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Rettung in letzter Minute

von Gerda Baueram 17.08.2013699 mal gelesen6 Kommentare
Reiskirchen | Vier Katzenbabys wurden mitten im Wald ausgesetzt
Am Samstag, dem 10.08.13 erhielten wir einen Anruf, dass 3 kleine Kätzchen mitten im Wald in Oberweimar gefunden wurden. Sie waren offensichtlich dort ausgesetzt worden. Eine Familie ging zufällig an dieser Stelle mit ihrem Hund spazieren, als sie plötzlich im Wald ein klägliches Maunzen hörte. Drei kleine Kätzchen kamen auf sie zugelaufen und strichen den Menschen um die Beine. Die völlig erschöpften Kitten ließen sich problemlos aufnehmen und wurden im Arm nach Hause getragen. Das zuständige Tierheim wurde informiert, reagierte aber nicht. Daraufhin meldete sich die Familie bei Sorgenfelle e. V. Sofort boten wir Hilfe an und nahmen die drei Katzenkinder auf eine unserer Pflegestellen in Reiskirchen. Einen Tag später, am Sonntag, dem 11.08.13 wurde ein weiteres Kätzchen an derselben Stelle gefunden. Es reagierte etwas ängstlicher und flüchtete auf einen Baum. Die Finder alarmierten einen Freund, der professionell Bäume beschneidet und daher über eine hohe Leiter und Steigeisen verfügt. Mit Leiter und Steigeisen wurde nun auch das vierte Kätzchen
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eingefangen. Es ließ sich problemlos vom Baum pflücken und wurde nach Hause getragen. Glücklich gerettet kam es zu den anderen Kitten auf unsere Pflegestelle. Es wurde von den Geschwisterchen sofort wiedererkannten. Alle vier waren vollkommen dehydriert, deutlich abgemagert, total verfloht und voller Milben. Auf der Pflegestelle tranken sie als erstes 2 große Wassernäpfe im Eiltempo leer; sie waren also kurz vorm Verdursten. Die Kleinen verschlangen das Futter regelrecht und zeigten sich überaus dankbar für ihre Rettung. Sofort fingen sie an zu schnurren und mit uns zu schmusen.
Mittlerweile geht es den 4 Katzenkindern wieder gut. Sie wurden tierärztlich behandelt, entwurmt und entfloht, fressen gut und ihr Fell glänzt wieder. Es sind total liebe, zutrauliche Kerlchen, 2 Bubchen und 2 Mädchen, die ca. 3 Monate alt sind (im Mai 2013 geboren). Sobald sie sich von dem Trauma des Ausgesetzt Werdens erholt haben, werden sie in liebevolle Hände vermittelt.
Wir sind schockiert und entsetzt, dass jemand den unwillkommenen Nachwuchs auf diese Weise entsorgt hat. Hätten die Kleinen noch länger im Wald ausharren müssen, wären sie jämmerlich verdurstet und verhungert. Es gab bei hochsommerlichen Temperaturen keinerlei Wasserquelle in der Nähe. Wer Tiere aussetzt begeht eine Straftat. Daher bitten wir um Hinweise, wer diese verantwortungslose, feige Tat begangen hat. Solche Tierquälereien passieren nicht nur im Ausland sondern leider auch in Deutschland. Dies wiegt besonders schwer, da es hierzulande zahlreiche Tierschutzorganisationen gibt, die solche Tiere aufnehmen. Der Täter hätte sich also problemlos an eine Tierschutzorganisation wenden können. Zur Ergreifung des Täters hat Sorgenfelle e. V. eine Belohnung von 200 € ausgesetzt.

Kontakt und Info.
Gerda Bauer
TSV Sorgenfelle e. V.
Ludwigstr. 9, 35447 Reiskirchen
Tel: 06401-951403
Email: info@tsv-sorgenfelle.de
www.tsv-sorgenfelle.de

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Kommentare zum Beitrag

Irmtraut Gottschald
5.122
Irmtraut Gottschald aus Heuchelheim schrieb am 17.08.2013 um 13:48 Uhr
Man kann es wirklich nicht verstehen dass so kleinen, hilflosen Lebewesen solche Qualen zugefügt werden und sie dann doch immer wieder Vertrauen zum Menschen fassen. Ich wünsche den Kleinen, daß sie ein schönes zu Hause finden und bald alles negative vergessen.
Ute Hopperdietzel
52
Ute Hopperdietzel aus Langgöns schrieb am 18.08.2013 um 10:11 Uhr
Unfassbar, das Menschenso grausam sind. Die Kätzchen hatten einen Schutzengel. Solche Torturen überleben nur wenige. Ich wünsche dem Quartett alles gute und ein schönes plätzchen bei netten Leuten.
Gerda Bauer
372
Gerda Bauer aus Reiskirchen schrieb am 18.08.2013 um 10:44 Uhr
Für mich ist es auch unfassbar, zumal die Kleinen vollkommen zutraulich und ausgesprochen menschenbezogen sind. Sie dann einfach im Wald zurückzulassen und ihr Maunzen zu ignorieren .... Wie ein Mensch so herzlos sein kann, das kann ich nicht begreifen.

Alle Vier kommen sofort angelaufen und springen fröhlich auf uns herum, sobald wir uns zu ihnen setzen. Ihr Vertrauen in die Menschen haben sie also trotz des Traumas nicht verloren. Sie haben sich mittlerweile sehr gut erholt und sind einfach nur verspielte, puzmuntere und total niedliche Katzenkinder.
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 11.10.2013 um 23:42 Uhr
Das Zauberwort heißt Kastration, um unerwünschten Nachwuchs zu verhindern. Leider schlüpfen diese feigen Täter immer wieder durch die Maschen des Gesetzes oder werden erst gar nicht gefunden.
Bestimmt haben alle Kitten ein schönes Zuhause gefunden.
Gerda Bauer
372
Gerda Bauer aus Reiskirchen schrieb am 16.10.2013 um 01:20 Uhr
Ja, auch in Deutschland werden immer wieder unschuldige Tiere, wie diese Katzenkinder, ausgesetzt. Es müsste dringend eine Chip- und Kastrationspflicht eingeführt werden. Dann könnten man die Täter eher dingfest machen.
Unsere Kleinen sind noch zu haben. Sie suchen noch ein liebevolles Zuhause.
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 16.10.2013 um 22:27 Uhr
Wie oft werden Tiere mit Chip gefunden und sind nicht registriert. Kastrationspflicht ist die einzige Möglichkeit, Elend zu stoppen. Doch wie oft passiert es, dass es dann plötzlich nicht mehr die eigenen Katzen sind!
Für die kleinen Mäuse viel Glück und super tolle Menschen!
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Gerda Bauer
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