfrage nach Ausstellungsmöglichkeiten nahm immer weiter zu und nicht jeder bekam einen Platz.
Aus dieser Situation heraus entschied sich Michael Staubach 2010, mit der Ausstellung nach Alten Buseck in die Sammler- und Hobbywelt umzuziehen.
Diese Entscheidung erwies sich als ein Glücksgriff, denn die Örtlichkeit erwies sich als ideal:
Das ehemalige Möbelhaus beheimatet ein „Museum“, in dem es viele wunderbare Dinge zu sehen und zu erfahren gibt, z. B. die größte Carrera-Rennbahn Deutschlands ein Technikmuseum der Jahrhundertwende und vieles mehr. So kann ein Besuch beim Messertreffen ein Vergnügen für die ganze Familie werden, denn es gibt für jeden etwas zu sehen.
Die Ausstellungsfläche bietet mit 1500 m² Raum für 150 Ausstellungstische und einige Sonderflächen. Die Zahl der Ausstellenden ist auf 110 gestiegen und die Besucherzahl liegt bei dieser ältesten und größten Ausstellung in Deutschland bei bis zu 1500 an einem Tag.

Das angegliederte Bistro gibt dem Besucher die Möglichkeit, bei einer Tasse Kaffee oder einem Snack die Eindrücke noch einmal Revue passieren zu lassen und sich etwas auszuruhen.

Doch nicht nur an das eigene Wohlbefinden wird gedacht: Anlässlich der Flutkatastrophe auf den Philippinen, die dem Land und der Bevölkerung großen Schaden und Leid zugefügt hat, findet auf dieser 20. Ausstellung eine Tombola mit attraktiven, hochwertigen Preisen statt, deren Erlös den Opfern der Flutkatastrophe zu Gute kommt.

Es sind nicht nur exzellente handgefertigte Messer, die es dort zu sehen gibt. Gezeigt wird auch Scrimshaw, Messerzubehör, feine Stähle, ausgefallene Griffmaterialien und Werkzeuge, alles rund ums Bogenschießen und Bogenbauen, handgefertigte Holzkanus und vieles mehr.
Obwohl Staubach im Laufe dieser Jahre an Professionalität hinzugewonnen hat, ist der Kontakt zu den Ausstellern ein sehr persönlicher und man spürt immer noch etwas von dem Geist und der Leidenschaft, die diese Gruppe vor 20 Jahren zusammengeführt hat.

Der Erlös des Eintrittsgeldes geht seit Beginn als Spende an die Christoffel Blindenmission in Bensheim. Doch auch die Besucher können profitieren: Während der Ausstellung werden stündlich Sachpreise im Gesamtwert von 1.500,-€ verlost.
Der Eintritt beträgt 5,-€, Kinder unter 12 Jahren frei.
Weitere Informationen über das 20. Hessische Messermacher Treffen gibt es unter www.staubach-messer.de

 
 

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von:  Staubach Michael

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