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Der Kirchenstumpf bei Rabenau-Geilshausen

Weit geht der Blick bis zum Vogelsberg
Weit geht der Blick bis zum Vogelsberg
Reiskirchen | Wenn man auf der Straße zwischen dem Rabenauer Ortsteil Geilshausen und dem Busecker Ortsteil Beuern unterwegs ist, fällt dem aufmerksamen Beobachter eine Baumgruppe nördlich der Strasse im freien Feld auf.

Diese Bäume markieren den letzten Rest eines untergegangenen Dorfes namens Antreff. Diese, nur sehr schwer als Rest eines Gebäude erkennbaren Steine sind das Einzige, was von dem Dorf, das im 14. Jahrhundert noch erwähnt wurde, übrig geblieben sind.

Aus der 1200-Jahre-Festschrift der Gemeinde Londorf ist zu entnehmen, dass angeblich im 19. Jahrhundert die Grundmauern noch sichtbar gewesen seien und dass in trockenen Sommern dort das Gras in einem Rechteck trockener sei ... man vermutete dort die Grundmauern der ehemaligen Kapelle. Außerdem wird in dieser Festschrift ein Kruzifix erwähnt, das bis in die Zeit des zweiten Weltkrieges noch vorhanden gewesen sei.

Die Lage der Siedlung auf der Hochfläche mit hervorragendem Blick bis zum Vogelsberg läßt auf eine sehr alte Siedlungsgründung schließen. In die Täler zog man erst mit dem Beginn des Mittelalters und der Verbreitung von Drainage und Entwässerung der vormals sehr nassen aber auch sehr fruchtbaren Auenböden.

Weit geht der Blick bis zum Vogelsberg
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Im milden Licht der Abendsonne
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Kommentare zum Beitrag

Ingrid Wittich
18.899
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 20.02.2012 um 13:37 Uhr
Ich finde es sehr gut, Frau Schepp, dass Sie auf solch interessante Dinge in unserer näheren Umgebung hinweisen. Danke!
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 20.02.2012 um 13:58 Uhr
Ich mag halt meine Heimat Mittel- und Oberhessen und ihre Geschichte. Ganz besonders die ältere Geschichte.

Als Kind schon las ich mit großer Begeisterung die Heimatbeilage in der Tageszeitung, in der sich vorwiegend der Heimatforscher Max Söllner zu Wort meldete. Auf dessen und auch auf anderen Spuren zu wandeln macht mir großes Vergnügen. Mehrere Sommer als Helferin bei der Grabung am Dünsberg taten ihr übriges.

Ich finde es wichtig, dass man auch im Zeitalter der Globalisierung seine Wurzeln und die Erde aus der sie stammen nicht vergisst, zumal diese Kleinodien oft in der großen, bunten, lautstarken Diskussion und Berichterstattung über ferne Orte geradezu untergehen.

In Irland z.B. stünden 10km um den o.g. Ort Hinweisschilder, vor Ort wäre ein Container und ein Student würde den Sommer über Eintritt nehmen und Souvenirs verkaufen.

Nachdem ich nach dem Ableben meiner Eltern jetzt wieder etwas mehr Zeit zur Verfügung habe, werde ich mich auch wieder mehr den interessanten Plätzen meiner Heimat widmen.
Ingrid Wittich
18.899
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 20.02.2012 um 15:07 Uhr
In den USA wäre aus einem Ort wie diesem ein sogenanntes "National Monument" geworden.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Ulrike J. Schepp

von:  Ulrike J. Schepp

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Interessensgebiet: Reiskirchen
Ulrike J. Schepp
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