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Ferienzeit = Ferienjobs: Beschäftigung von Schülern

Reiskirchen | Viele Schüler bessern ihr Taschengeld während der Ferien – aber auch außerhalb derselben – mit kleinen Nebenjobs auf. Firmen, die arbeitswillige Schüler bzw. Jugendliche beschäftigen möchten, müssen sich mit den Regelungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes und der Kinderarbeitsschutzverordnung
– insbesondere mit der Frage, ab welchem Alter und für welche Arbeiten ein Schüler beschäftigt werden darf – auseinandersetzen.

Eine Ausnahmeregelung gilt während der Schulferien. So dürfen Jugendliche während dieser Zeit für höchstens 4 Wochen im Kalenderjahr, pro Tag 8 Stunden bzw. pro Woche 40 Stunden beschäftigt werden (Ausnahmen gelten für die Landwirtschaft).
Grundsätzlich sollte bei einer Beschäftigung von Schülern überlegt werden, ob diese als
kurzfristig Beschäftigte oder Minijobber angemeldet werden.

Kurzfristige Beschäftigung: Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn sie innerhalb
eines Jahres seit ihrem Beginn auf längstens 50 Arbeitstage oder zwei Monate beschränkt ist. Bei der Prüfung, ob die Zeitgrenze von 2 Monaten oder 50 Arbeitstagen überschritten wird, ist der maßgebliche Zeitraum das Kalenderjahr. Von dem 2-Monats-
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Zeitraum ist auszugehen, wenn die Beschäftigung an mindestens 5 Tagen in der Woche ausgeübt wird. Bei Beschäftigungen von regelmäßig weniger als 5 Tagen in der Woche ist auf den Zeitraum von 50 Arbeitstagen abzustellen. Die kurzfristige Beschäftigung ist sozialversicherungsfrei, daher müssen keine Sozialversicherungsbeiträge abgeführt
werden. Die Versteuerung erfolgt grundsätzlich anhand der Merkmale der Lohnsteuerkarte.
Ausnahmsweise kann der Arbeitgeber – unter weiteren Voraussetzungen – die Lohnsteuer pauschal mit 25 % des Arbeitsentgelts zzgl. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer
erheben.

Da Schüler in der Regel nur ein geringes Einkommen beziehen, bleiben sie entweder ohnehin steuerfrei oder erhalten die abgeführte Steuer, sofern ihr Jahresgesamteinkommen unter dem Grundfreibetrag liegt, mit dem Lohnsteuerjahresausgleich zurück.

Geringfügig entlohnte Beschäftigung (Minijob): Geringfügig entlohnt ist eine Beschäftigung,
wenn sie regelmäßig ausgeübt wird und das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt,
das aus dieser Beschäftigung erzielt wird, 450 Euro nicht übersteigt. Das Beschäftigungsverhältnis ist im Gegensatz zur kurzfristigen Beschäftigung nicht nur
steuer-, sondern auch sozialversicherungspfl ichtig. Hierfür entrichtet der Arbeitgeber eine einheitliche Pauschalsteuer von 2 %, einen Pauschalbeitrag von 13 % zur Krankenversicherung sowie zur Rentenversicherung in Höhe von 15 % bzw. 5 % bei Minijobs in Privathaushalten. Der Minijobber hat einen Eigenanteil in Höhe des Differenzbetrages zwischen dem allgemeinen Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung von derzeit 18,9 % und dem Pauschalbeitrag des Arbeitgebers von 15 % bzw. 5 % in Privathaushalten = 3,9 % bzw. 13,9 % zu tragen. Der Arbeitnehmer kann sich allerdings von
der Rentenversicherungspfl icht befreien lassen.

Weitere Informationen finden Sie auf meiner Website www.online-steuerkanzlei.com

Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
9.630
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 30.06.2013 um 21:42 Uhr
Darf ich Sie auf den Beitrag vom 16.06.13, geschrieben von Christian Momberger , aufmerksam machen:

http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/81170/ferienjobs-was-schueler-beachten-sollten/
Christian Momberger
10.830
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 04.07.2013 um 00:17 Uhr
Danke Birgit für den Hinweis auf die PM des DGB welche ich hier eingestellt habe. Und wie ich heute in der MAZ gelesen habe, handelt es sich bei dem obirgen Text wohl um eine PM des RP Gießen, die hier verwendet wurde. Nur heißt es da am Ende: "Weitere Informationen zum Jugendarbeitsschutz sind auf der Internetseite der Behörde (http://www.rp-giessen.de) oder im Arbeitsschutzportal des Hessischen Sozialministeriums zu finden. Ansprechpartner in Gießen sind Gisela Dickopp und Günter Foth, zu erreichen unter 0641-3030." ;-)
Christian Momberger
10.830
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 04.07.2013 um 00:20 Uhr
Danke Birgit für den Hinweis auf die PM des DGB welche ich hier eingestellt habe. Und wie ich heute in der MAZ gelesen habe, handelt es sich bei dem obirgen Text wohl um eine PM des RP Gießen, die hier verwendet wurde. Nur heißt es da am Ende: "Weitere Informationen zum Jugendarbeitsschutz sind auf der Internetseite der Behörde (http://www.rp-giessen.de) oder im Arbeitsschutzportal des Hessischen Sozialministeriums zu finden. Ansprechpartner in Gießen sind Gisela Dickopp und Günter Foth, zu erreichen unter 0641-3030." ;-)
19
Thorsten Damm aus Reiskirchen schrieb am 04.07.2013 um 09:27 Uhr
Zur Klarstellung:

Es mag zwar sein, dass der Inhalt ähnlich / gleich ist, aber es handelt sich nicht um die PM des RP Gießen !

Den Artikel den ich eingestellt habe, habe ich einem erworbenen Steuerrechtsinformationsschreiben entnommen. Ich hielt es für angebracht diesen aus Gründen der aktualität hier zu Posten.

In der PM des RP werden eher Jugend- und Arbeitsschutzrechtliche Hinweise zur Arbeit von Judendlichen gegben.

Mein Artikel beschäftigt sich mit der steuerrechtlichen Sicht des Themas für Unternehmer. Also ist es keine vom RP abgeschiebener Artikel sondern m.E. eine sinnvolle Ergänzung.
Christian Momberger
10.830
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 05.07.2013 um 00:22 Uhr
Vielen Dank für Ihre Antwort. In der Tat stellt dieser Text hier eine gute Ergänzung zu der von mir online gestellten PM des DGB Mittelhessen da.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Thorsten Damm

von:  Thorsten Damm

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