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Gefunden in einem Buch: Ein Glaubensbekenntnis

Reiskirchen | Angeregt durch den Ausweisfund in einem antiquarischen Buch möchte ich hier auch ein Fundstück aus einem Buch präsentieren:

Gefunden wurde es als handschriftliche Notiz auf einem karierten A4-Blatt in einer Bibliothek in Marburg in einem Lexikon über jüdische Religion. Alt sah es nicht aus, ich würde mal ohne wissenschaftliche Analyse sagen: irgendwann zwischen 1960 und heute

Die Handschrift lässt darauf schießen, dass es von jemandem verfasst wurde, der viel Schreiben gewöhnt ist... also wahrscheinlich ein Student oder eine Studentin.

Ist das schon mal jemandem begegnet? Weiß jemand, wozu das gehört oder woraus es stammt?

Eine einfache Internetrecherche brachte zumindest kein wörtliches Plagiat zum Vorschein.

Am Besten gefällt mir der erste Satz! Aber in Gänze erscheint es mir eher wie die Anleitung, was man alles braucht um ein perfekter guter Mensch zu sein. Ziemlich anstrengend, das wirklich einzuhalten...

Ein Glaubensbekenntnis.

Heute zu halten, morgen abzuändern und wenn Du ein besseres findest, aufzugeben.

Ich will in allen Dingen das Höchste leisten, was mir möglich ist.
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Ich will allen anderen helfen, dasselbe zu tun, soweit es in meiner Macht steht.
Ich will alles Übel, das meinen Weg kreuzt, bessern, und ich will dem, der es tut, das Gute zeigen und ihm helfen, eine Macht des Guten zu werden.
Ich will immer milde und einfach und frei tun, Hochmut ablegen und so wirklich stark werden.
Ich will mich der göttlichen Macht öffnen und offen halten, damit ich ein reines Gefäß werde, durch das sie wirken kann.
Ich will mein Angesicht immer dem Lichte zuwenden und nach dem Licht gerichtet halten.
Ich will selber denken, die Meinung der anderen ruhig anhören, aber stark genug sein, nach meiner eigenen Überzeugung zu handeln.
Ich will sofort wieder aufstehen, wenn ich gestrauchelt bin, und weitergehen, ohne einen Augenblick mit Reue zu verlieren.
Ich will alle Dinge lieben und nichts fürchten als das Böse, das ich tun könnte.
Ich will das Gute anerkennen, das auf dem Grund aller Dinge und aller Wesen
?wohnt? (Anm.: hier fehlt im Org. ein Wort) und nur darauf wartet, sich zu verwirklichen.
Ich will die Felder und die wilden Blumen, die weite See und die Sterne lieben und viel mit ihnen leben, aber mehr als sie will ich ringende und müde Menschen und lebende Wesen lieben.
Ich will immer trachten, für andere das zu tun, was ich möchte, dass sie es für mich tun.
Kurz, ich will ehrlich, furchtlos, gerecht und gütig sein.


Bitte die Quelle mit weiter geben wenn dieser Text weiter verbreitet wird. Es war kein Autor angegeben auf dem Blatt Papier.

Kommentare zum Beitrag

Bernd Zeun
9.537
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 27.01.2012 um 11:47 Uhr
Wenn kein Autor auf dem Blatt stand, wird es wohl die göttliche Macht höchstpersönlich dort rein gelegt haben, so wie Gott dereinst dem Moses zwei Tontafeln in die Hand gedrückt hat, wurde jetzt die etwas zeitgemäßere Form des karierten Papiers gewählt und aus zehn Geboten wurden ein Dutzend Vorsätze plus eine Anweisung. Es würde mich nicht wundern, wenn das demnächst in allen möglichen Sprachen und Varianten rund um den Globus sich auf Computer verbreitet.
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 27.01.2012 um 12:19 Uhr
Muahaha... der war gut =;-D

Ich dachte schon an irgendwelche Jedis, die ja zumindest in Amerika schon als Religion anerkannt sind.

Zu denen würde so ein "Ritter ohne Furcht und Tadel" gut passen.

Zumindest für die gängigen polytheistischen Neuheiden (Wicca, Ásatrú, Wanatrú, Religio Romana, Hellenismos, Druiden, Neukelten und Recon-Kelten) kann ich als Herkunft weitgehend ausschließen. "Göttliche Macht" steht in der Einzahl da, also tippe ich mal auf eine monotheistische Herkunft...
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Ulrike J. Schepp
1.180
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