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Ausflugstipp: Die Erdbacher Höhlen

Am Eingang der Schauhöhle "Herbstlabyrinth"
Am Eingang der Schauhöhle "Herbstlabyrinth"
Reiskirchen | Ganz am nordwestlichsten Rand unseres Nachbarkreises Lahn-Dill befinden sich wenig bekannte Kleinode der Erdgeschichte: Die Höhlen im Karstgebiet rund um den Breitscheider Ortsteil Erdbach.

Durch Sprengarbeiten in den dortigen Steinbrüchen sowie durch den früher dort betriebenen Bergbau und auch durch interessierte Heimatkundler wurden einige Tropfsteinhöhlen bekannt, die sich über Millionen von Jahren hinweg in dem ehemaligen Korallenriff gebildet hatten. Die jüngste Entdeckung aus 1993 ist das Höhlensystem der Hernstlabyrinth-Adventhöhle.

Die Herbstlabyrinth-Höhle ist als Schauhöhle für den Besucherverkehr erschlossen und im Inneren wundervoll illuminiert und hochmodern ausgebaut.

Ganz wichtig: für den Besuch der Höhle UNBEDINGT Karten vorbestellen!
Vor Ort können keine Eintrittskarten in die Höhle gelöst werden!
Vor Ort direkt an der Höhle gibt es KEINE Parkplätze

Doch der Reihe nach:

Anfahrt
Nach kurzer Fahrt auf der A45 fuhr ich die Abfahrt Herborn West (26) ab und wurde am Abzweig auf die B255 Richtung Montabaur gleich mit braunen Schildern "Tropfsteinhöhle Herbstlabyrinth" empfangen. Denen muss man eigentlich nur noch bis Erdbach folgen.

Mehr über...
Herbstlabyrinth (1)Erdbach (3)Breitscheid (9)Ausflugstipp (92)
Parkplatz
Als Startpunkt wählten wir an diesem wunderschönen Samstag den Wanderparkplatz in Erdbach, der sich direkt vor dem Zeitsprünge-Museum (für das Navi: Mühlweg 4, Erdbach) befindet.

Museum
Je nachdem, wann man den Termin an der Höhle hat, besucht man das Museum zuerst oder auch zuletzt. Wir hatten das Museum zuerst auf der Liste und wurden von einer sehr sachkundigen Museumsführerin informativ durch das Museum geleitet. Hier befinden sich Informationen die sich sowohl auf erdgeschichtliche Vorgänge wie auch auf vor- und frühgeschichtliche Besiedelung der Gegend sowie auf historische Ereignisse beziehen.

Rundwege
Vom Museum aus kann man den direkten Weg, vorbei an der Erdbachquelle, durch die enge Gasse-Schlucht nehmen und ist in etwa 20-30 Minuten auf der Höhe bei der Kreisstraße K38 angekommen. Von dort ist es nur noch ein Katzensprung über die Straße zur Höhle.

Wenn man etwas mehr Zeit hat, wendet man sich noch vor der Erdbachquelle nach links, und folgt einem geschotterten Weg bergauf in Richtung
Zeitsprünge Museum und Wanderparkplatz
Zeitsprünge Museum und Wanderparkplatz
"Steinkammern". Diese vorgeschichtlichen Wohn- und Begräbnisplätze sind auf jeden Fall einen Abstecher wert. Die große Steinkammer ist der Überrest einer eingestürzten Höhle und besteht hauptsächlich aus einer Überdachung. Die kleine Steinkammer hat noch richtigen Höhlencharacter und sogar einen "Fluchtausgang". Um hier im Inneren auch etwas zu sehen, empfiehlt es sich, eine Taschenlampe mit zu nehmen. Unmittelbar unterhalb der Steinkammern setzt sich der Weg in Richtung Schauhöhle fort. Diese Strecke ist etwas länger und braucht durch den Besuch der Steinkammern auch deutlich mehr Zeit.

Aber auch diese Strecke endet letztendlich an der K38 und führt von dort zur Höhle.

Unterwegs kommt man entlang der Stationen des Karstlehrpfades an verschiedenen recht interessanten Stellen vorbei wie z.B. alten Stolleneingängen.

Herbstlabyrinth Schauhöhle
Am Eingang zur Schauhöhle kann auch etwas für das leibliche Wohl getan werden, es werden dort Getränke verkauft.

Das Mitnehmen von Taschen oder Rucksäcken in die Höhle ist verboten. Auch von Fototaschen. Taschen und Rucksäcke können im Bauwagen am Höhleneingang deponiert werden.

In der Höhle ist es jahrein jahraus 9°C kühl. Kälteempfindliche Personen sollten sich eine warme Jacke mitnehmen.

In der kleinen Steinkammer
In der kleinen Steinkammer
Hinweise für Fotografen
Es darf in der Höhle auch für kommerzielle Zwecke fotografiert werden, jedoch ist der Einsatz von Blitzen und/oder Stativen untersagt.
Damit sei auch gleich die Fotofreigabe für die Bilder des Artikels geklärt.

Da überall breite und stabile Handläufe vorhanden sind, kann man gut die Kamera auflegen und so doch zu guten Bildern kommen.

Fazit
Ein wunderschöner Samstag mit einer tollen Wanderung, einem liebevoll eingerichteten Museum und eine Höhle mit einer tollen Illumination, wie ich sie bisher noch nirgends gesehen habe. Ich hoffe, eine Anregung für die Leser zum selbst erleben.

Links
Museum Zeitsprünge
Schauhöhle mit Links zum Bestellen von Eintrittskarten.
Erdbach und das Erdbachtal
Verein Zeitsprünge e.V.
Karte bei Openstreetmap

Am Eingang der Schauhöhle "Herbstlabyrinth"
Am Eingang der... 
Zeitsprünge Museum und Wanderparkplatz
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In der kleinen Steinkammer
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geologische Schatzkammer
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In der Herbstlbyrinth-Höhle
In der... 
Karte - Geodaten © OpenStreetMap und Mitwirkende, Lizenz: CC-BY-SA
Karte - Geodaten ©... 

Kommentare zum Beitrag

Bernd Zeun
9.536
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 22.08.2011 um 10:30 Uhr
Guter Tipp ! Vor allem, der Hinweis auf das Kartenbuchungssystem erspart einem Ärger vor Ort.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Ulrike J. Schepp

von:  Ulrike J. Schepp

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Interessensgebiet: Reiskirchen
Ulrike J. Schepp
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