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Kirchen verhindern Schachturnier am Karfreitag

Weißer Ritter (Lizenz CC-BY-SA)
Weißer Ritter (Lizenz CC-BY-SA)
Reiskirchen | Das seit 1951 alljährlich vom Dienstag vor Ostern bis zum Ostersamstag stattfindende Schachturnier der Mittelfränkischen Schachmeisterschaften in Weißenburg findet dieses Jahr nur verkürzt statt.

Mit Bezug auf das Bayrische Feiertagsgesetz hat die zuständige Kirche in 2012 die Zustimmung zur Durchführung des Schachturniers am Karfreitag verweigert. Die Kirchenvertreter der katholischen und evangelischen Kirche fanden das Schachturnier am Freitag deplaziert.

Das Schachturnier muss dadurch bereits heute am Gründonnerstag abgeschlossen werden, was schon im Vorfeld zur Folge hatte, dass sich hochkarätige Spieler sich erst gar nicht anmeldeten.

Es scheint also so zu sein, dass nicht nur Tanzen als Provokation und fehlende Toleranz angesehen wird, sondern dass auch das Schachspielen die Ruhe und Andacht der Gläubigen stört...

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Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
3.847
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 05.04.2012 um 10:24 Uhr
Wie im Kindergarten. "Wenn ich an dem Tag keinen Spaß haben darf, darfst du auch keinen haben." oder "Wenn ich nicht mit dem Eimerchen spielen darf, dann du auch nicht."
Christian Momberger
10.829
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 05.04.2012 um 10:44 Uhr
Stimmt, man kann es echt auch übertreiben.
Bernd Zeun
9.536
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 05.04.2012 um 10:56 Uhr
Schach ist Denksport, und Denken ist bei Kirchenoberen nicht gefragt, denen soll man glauben.
Christian Momberger
10.829
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 05.04.2012 um 10:58 Uhr
Wenn Du es so siehst, dann verstehe ich jetzt den Sinn, warum. ;-(
Ingrid Wittich
18.893
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 05.04.2012 um 10:59 Uhr
Das finde ich jetzt aber echt albern, ein Schachturnier am Karfreitag abzusagen. Tanzen und laute Musik ist eine Sache, aber Schach? Das Wort schreibe ich jetzt lieber nicht, was ich dazu denke.
Karl-Ludwig Büttel
3.216
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 05.04.2012 um 12:03 Uhr
Ohne Worte, wer wird denn durch Schach gestört. Das ist übertrieben.
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 05.04.2012 um 12:28 Uhr
Ich denke, das fällt alles unter das Stichwort "Innere Mission" zu der Ratzinger ähem Papst Benedikt XVI. aufgerufen hat, damit das christliche Abendland nicht dem Teufel anheim fällt.

Na ja, schließlich war er vorher als Chef der Glaubenskongregation auch oberster Inquisitor... ja, auch wenn es sich sehr anachronistisch anhört, die Inquisition lebt immer noch und es gibt sogar Teufelsaustreibungen in der katholischen Kirche...
1.807
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 05.04.2012 um 13:35 Uhr
Ist das jetzt wahr oder doch vielleicht Satire?
Christian Momberger
10.829
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 05.04.2012 um 13:48 Uhr
Mh, also der 1. April ist schon seit ein paar Tagen vorbei.
Karl-Ludwig Büttel
3.216
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 05.04.2012 um 13:55 Uhr
So Recht glauben mag man eine solche Meldung ja auch nicht. Deshalb schrieb ich ja auch ohne Worte. So was macht mich ersteinmal sprachlos.
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 05.04.2012 um 14:16 Uhr
Jutta Skroch
11.632
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 08.04.2012 um 18:16 Uhr
> Schach ist Denksport, und Denken ist bei Kirchenoberen nicht gefragt, denen soll man glauben. <

Bernd, dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Thomas Schlumpp
108
Thomas Schlumpp aus Gießen schrieb am 09.04.2012 um 15:36 Uhr
Hier wird die Schauspielerei und Heuchelei der Politiker/innen offensichtlich: Sie sagen immer Kirche und Staat sind getrennt. Warum wird dann per Gesetz ein religöser Wüstenglauben an uns Nordmenschen vollzogen?

In Wirklichkeit arbeiten die Hand in Hand und sind beste Freunde. Die Kirche versklavt die Menschen geistig, die Politiker/innen materiell.

Ihre Zeit ist gekommen und das Volk erwacht erneut. Nach 2000-jähriger Unterdrückung lösen sich die Fesseln des Aberglaubens und wir beginnen wieder aufzuatmen und zu leben.
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von:  Ulrike J. Schepp

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Ulrike J. Schepp
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